
Nach knapp zweijähriger Bauzeit sowie dem Maschinen- und Anlagenumzug in den vergangenen Monaten feierte Weidmüller am 5. September die Eröffnung seines neuen Elektronikwerks. Das Unternehmen investierte rund 60 Millionen Euro in das Bauprojekt: Eine der größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte. Zu den Gästen der Eröffnungsfeier zählte auch Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Das neue Elektronikwerk ist mehr als ein Gebäude – es ist ein Versprechen für Chancen, Fortschrift und eine starke Zukunft hier in Detmold, in Ostwestfalen-Lippe und ganz Nordrhein-Westfalen. Es ist ein Ort, an dem Ideen zu Innovationen werden und Menschen gemeinsam Zukunft gestalten.“
Der Neubau in der Ohmstraße wird für die Produktion von Elektronikkomponenten genutzt. Im neuen Gebäude sind u.a. die Leiterplattenbestückung, die Kunststofffertigung, die Montage sowie logistische Prozesse untergebracht. „Unsere Entscheidung, das neue Elektronikwerk in Detmold zu bauen, haben wir ganz bewusst getroffen. An unserem Hauptsitz profitieren wir von Verbundvorteilen wie der Nähe zu unserer Entwicklungsabteilung sowie zu unserem Maschinen- und Anlagenbau, inklusive Werkzeugbau“, stellt Dr. Sebastian Durst, Vorstandsvorsitzender, heraus und ergänzt: „Unser neues Werk zahlt voll in unsere Strategie ‚In der Region, für die Region‘ ein: In Deutschland produzieren wir hauptsächlich für den europäischen Markt, um uns – auch vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen – regional resilient aufzustellen und Störungen in den Lieferketten vorzubeugen.“
Das neue Fertigungsgebäude ist auf Wachstum ausgelegt: Bis 2030 ist eine Verdopplung der Maschinen und Anlagen geplant. Auch die Erhöhung der Mitarbeiterzahl von 70 auf 300 ist in diesem Zeitraum geplant. Bereits heute wird in dem neuen Elektronikwerk u.a. Weidmüllers I/O-system U-Remote hergestellt, das als Schnittstelle zwischen Maschinen und Steuerungen fungiert. Auch der kompakte Trennverstärker und Messumformer Picopak wird im neuen Elektronikwerk produziert. Bei der Planung der mehrgeschossigen Produktionshalle mit einer Nutzfläche von knapp 19.000m² stand Energieeffizienz im Fokus. Reversible Wärmepumpen werden zur Beheizung und zur Kühlung der Halle eingesetzt. Auch die Wärmerückgewinnung aus Produktionsabwärme wird gewährleistet. Darüber hinausgehende Wärmebedarfe werden über Fernwärme abgedeckt. Die Dachfläche des Gebäudes ist mit einer 640kWp-Photovoltaikanlage ausgestattet.

















