Solaranlagen sind 2018 noch lukrativer geworden

Die Preise sinken, während die Einspeisevergütung stabil bleibt.  Daher sollen Hauseigentümer die Solaranlagen nicht zu klein dimensionieren.

 (Bild: Solar Cluster Baden-Württemberg e.V.)
(Bild: Solar Cluster Baden-Württemberg e.V.)

Investieren Hauseigentümer in diesem Jahr in eine Photovoltaikanlage, rechnet sich das noch mehr. Sie profitieren zum einen von gesunkenen Preisen: Um 3 bis 5% sind handelsübliche Solaranlagen im Jahr 2017 günstiger geworden. Zum anderen ist die Vergütung für den in das Stromnetz eingespeisten Solarstrom im Januar mit 12,20ct/kWh stabil geblieben – daran wird sich wohl bald auch nicht viel ändern. Und wer seinen Strom selbst verbraucht, der hat aufgrund der gesunkenen Investitionskosten und der teilweise gestiegenen Strompreise noch mehr Gewinn als im vorigen Jahr. Dr. Jann Binder vom Solar Cluster rät daher Hauseigentümern, ihre Dachanlage möglichst groß zu dimensionieren. Die Rendite ist im Vergleich zu kleinen Anlagen genauso hoch, mit der Größe der Anlage steigt jedoch der jährliche Überschuss in Euro und die Absicherung gegen steigende Strompreise. Konkrete Berechnungen und Angebote für den Einzelfall bieten geeignete Handwerker aus der Region. Seit einigen Jahren sind viele Verbraucher der Meinung, dass sich Photovoltaik überhaupt nicht mehr rechnet. Zwar ist die Einspeisevergütung seit 2009 drastisch gesunken: Von rund 43ct pro eingespeister Kilowattstunde auf nunmehr gut 12ct. Das ist eine Reduktion um rund 70%. Im Gegenzug sind jedoch auch die Anlagen billiger geworden. Von 2009 bis Ende 2016 sanken die Kosten im Schnitt um 62%, im vergangenen Jahr kamen noch einmal mehrere Prozentpunkte dazu. Hinzu kommt: Die gefallenen Kosten haben seit 2012 dazu geführt, dass der Eigenverbrauch des Solarstroms günstiger ist als der Strom vom Anbieter. Das erhöht die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage. Fazit: Solarstrom lohnt sich nach wie vor und sichert zusätzlich gegen steigende Strompreise ab. Wer sich für eine Solaranlage interessiert, sollte sich an geeignete Handwerker aus der Region wenden. Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl ist die Ausbildung zum Solarteur bzw. zur Fachkraft für Solartechnik. Geschulte Fachleute wissen, wie Photovoltaik- und Solarthermieanlagen fachgerecht geplant werden. Elektrofachbetriebe mit einer entsprechenden Erfahrung sind ebenfalls gute Anlaufstellen. Die Fachleute erstellen eine Ertragsprognose und Amortisationsrechnung, liefern bei Bestellung die Anlage und sind für die fachgerechte Ausführung verantwortlich. Die Solarteure stellen auch den Anlagenpass aus. Auf ihn sollten die Anlagenkäufer bestehen. In dem Dokument stehen die Daten der Anlage, wie sie aufgebaut ist und dass sie ordnungsgemäß errichtet wurde. Für eine mögliche Reparatur innerhalb der sehr langen Anlagenlaufzeiten von gut und gerne 30 Jahren ist das eine wichtige Grundlage.



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