15 Medaillen für die besten Nachwuchs-E-Handwerker

Die sieben Goldmedaillen-Gewinner und der jahrgangsbeste Gebäudesystemintegrator (v. l. n. r.): Benedikt Kanhäusser (Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik), Julian Lembeck (Systemelektroniker), Johannes Pfaller (Informationselektroniker Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik), Tom Flemming (Elektroniker Fachrichtung Automatisierungstechnik), Felix Kreuz (Informationselektroniker Schwerpunkt Bürosystemtechnik), Jonas Babinsky (Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik), David Vogel (Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik) sowie Jannis Wiehart (Elektroniker für Gebäudesystemintegration).
Die sieben Goldmedaillen-Gewinner und der jahrgangsbeste Gebäudesystemintegrator (v. l. n. r.): Benedikt Kanhäusser (Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik), Julian Lembeck (Systemelektroniker), Johannes Pfaller (Informationselektroniker Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik), Tom Flemming (Elektroniker Fachrichtung Automatisierungstechnik), Felix Kreuz (Informationselektroniker Schwerpunkt Bürosystemtechnik), Jonas Babinsky (Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik), David Vogel (Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik) sowie Jannis Wiehart (Elektroniker für Gebäudesystemintegration).Bild: ZVEH / Jessica Franke

Bei den 73. Deutschen Meisterschaften in den E-Handwerken in Oldenburg wurden wieder die besten Elektroniker/-innen des Landes in sieben Berufen ausgezeichnet. Einen Preis erhielt erstmals auch der bundesweit Beste unter den ersten GSI-Absolventen. Ab 2025 wird der neue Beruf offiziell bei den Meisterschaften bewertet. Ebenfalls Teil des Ehrungsreigens: der E-Meister des Jahres 2024, der diesmal an eine Meisterin und einen Meister ging.

Vom 14. bis 16. November 2024 waren die Landessieger aus sieben e-handwerklichen Berufen im Rahmen des Wettbewerbs eingeladen, die Besten der Besten in ihrem Beruf zu ermitteln. Die drei besten E-Handwerker/-innen je Disziplin werden mit einer Gold-, Silber- und Bronze-Medaille ausgezeichnet. Insgesamt 43 Teilnehmende, die die Voraussetzung für eine Teilnahme – Gesellenprüfung mit Mindestpunktzahl für die Note gut (mind. 81 Punkte) bestanden – erfüllt hatten, traten in diesem Jahr im Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e. V. (BFE) zu den Meisterschaften an und stellten sich dort zwei Tage lang den Prüfungsaufgaben. Unter den Teilnehmenden waren auch zwei Elektronikerinnen.

2024 umfasste der Wettbewerb zum letzten Mal sieben Disziplinen. Da ab 2025 die Neuordnung der e-handwerklichen Ausbildungsberufe greift, werden dann die Bundessieger in fünf Berufen gesucht, darunter auch der 2021 neu geschaffene Beruf Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration.

Die sieben Goldmedaillen-Gewinner 2024 im Überblick

  • Julian Lembeck, Systemelektroniker, Nordrhein-Westfalen
  • Tom Flemming, Elektroniker Fachrichtung Automatisierungstechnik, Nordrhein-Westfalen
  • Benedikt Kanhäusser, Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik, Bayern
  • Johannes Pfaller, Informationselektroniker Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik, Bayern
  • Felix Kreuz, Informationselektroniker Schwerpunkt Bürosystemtechnik, Nordrhein-Westfalen
  • Jonas Babinsky, Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik, Bayern
  • David Vogel, Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Rheinland-Pfalz

Stefan Ehinger, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informations-technischen Handwerke (ZVEH), eröffnete den Abend, indem er die Teilnehmenden begrüßte und sie zu ihren Leistungen beglückwünschte. In seiner Rede betonte Stefan Ehinger, welche Bedeutung dem Handwerk wie auch der Energiewende als Wirtschaftsfaktor zukomme. Umso wichtiger sei aber, so Ehinger, dass die Politik endlich die lange geforderte Bildungswende umsetze und akademische und berufliche Bildung gleichstelle. Auch Adalbert Neumann, CEO der Busch-Jaeger Elektro GmbH und Schirmherr, fand anerkennende Worte für die Meisterschafts-absolventen/-innen: „Sie sind die Architekten der Energiewende“. Mut machte der Busch-Jaeger-Geschäftsführer, selbst gelernter Elektroniker, den Nachwuchselektroniker/-innen aber auch, indem er auf die hervorragenden Zukunftsperspektiven hinwies.

Siebenmal Gold, sechsmal Silber und zweimal Bronze

Gemeinsam riefen Stefan Ehinger und Adalbert Neumann die Gewinner/-innen in den sieben e-handwerklichen Disziplinen auf die Bühne und überreichten ihnen die Medaillen. Insgesamt wurden an diesem Abend sieben Gold-, sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen verliehen. Hintergrund ist, dass die Teilnehmer/-innen nicht in jeder Kategorie die notwendige Mindestpunktzahl (81 Punkte) erreichten. Zwei der begehrten Medaillen konnten sich die beiden Teilnehmerinnen sichern: Lisa Kraus aus Rheinland-Pfalz holte in der Disziplin Informations-elektroniker/-in Schwerpunkt Bürosystemtechnik Silber; an Miriam Fey ging die Silbermedaille im Bereich Informationselektroniker/-in Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik. Anschließend wurden alle Teilnehmenden pro Disziplin auf die Bühne gerufen und erhielten eine Teilnahmeurkunde. Außer der Reihe ausgezeichnet wurde Jannis Wiehart. Der 23-jährige Elektroniker für Gebäude-systemintegration (GSI) aus Niedersachsen, der seine Ausbildung vorzeitig beenden konnte, wurde anhand seiner Prüfungsnote als bundesweit Bester in dem 2021 gestarteten neuen e-handwerklichen Beruf ermittelt. 2025 werden GSI-Vertreter/-innen dann auch offiziell bei den Deutschen Meisterschaften antreten.

E-Meister 2024

Seit 2023 wird im Rahmen der Deutschen Meisterschaften auch der E-Meister des Jahres ausgezeichnet. Mit dem Preis soll der Beitrag von Meister/-innen für die Ausbildung honoriert werden. Im Vorfeld waren E-Zubis aus e-handwerklichen Betrieben aufgerufen, ‚ihre(n)‘ E-Meister/-in vorzuschlagen. Über ein Publikumsvoting wurde dann der E-Meister des Jahres gewählt. Wie schon 2023 wurde der Titel auch 2024 an gleich zwei Branchenvorbilder vergeben, darunter eine E-Meisterin. So durften Stefanie Lampe von EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein-Main und Kevin Gogel, SAT Elektrotechnik GmbH aus Nürnberg, den Preis aus den Händen von ZVEH-Vizepräsident Hans Auracher entgegennehmen.