Energieeffizienz durch Gebäudesteuerung mit EIB/KNX:Das Cockpit in der Küche

Energieeffizienz durch Gebäudesteuerung mit EIB/KNX:
Das Cockpit in der Küche

In einem 600 m2 großen Familienhaus in der deutschen Eifel erhält der Begriff des mitdenkenden Hauses eine neue Dimension. Hier hat sich ein Hobby-Pilot seinen Wohntraum von dem auf ihn zugeschnittenen intelligenten Haus erfüllt. Von einer zentralen Steuereinheit in der Küche aus hat der flugbegeisterte Hausherr die komplette Technik innerhalb und außerhalb des Hauses im Griff. Wie über einen zentralen Bordcomputer erfolgt die automatische Steuerung von Jalousien, Temperatur, Licht, Sicherheitstechnik und weiterer Haustechnik. Autoren: Christian Grebe und Markus Werner, Werner + Grebe GmbH, Jela Krajinovic, tci GmbH I Bilder tci GmbH und Werner + Grebe GmbH

Neben dem Komfort hat die umfassende Gebäudeautomatisierung erhebliche Vorteile für Sicherheit und Energieeinsparung. Die Kameras im Haus und auf dem Gelände sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet. Sobald Bewegung registriert wird, startet die Aufnahme. Diese wird gespeichert und ist noch lange Zeit später bei Bedarf verfügbar. Genauso sind Fenster und Türen mit Sensoren und weiterer Technik ausgestattet, die über das Hausnetzwerk Alarm auslösen und an die vorgesehenen Stellen weiterleiten. Pluspunkte sammeln die Hauseigentümer insbesondere in Bezug auf Energie- und Zeiteffizienz. Energieressourcen können effizient und schonend eingesetzt werden. Durch die Visualisierung und zentrale Bedienung gehören beispielsweise vergessene leuchtende Lampen der Vergangenheit an. Der Bewohner sieht anhand der Visualisierung sofort, ob und welche Leuchten noch an sind und kann sie von fast jedem beliebigen Ort im Haus ausschalten. Die Vernetzung und Automatisierung der Haustechnik erfolgte umfassend und konsequent. Das Projekt wurde von der Werner + Grebe GmbH aus Mittelhessen geplant und realisiert. Es ist ganz auf die Anforderungen und Bedürfnisse des Hausherren zugeschnitten. „Denn schließlich weiß dieser am besten über seine Anforderungen Bescheid. Dieses Projekt ist während der Umsetzung gewachsen und wurde immer komplexer. Es war eine fruchtbare Partnerschaft, von der beide Seiten profitiert haben“, sagt Geschäftsführer Markus Werner.

Funktional und optisch anspruchsvoll

Als zentrale Steuereinheit wählten die EIB-Programmierer einen Panel Computer der tci GmbH. tci konnte seine Erfahrungen in der Herstellung robuster und zuverlässiger Industriecomputersysteme einbringen. Das Touchpanel mit 19″ TFT ist in der modernen Küche an einem zentralen Standort in die Wand eingebaut. Von hier aus können die Eigentümer nicht nur die gesamte Haus- und Sicherheitstechnik steuern, sondern auch Licht- und Musikszenarien frei definieren und auswählen. Ausgestattet ist der Panel-PC A19 von tci mit einem Edelstahlrahmen. Durch ihn sowie die IP65-geschützte Front (industrietauglicher Staub- und Spritzwasserschutz) kommt er der Hygiene in der Küche entgegen, da er sich leicht und gründlich reinigen lässt. Zudem integriert er sich optisch dezent in die hochwertige Küchenlandschaft.

Mehrwert durch Sicherheit und Energieeffizienz

Das intelligente vernetzte Haus ist nicht nur interessant, wenn es um gehobene Wohnkultur geht, sondern birgt auch viele Vorteile für die Erhöhung der Sicherheit. So kann das integrierte EIB-Sys-tem über eine Abwesenheitseinstellung die Technik im Haus so steuern, dass der Eindruck entsteht, die Bewohner seien zu Hause. Erreicht wird das über das automatische Herauf- und Herunterfahren der Jalousien, das An- und Ausschalten der Beleuchtung usw. Die Anwesenheitssimulation lässt sich auch auf Reisen per Handy oder Internet aktivieren oder deaktivieren. Sie simuliert das zuvor gelernte Bewohnerverhalten, in- dem sie die Schaltvorgänge aller beteiligten Geräte der letzten sieben Tage speichert und simuliert. Dabei werden unter anderem 32 Leuchten auf drei Stockwerken berücksichtigt. Auch Alarmmeldungen, die bei Registrierung von Bränden und Einbrüchen erfolgen, erhält der Hauseigentümer überall auf der Welt per SMS auf das Handy. Ferner spielt die intelligent vernetzte Gebäudetechnik eine große Rolle für die Energieeffizienz. Egal ob aus ökologischen oder ökonomischen Gründen: Durch die Optimierung und Effektivierung der eingesetzten Technik, wie Licht, Sonnen- und Kälteschutz und Klima, kann die integrierte Raumautomation einen wichtigen Beitrag zur Einsparung von Energieressourcen und höherer Wirtschaftlichkeit leisten. Die Wetterstation verwertet auch Daten für die automatische Bedienung von Fenstern und Jalousien und schließt oder öffnet diese je nach Wetterlage. Und durch die Übersicht der Visualisierung sind offene Fenster und angeschaltete Lampen auf einen Blick erkennbar und mit einem Fingertipp auf den Bildschirm leicht auszuschalten. Dadurch vermeidet der Hauseigentümer die Verschwendung wertvoller Energieressourcen und spart bares Geld. Der schonende Umgang mit Energieressourcen und der Einklang mit der Natur spielen darüber hinaus bei aller modernen Technik bei dem fortschrittlichen EIB-Haus in der Vulkaneifel eine entscheidende Rolle. Zum einen wurden viele Naturmaterialien verbaut, zum anderen sind die Außenanlagen so konzipiert, dass sie sich nahtlos in die natürliche Umgebung integrieren. Konsequent werden alternative Energien, wie Erdwärme und Solarenergie, genutzt. Durch die EIB-gestützte Vernetzung der Haustechnik können Energieressourcen effizient und kostensparend eingesetzt werden. Zukunftsweisend ist das EIB-Haus in der Vulkaneifel auch für das Arbeiten von morgen. Zeit ist in unserer schnelllebigen Businesswelt eine wertvolle Ressource. Durch die Vernetzung mit der EDV des gesamten Firmennetzwerks ist der Unternehmer jetzt auch jederzeit von zu Hause aus einsatzbereit. Hier hat er sich eine Kommunikationszentrale eingerichtet, von der er im Heim genauso präsent und handlungsfähig ist, wie im Unternehmen. Zeitersparnis und die Möglichkeit, schnell agieren zu können, sind von großem Wert und helfen Zeit sparen.

Anpassungsfähiger und eleganter Steuercomputer

Das kompakte Gerät mit nur 154mm Einbautiefe lässt sich flexibel an jedem beliebigen Ort im Wohnhaus als Wandpanel einbauen. Außerdem kann sich der Steuercomputer durch seine offene Konzeption an jede individuelle Anforderung anpassen. So stehen für verschiedene Anwendungen mehrere freie PCI- oder ISA-Steckplätze zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit, eine beliebige Grafikkarte nach Wahl zu integrieren. Bei einer Auflösung von 1280×1024 bietet das A19 mit 19″ TFT eine große Bilddiagonale und einen hohen Ablesewinkel. Das Display ist mit einer thermisch vorgespannten und entspiegelten Schutzscheibe versehen, die es sicher vor Staub und Spritzwasser schützt. Durch die gefräste Edelstahlfront lässt sich auf Wunsch auch eine kundenspezifische Gestaltung leicht umsetzen. Ausgestattet ist der Panel PC mit einer sauberen und zuverlässigen Überdrucklüftung; bei Bedarf ist ein Filterwechsel leicht von außen vorzunehmen. Für gehobene hygienische Anforderungen, wie dem Einsatz in putzintensiven Räumen, wie in der Küche oder dem Wellnessbereich, ist das hochwertige korrosionsbeständige Edelstahlgehäuse hervorragend geeignet. Ausgestattet ist der Touchpanel-Computer standardmäßig mit FDD, Festplatte und CD-ROM. Die Schnittstellen lassen sich an die individuellen Konfigurationen anpassen. Die Systemintegratoren Werner + Grebe entschieden sich für den tci Panel PC in Edelstahlausführung, weil er sich dank seiner Zuverlässigkeit, flexiblen Ausstattung und hygienischen Eigenschaften ideal für den vorgesehenen Einsatzzweck eignete. Per Touch steuern die Hausbewohner jetzt auf dem Wandpanel von tci zentral die komplette vernetzte hausinterne und externe technische Infrastruktur, wie Beleuchtung, Sicherheitstechnik und Audio-Video-Einrichtungen. Über EIB-Bus ist der Steuercomputer ähnlich einem Bordcomputer im Cockpit mit allen technischen Einrichtungen im Haus verbunden. Von der Küche aus erfolgt die automatisierte Steuerung von Beleuchtung, Jalousien, Heizung/Klima, Videoüberwachung, Multimedia-Anlagen und der Technik im Wellnessbereich, wie z.B. die Steuerung der Wassertemperatur von Schwimmbad und Whirlpool. Selbst die Beleuchtung, Pumpenanlage und Filtertechnik der groß angelegten Teich-Landschaft im Außenareal kann über den zentralen tci Steuercomputer überwacht und geregelt werden. Daneben greift die Familie durch kleinere Steuerpanels in den Räumen sowie drei mobile Steuercomputer von fast überall auf die vernetzte Haustechnik zu. So kann sie vom Wohnzimmer aus den Wellnessbereich kontrollieren und von hier aus z.B. den Whirlpool innerhalb von fünf Minuten mit Wasser auffüllen lassen.

Fazit

Den technischen Möglichkeiten eines EIB-Hauses sind kaum Grenzen gesetzt. Sie richten sich ganz nach den Ansprüchen der Menschen, die darin wohnen. Die Basis ist ein zuverlässiger und betriebssicherer Steuercomputer, der die komplexe vernetzte Technik zuverlässig zentral steuert und überwacht. Ferner muss die eingesetzte EIB-Visualisierung frei programmierbar und für den Benutzer logisch aufgebaut und selbsterklärend sein. Die Voraussetzungen in diesem Fall passten optimal, sodass das Projekt des mitdenkenden Haus in der Eifel schnell und unkompliziert realisiert werden konnte. Dabei handelt es sich um ein dynamisches, offenes Projekt. Die EIB-Anlage ist jederzeit nach den wachsenden Anforderungen der Hauseigentümer ausbau- und erweiterbar.

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige