
Vom kleinen niederländischen Startup zu einem der weltweit größten Marktplätze der Reisebranche: Die Entwicklung von Booking.com seit seiner Gründung im Jahr 1996 gilt als eine der größten Erfolgsgeschichten des digitalen Zeitalters. Reiseunterkünften aus aller Welt verschafft die Online-Plattform eine globale Reichweite und investiert zugleich in Technologien, die Reisen zu einem reibungslosen Erlebnis machen sollen. Das erklärte Ziel des Unternehmens mit Hauptsitz in Amsterdam: Es allen einfacher machen, die Welt zu erleben.
Nachhaltiger Komfort für rund 7.000 Mitarbeitende
Optimale Rahmenbedingungen hierfür schafft der Campus von Booking.com auf dem Oosterdokseiland im Herzen der niederländischen Hauptstadt, eines der größten innerstädtischen Projekte in Westeuropa der letzten Jahre. Das State-of-the-art-Gebäude umfasst auf einer Nutzfläche von 65.000m² neben Büroflächen drei Dachterrassen und drei Restaurants. Hinzu kommen informelle Sitzbereiche, gemütlich gestaltete Nischen und einsehbare Wohnzimmer. Ein Gesamtdesign, das die funktionale, transparente und vernetzte Arbeitsweise vor Ort widerspiegeln soll.

Bei seiner baulichen und technischen Konzeption stand das Gebäude ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Tausende Pflanzen – darunter allein sieben Bäume – sorgen für eine belebende Atmosphäre, natürliches Tageslicht fällt in reichlichen Mengen durch die Dach- und Fassadenfenster ein. Rund 2.500 Fahrradstellplätze in der Tiefgarage ermöglichen ein umweltfreundliches Pendeln, auf dem Dach arbeiten 832 Solarpaneele. Tief unter der Erde nutzen Wärme-Kälte-Speicher die natürliche Energie, um das Gebäude energieeffizient mit kalter oder warmer Luft zu versorgen.
KNX-Multisensorik für bedarfsabhängiges Regeln und Steuern
Im Innenbereich setzt sich der sparsame Umgang mit Energie nahtlos fort. Eine Schlüsselfunktion bilden dabei 1.272 multisensorische ATMO-Präsenzmelder des Herstellers Esylux, integriert in das KNX-Gebäudeautomationssystem. An den Decken aller offenen Büroflächen, die den weitaus größten Teil des Gebäudes ausmachen, sowie in den Konferenzräumen ist mit der Variante ATMO T die einfachste Ausbaustufe der Melder installiert. Diese verfügt über eine Sensorik zur Erfassung von Präsenz, einen Lichtsensor zur Messung der Helligkeit auf den Arbeitsflächen sowie einen Temperatursensor. Ob Altbau oder Mietwohnung: Smart Home muss nicht kompliziert sein. Mit dem MDT homeXpert® Server lassen sich Jalousien kabellos automatisieren und weitere Funktionen Schritt für Schritt ergänzen – für mehr Komfort und Energieeffizienz. ‣ weiterlesen
Mehr Komfort. Einfach smart.

Die Melder übernehmen in diesen Gebäudebereichen zunächst die Lichtsteuerung, die energieeffizient das bereits vorhandene, durch die Fenster einfallende Tageslicht nutzt. Die Beleuchtung wird nur bei Anwesenheit eingeschaltet und dann per Konstantlichtregelung nur so hoch gedimmt, wie ein vorgegebener Helligkeitssollwert und das einfallende Tageslicht es erfordern. Ist die Helligkeit des Tageslichts ausreichend, z.B. gegen Mittag, schalten die Melder die Beleuchtung aus. Dasselbe geschieht, wenn sich keine Menschen mehr an den Arbeitsplätzen befinden.
Temperatur-, Luftfeuchte und Luftgütesensor für bestes Raumklima
Der Temperatur-Sensor der Melder erfasst zugleich die Temperatur im Reflektionsbereich, also z.B. in Schreibtischhöhe. So misst er exakt den Temperaturwert, den Personen dort wahrnehmen. Auf Grundlage dieses Wertes wird die Raumtemperatur mithilfe der Klimadecken flexibel angepasst. „Wenn Menschen den Raum oder Arbeitsbereich betreten, erhöht sich die Temperatur automatisch auf komfortable 21 Grad“, erklärt Vertragsmanager Joran Lise, verantwortlich für Instandhaltung der Gebäudetechnik von Booking.com. Sind die Arbeitsplätze wieder unbesetzt, wird die Temperatur energieeffizient wieder gesenkt.

Die primäre Temperaturregelung im Gebäude erfolgt über die Lüftung, deren Auslässe in den Fußboden eingebettet sind. „Warm-, Kalt- und Lüftungsluft werden über fünf Schachtkerne im gesamten Gebäude verteilt“, so Lise. Damit auch die Frischluftzufuhr in den Arbeitsbereichen energieeffizient arbeitet und stets nur so viel Energie verbraucht, wie es aktuelle Bedarf erfordert, ließen die Verantwortlichen mit der Variante ATMO O an ausgewählten Positionen zusätzlich die höchste Ausbaustufe der Präsenzmelder installieren.
Automatische Reduzierung von VOC
Die Variante ATMO O besitzt noch zwei weitere Sensoren: Zur Messung der Luftfeuchtigkeit und zur Messung der Luftgüte. Der Luftgütesensor erfasst sogenannte flüchtige organische Verbindungen (im Englischen: volatile organic compounds, kurz VOCs). Dazu zählen Ausdünstungen etwa aus Baustoffen, Teppichen und Reinigungsmitteln, aber auch durch Lebensmittel und Menschen. VOCs sind der wichtigste Grund, ein Gebäude zu lüften. Denn in zu hoher Konzentration können sich diese negativ auf die Gemütslage auswirken und zu Kopfschmerzen, Augenreizungen und Müdigkeit führen.

Um das Raumklima stets auf optimalem Niveau zu halten, steuern die ATMO-O-Präsenzmelder entsprechend die Lüftung. Überschreitet der VOC-Anteil in der Luft die vorgegebenen Grenzwerte, wird die Frischluftzufuhr entsprechend verstärkt und anschließend energieeffizient wieder gesenkt. Dabei ergibt sich außerdem ein klassischer Mitnahmeeffekt: Denn befinden sich Menschen im Raum, steigt mit dem VOC-Anteil in ähnlichem Maße auch der CO2-Gehalt in der Luft – den die Lüftung beim Überschreiten eines bestimmten VOC-Grenzwerts natürlich ebenfalls automatisch senkt.
Optimale, BREEAM-zertifizierte Arbeitsbedingungen
Die Mitarbeitenden bei Booking.com profitieren so im gesamten Gebäude von optimalen Lichtverhältnissen und einem idealen Raumklima und das bei einer gleichzeitig energieeffizienten Umsetzung. Das Klimamanagement sei grundsätzlich keine einfache Angelegenheit, sagt Joran Lise. Schließlich arbeiten bei Booking.com Menschen aus aller Welt. Und abhängig davon, aus welchem Teil derselben jemand kommt, können 21 Grad ganz unterschiedlich empfunden werden. „Bei insgesamt etwa 10.000 bis 12.000 Menschen, die jede Woche in dem Gebäude ein- und ausgehen, erhalten wir weniger als drei bis fünf Beschwerden über Temperatur und Raumklima pro Monat. Das ist wirklich extrem wenig, deshalb sind wir sehr zufrieden.“
Das Schaffen einer Arbeitsumgebung, die für die Mitarbeitenden sozial, körperlich und geistig gesund ist, war von Anfang an ein zentrales Ziel des Gebäudekonzepts. „Wenn man für Menschen ein attraktiver Arbeitgeber sein will, muss man schließlich auch entsprechende Bedingungen schaffen“, so Lise. Um die Nachhaltigkeit von unabhängiger Seite bestätigen zu lassen, ließ Booking.com das Gebäude außerdem nach der BREEAM-Methode bewerten, dem weltweit führenden Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen. Das Ergebnis: ‚Exzellent‘.















