
Erstmals seit der Energiekrise im Februar 2022 verzeichnet der Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie mit allen drei Teilindizes (die Bedeutung, Produktivität und Investitionen betreffend) einen leichten Rückgang. Mögliche Gründe erkennt der Leiter des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) Prof. Alexander Sauer in der Unsicherheit und der drohenden Rezession, der dadurch getriebenen Prioritätenverschiebung und der Reduktion von Produktionskapazität. Das EEP erhebt seit 2013 halbjährlich aktuelle und geplante Aktivitäten der deutschen Industrie zur Energieeffizienz. Der EEI wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur (Dena), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Fraunhofer IPA und dem TÜV Rheinland sowie weiteren Partnern erstellt. Insgesamt 858 Teilnehmer haben sich im Erhebungszeitraum vom 18. März 2024 bis zum 10. Mai 2024 zu den drei Teilindizes geäußert. Die Sonderfragen in der Sommererhebung adressierten die Ziele von Energieeffizienz-Investitionen sowie die Energieflexibilität. Knapp 87% der Unternehmen gaben an, mit Investitionen in Energieeffizienz-Maßnahmen die eigene Wirtschaftlichkeit steigern zu wollen. Auch die Dekarbonisierung (61,1%) und die Erfüllung der Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie (51%) sind wichtige Ziele.

















