Umfassende Sicherheitslösung: Technische Basis für sichere Daten

Umfassende Sicherheitslösung:
Technische Basis für
sichere Daten

Wo hochsensible Daten aus 21 Niederlassungen zentral gespeichert werden, ist ein umfassendes Sicherheitskonzept gefragt. Bei der Bust Steuerberatungsgesellschaft mbH in Hannover begegnet Siemens Building Technologies (SBT) dieser Herausforderung mit der Kombination von verschiedenen gebäudetechnischen Systemen. Die Lösung bietet die Aufschaltung von Alarm- und Störmeldungen auf eine Siemens-Service-Leitstelle.
Die Bust Steuerberatungsgesellschaft mbH hat eine über 75-jährige Tradition (früher: Buchführungs- und Steuerstelle für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte) und ist heute mittlerweile in der gesamten Nordhälfte Deutschlands vertreten. Ein Team von rund 30 Steuerberatern und 260 Sachbearbeitern betreut vor allem Ärzte und Freiberufler. Die Daten der insgesamt 21 Niederlassungen werden zentral am Stammsitz in Hannover gespeichert und verwaltet. Mit zunehmendem Geschäftsvolumen wurde das Gebäude dort nun umfassend saniert. Ein wesentliches Ziel dabei: eine neue technische Basis zur Sicherung der sensiblen Kundendaten.

Das Konzept von SBT

Die ganzheitliche Betrachtung der Gebäudesituation, die dem Sicherheitskonzept zugrunde liegt, ging vom Rechenzentrum aus. Drei Gefahrenarten mussten hier zuverlässig ausgeschlossen werden: technische Störungen (z.B. Stromausfall), Brandgefahr und physische Gewalt (z.B. durch unberechtigten Zutritt). Die technische Betriebssicherheit bietet Siemens mit einer Masterguard-Anlage zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV). Sie kann Schwankungen und Ausfälle im Stromnetz über einen längeren Zeitraum überbrücken. Voraussetzung dafür war die Aufrüstung sämtlicher elektrischer Zuleitungen und Netzverteilungen. Eine Sinorix 1230-Löschanlage stellt sicher, dass ein Vollbrand erst gar nicht entsteht. Das Gebäude wird flächendeckend durch eine Sigmasys Sinteso Brandmeldeanlage überwacht. Detektiert ein Melder im Rechenzentrum ein beginnendes Feuer, steuert die Brandmelderzentrale automatisch die Löschanlage an. Der Raum wird dann in wenigen Sekunden mit einem Löschmittel geflutet. Die schnelle Reaktionszeit dämmt den möglichen Brand in den ersten kritischen Sekunden ein und verhindert so Schäden an den empfindlichen Servern.

Löschen mit Sinorix 1230 gut für die Technik, gut für die Umwelt

Bei Bust setzt Siemens auf die Sinorix 1230-Löschtechnik. Andere Löschmittel würden die sensiblen Geräte im Rechenzentrum eher zusätzlich gefährden als wirtschaftlich löschen. Das eingesetzte Löschmittel der Sinorix 1230-Löschanlage, Novec 1230, ist ein fluoriertes Keton. Die farblose, fast geruchlose Flüssigkeit setzt sich aus Kohlenstoff, Fluor und Sauerstoff zusammen. Unter Normalbedingungen befindet sich das Löschmittel in flüssigem Zustand. Die Löschwirkung von Novec 1230 beruht auf chemischen Prozessen: Gerät es unter Druck, verdampft es und gelangt anschließend als Gas zur Flamme. An der Flamme ‚zerfällt‘ das relativ große Löschmittelmolekül in eine Vielzahl kleiner Reaktionsmoleküle. Der Flamme werden so Wärme und Sauerstoff entzogen, der Brand wird gelöscht. Da es elektrisch nicht leitet und korrosions- und rückstandsfrei löscht, kann es in Technik- und Serverräumen sowie in Archiven, Museen oder Bibliotheken effizient eingesetzt werden. Der besondere Mehrwert eines Sinorix 1230-Löschsystems besteht neben seiner besonderen Löscheigenschaft in den hervorragenden Umweltparametern. Im Einsatzfall löst es sich sozusagen ‚in Luft auf‘ und zerfällt geruchlos und unsichtbar zu Fluorwasserstoff. Nach etwa drei bis fünf Tagen hat sich das für den Menschen ungefährliche Gas klimaneutral und ohne Rückstände in der Atmosphäre abgebaut. Der vorgeschriebene ALT-Wert (Atmospheric Life Time) von fünf Jahren wird damit massiv unterschritten. Der ODP-Wert (Ozone Depletion Potential), der das Schädigungspotenzial eines Gases in der stratosphärischen Ozonschicht beschreibt, liegt bei Null. Der erreichte GWP-Wert von eins (Global Warming Potential) bedeutet, dass das Gas nicht zum Treibhauseffekt beiträgt.

Schutz vor unberechtigtem Zutritt

Vor unberechtigtem Zutritt schützen eine Einbruchmeldeanlage CIC 320 und ein Zutrittskontrollsystem SiPass. Wie die Sigmasys Sinteso Brandmeldeanlage auch, wurden beide Systeme vollständig neu aufgebaut und auf das gesamte Gebäude ausgeweitet. Jeder Mitarbeiter verfügt über einen elektronischen Ausweis. Die sicherheitsrelevanten Außentüren sind mit formschönen SiPass-Lesern ausgestattet. Sie erfassen die personenspezifisch und stets aktuell hinterlegten Zutrittsprofile und geben die Tür bei vorliegender Berechtigung frei. Auch die Scharfschaltung der Einbruchmeldeanlage erfolgt über das Zutrittskontrollsystem.

Aufschaltung auf die Leitstelle

Über die Aufschaltung der Sigmasys Sinteso Brandmeldeanlage hinaus werden sämtliche Stör- und Alarmmeldungen aus den Sicherheitssystemen und auch aus der Klimaüberwachung an eine ständig besetzte Siemens-Service-Leitstelle übertragen. Dort werden die Meldungen von speziell geschulten Mitarbeitern angenommen, die dann die entsprechenden Maßnahmen einleiten. Bei einem Einbruchalarm unterstützen Live-Videobilder die Beurteilung der Lage vor Ort. Die Bust Steuerberatungsgesellschaft profitiert damit auch nachts von einer zuverlässigen Kontrolle ihrer Systeme und ihres Gebäudes, ohne dass dafür ein eigener Nachtdienst notwendig wäre.

Fazit

Eine umfassende Komplettlösung gewährleistet den jederzeit störungsfreien Betrieb im Rechenzentrum der Bust Steuerberatungsgesellschaft in Hannover. Siemens setzte dabei auf die intelligente Kombination verschiedener gebäude- und sicherheitstechnischer Systeme. Die Aufschaltung auf eine Siemens-Service-Leitstelle ergänzt die technische Ausstattung: Sämtliche Alarm- und Störmeldungen lösen dort die notwendigen weiteren Schritte aus.

Thematik: Allgemein
Ausgabe:
Siemens AG
www.siemens.de

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