ZVEH-Jahrestagung 2017

ZVEH-Jahrestagung 2017

Der Einfluss der Digitalisierung auf die Märkte der E-Handwerke und wichtige Themen der politischen Interessenvertretung bildeten die inhaltlichen Schwerpunkte der Jahrestagung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Hamburg. Vom 6. bis 9. Juni diskutierten Vertreter des Bundesverbands mit den Delegierten aus den Landesinnungsverbänden über die neuen Herausforderungen im digitalen Zeitalter. An einigen Gremiensitzungen und Veranstaltungen nahmen auch hochrangige Vertreter aus Partnerverbänden, Elektroindustrie, Elektrogroßhandel, Versicherungswirtschaft sowie aus der Wissenschaft teil.

Zu den Gästen zählten unter anderem Holger Schwannecke (Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, ZDH), Andreas Bettermann (Vorsitzender des Fachverbands Elektroinstallationssysteme im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, ZVEI), Holger Heckle (Vorsitzender des Bundesverbands des Elektro-Großhandels, VEG) und Zukunftsforscher Kai Gondlach. Ebenfalls teilgenommen haben Vertreter der Elektrohandwerksorganisationen aus Österreich, der Schweiz und Südtirol. ZVEH-Präsident Lothar Hellmann legte auf der Mitgliederversammlung ein besonderes Augenmerk auf das Thema Nachwuchs und Ausbildung. Eine qualifizierte Ausbildung sei unverzichtbar, da die Aufgaben rund um die Geschäftsfelder Energiemanagement, Effizienzsteigerung und Gebäudeautomation durch die Digitalisierung immer anspruchsvoller würden. Nach einem Plus von 4,7% im Vorjahr hat sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nun erneut um 3,2% erhöht. Mit Blick auf die europäische Ebene lobte Hellmann das Erreichen eines wichtigen Meilensteins im Kampf um den Erhalt des Meistervorbehalts: Der deutschen Politik ist es im Wettbewerbsfähigkeitsrat in Brüssel gelungen, dass die Strukturen der dualen Ausbildung und des Meistervorbehalts nicht weiter in Frage gestellt werden. Dafür hat sich der ZDH im Schulterschluss mit dem ZVEH seit vielen Jahren eingesetzt. Als Erfolg in der politischen Interessenvertretung des ZVEH hob er auch die Gestaltung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende hervor. Der gegebenenfalls notwendige Umbau des Zählerplatzes (intelligente Stromzähler) wird entgegen früherer Pläne nicht gesetzlich dem Messstellenbetreiber zugeschrieben. Erster Ansprechpartner der Kunden für diese Arbeiten bleiben damit die E-Handwerke. Positiv bewertet der ZVEH-Präsident auch die Reform des Mängelgewährleistungsrechts, das nun gerechtere Lösungen für Handwerksbetriebe enthält: Wenn das installierte Produkt von Anfang an fehlerhaft war, können sie ihren Aufwand für den Ausbau und den Wiedereinbau des neuen Produktes dem Verkäufer in Rechnung stellen.


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