
Zum zweiten BACtwin-Forum hatte Iconag-Leittechnik in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) eingeladen. Rund 90 Teilnehmende trafen sich im Gutenberg Digital Hub in Mainz und zeigten sich interessiert über die Vorträge und den Erfahrungsaustausch zum Thema ‚Digitalisierung des technischen Gebäudemanagements durch Einsatz des BACtwin‘. Neben vielen anderen setzt das Bundesbauministerium bereits auf den BACtwin. Bauherren, Planer und Betreiber von Liegenschaftsportfolios müssen künftig konkretere Vorgaben machen, um ihre Gebäude im Zuge der Digitalisierung sowie im Kontext des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der Environmental Social Governance (ESG) effizienter und nachhaltiger zu planen und zu bewirtschaften.
Experten der Branche boten ein informatives Programm. Sie zeigten auf, welche Voraussetzungen die BACnet-Infrastruktur erfüllen muss, damit die Daten und Funktionen der Gebäudeautomation, Energie- und Verbrauchszähler sowie anderer Systeme und Werkzeuge durch Anwendung des BACtwins abstimmungsfrei geprüft und ausgetauscht werden können. Sie stellten die vielfältigen Vorteile für den Einsatz des BACtwin bei Gebäudeplanung, -Inbetriebnahme und -betrieb heraus. Die Vorträge befassten sich mit den Grundlagen des BACtwin und seinem Einsatz als Antwort auf die Herausforderungen der Systemintegration und für eine erfolgreiche Energiewende in Nichtwohngebäuden. Dazu wurden Beispiele von realisierten Projekten aus der Praxis aufgezeigt.
Der Beitrag zum BACtwin Benutzeradressierungssystem (kurz BACtwin BAS) stellte fest, dass mit diesem ein einheitliches Adressierungssystem vorliege. Neue KI-basierte Strategien wurden vorgestellt, die eine Migration bestehender Adressierungssysteme unterschiedlicher Bauabschnitte und Hersteller auf das BACtwin BAS ermöglichen. Iconag bietet hierfür den BACtwin-Konverter zur Konvertierung und Vereinheitlichung bestehender Benutzeradressierungssystemen bzw. Anlagenkennzeichnungsschlüssel in den allgemeingültigen BACtwin-BAS an. Abschließend erläuterte Christian Wild, Geschäftsführer der Iconag-Leittechnik, wie der BACtwin die Anforderungen des §71A Gebäudeenergiegesetz erfüllen kann: „Um die gesetzlichen Vorgaben einhalten und die Klimaziele erreichen zu können, müssen Gebäude nachhaltig betrieben werden – mithilfe des Einsatzes neuer Technologien wie dem BACtwin“, so sein Fazit.
Im Kontext des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der Environmental Social Governance (ESG) sowie der Digitalisierung müssen Bauherren und Investoren ihren Planern und Errichtern konkretere Vorgaben machen, damit Gebäude nachhaltig gesetzeskonform geplant und bewirtschaftet werden. Der BACtwin ist ein Werkzeug, um die Grundlage für eine durchgängige Digitalisierung des technischen Gebäudemanagements zu schaffen und die für die Energiewende notwendige Effizienzverbesserung und Verbrauchsoptimierung im Gebäudebetrieb zu erreichen. Die AMEV-Empfehlung ‚BACtwin‘ der staatlichen und kommunalen Verwaltungen sei hier wegweisend. Der BACtwin wurde bereits von einigen Betreibern großer Immobilienportfolios im Rahmen ihrer BACnet-Lastenhefte eingeführt. Eas nächste BACtwin-Forum ist bereits in der Planung befindet und soll am 23. September 2025 stattfinden.

















