Gebäude- und Raumautomation am Bodensee

Das Buff Medical Resort in Konstanz beherbergt auf über 20.000m² 118 Zimmer und Suiten sowie einen 5.000m² großen medizinischen Bereich.
Das Buff Medical Resort in Konstanz beherbergt auf über 20.000m² 118 Zimmer und Suiten sowie einen 5.000m² großen medizinischen Bereich. – Bild: Winfried Heinze

Das Herzstück der technischen Infrastruktur bildet eine modular aufgebaute KNX-Architektur mit sieben autarken Teilprojekten – jedes gesteuert durch einen eigenen Gira HomeServer. Die Teilprojekte sind über Gira F1 miteinander gekoppelt, wobei ausschließlich gefilterte Informationen übermittelt werden. Und zwar nur jene, die auch für die jeweils anderen Teilanlagen relevant sind, wie z.B. die einheitliche Zeitsteuerung der Fassadenbeleuchtung. Diese technische Infrastruktur gewährleistet eine hohe Ausfallsicherheit und die vom Bauherrn gewünschte Autarkie. Selbst bei einer Störung in einem Teilprojekt bleibt die Funktionalität der übrigen Bereiche erhalten. Bedient wird die KNX-Anlage über eine Visualisierungsoberfläche, den Gira QuadClient, die auch Ärzten den Zugriff auf die Einstellparameter des Höhenklimas ermöglicht.

Gira Buff Medical Resort 05
Das Buff Medical Resort in Konstanz beherbergt auf über 20.000m² 118 Zimmer und Suiten sowie einen 5.000m² großen medizinischen Bereich.Bild: Winfried Heinze

Sichere Szenensteuerung

Für eine sichere Kommunikation innerhalb der Gebäudeautomation sorgt eine durchgängige KNX-IP-Secure-Verschlüsselung. Fernwartungsaufgaben werden per Gira S1 für jede Teilanlage datensicher realisiert. Die HomeServer sorgen u.a. dafür, dass die Helligkeit der Beleuchtung zu definierten Zeiten automatisch angepasst wird. Zur Vereinfachung der Betriebsabläufe werden die Gewerke in den Behandlungsräumen, dem Restaurant im Erdgeschoss sowie in den Flurbereichen über Szenen gesteuert. So lassen sich Beleuchtungsstärke und Raumtemperatur in großen Teilen des Gebäudes per Tastendruck in einen vordefinierten Zustand versetzen. Die Voreinstellungen definiert der Betreiber mobil per App – auch aus der Ferne.

Das Herzstück der technischen Infrastruktur bildet eine modular aufgebaute KNX-Architektur mit sieben autarken Teilprojekten – jedes gesteuert durch einen eigenen Gira HomeServer.
Das Herzstück der technischen Infrastruktur bildet eine modular aufgebaute KNX-Architektur mit sieben autarken Teilprojekten – jedes gesteuert durch einen eigenen Gira HomeServer. – Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
Ein Alleinstellungsmerkmal des Buff Medical Resorts ist die Simulation von Höhenklima in den Gästezimmern. Von den Ärzten definierte Sollwerte werden über die intuitive Visualisierungsoberfläche, den Gira QuadClient, eingetragen und direkt in das KNX System übertragen (im Bild).
Ein Alleinstellungsmerkmal des Buff Medical Resorts ist die Simulation von Höhenklima in den Gästezimmern. Von den Ärzten definierte Sollwerte werden über die intuitive Visualisierungsoberfläche, den Gira QuadClient, eingetragen und direkt in das KNX System übertragen (im Bild).Bild: SIS System Integratoren Schweiz GmbH

Smartes Raumklima trifft Präzision

Ein Alleinstellungsmerkmal des Buff Medical Resorts ist die Simulation von Höhenklima in den Gästezimmern – ein therapeutischer Ansatz und für die Behandlung notwendige Maßnahme zur Stärkung des Immunsystems. Dazu misst ein unauffällig in den Gästezimmern integrierter Sensor kontinuierlich die Sauerstoffsättigung der Luft. Diese wird über den HomeServer geregelt. Die Server dokumentieren Daten der Einstellungen des Höhenklimas. Von den Ärzten definierte Sollwerte werden per QuadClient direkt in das KNX-System übertragen. Die Gäste können in ihren Zimmern über das Multitouch Display Gira G1 u.a. die Beleuchtung, die Vorhänge, das Insektenschutzrollo des Balkons und die Raumtemperatur bedienen sowie den verordneten und eingestellten Wert des Höhenklimas ablesen. Die smarten Gira Tastsensoren in den Räumen sind benutzerfreundlich mit Symbolen gelasert. Das Designkonzept setzt auf hochwertige, langlebige Materialien: etwa das puristische Schalterprogramm Gira E2 in Schwarz matt.

Gira Buff Medical Resort 11 Gira G1 Freisteller
Gäste können über das Multitouch Display Gira G1 Raumfunktionen bedienen sowie das Höhenklima
ablesen.
Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG

Effizient und designorientiert

Auch in punkto Energieeffizienz überzeugt die Gebäudeautomation: Zimmerbuchungen werden von der Klinikverwaltungssoftware kostensparend über standardmäßig im HomeServer integrierte Schnittstellen (URL-Endpunkte) weitergegeben. So werden nur in den belegten Zimmern Beleuchtung, Raumtemperierung, Höhenklimaregelung und weitere Funktionen aktiviert. Fensterkontakte sorgen dafür, dass bei länger geöffneten Fenstern Heizung und Höhenklimaregelung automatisch abgeschaltet werden. Über einen zentralen Schalter beschriftet mit ‚Eco‘ an der Tür können Gäste ihre Zimmer beim Verlassen in einen Energiesparmodus versetzen. In den öffentlichen Bereichen des Buff Medical Resort erfassen Präsenzmelder das Nutzerverhalten und Zeitschaltuhren steuern die Helligkeit automatisch, abhängig von Tageszeit und Nutzung. Weitere Maßnahmen wie der Einsatz erneuerbarer Energien sowie anlagentechnische und bauliche Optimierungen tragen dazu bei, dass das Gebäude den KfW-Standard Effizienzhaus 55 erfüllt. Statt einen Generalunternehmer zu beauftragen, entschied sich der Investor und CEO Hans Jürg Buff bewusst für ein eng koordiniertes Projektteam mit regionalen Partnern. In regelmäßig stattfindenden Jour Fixes wurde das Projekt dynamisch weiterentwickelt und funktional angepasst. Die Aufteilung in sieben einzelne KNX-Anlagen ermöglichte eine zeitsparende, parallele Inbetriebnahme der Gebäudeautomation.