Vernetzte Lösung für die Türautomatisierung

Krankenhaus St. Joseph-Stift in Dresden

Vernetzte Lösung für die Türautomatisierung

Im Bestreben nach mehr Sicherheit vor unerlaubtem Zutritt sowie der automatisierten Überwachung und Steuerung des Gebäudeverschlusses setzt die Haustechnik des Krankenhaus St. Joseph-Stift in Dresden auf die Technologie des Gebäudeleittechnikherstellers PcVue und des Tür- und Fensterspezialisten Geze. Die ursprünglich angedachte PcVue-Insellösung wird dabei zum Allzweckwerkzeug der Haustechnik.

 (Bild: Krankenhaus St. Joseph-Stift/ Stefanie Albrecht und Elke Johna)

(Bild: Krankenhaus St. Joseph-Stift/ Stefanie Albrecht und Elke Johna)

Für die Tür- und Schleusenautomatisierung im Krankenhaus St. Joseph-Stift wird ursprünglich die Visualisierungs- und Steuerungsfunktion der vorhandenen Intercom-Anlage mitverwendet. Aufgrund weiterführender Anforderungen, insbesondere was die Möglichkeiten zeitbasierter Steuerung und der Vereinheitlichung des Datenaustauschs mit einer heterogenen Feldebene anbelangt, offenbart sich der Bedarf nach einer vollumfänglichen Leittechniklösung. Diese besteht in Form von PcVue 12.0. Die Anbindung von Türen und Schleusen verschiedener Hersteller über die Kommunikationsprotokolle OPC, ICX und BACnet schafft eine unmittelbare Vereinheitlichung. Elegant gelöst ist dabei die Anbindung von Türsystemen aus dem Hause Geze über BACnet/IP, da die PcVue-Software über eine spezielle Bibliothek mit Symbolen und Funktionsbausteinen für verschiedene Modultypen des Herstellers verfügt. Dank dieser Integration kann die Anbindung durch den Techniker vor Ort selbstständig durchgeführt werden. PcVue ermöglicht die Abbildung komplexer, gebäudespezifischer Logiken, welche aufgrund der vorliegenden Gebäudetopologie notwendig sind. Folgesteuerung und flexible Vernetzungsmöglichkeiten sind in derartigen Szenarien von grundlegender Bedeutung. Gleiches gilt für den speziellen Einsatzzweck eines Notschalters in der Notaufnahme. Weiterhin muss bei baulichen Veränderungen ein Umbau von Fluchtwegrouten jederzeit möglich sein. Dank der Verwendung einer PcVue-Entwicklerlizenz sowie der intuitiven Konfigurationsoberfläche der Software und der Schulung des Personals vor Ort ist den Mitarbeitern der Haustechnik die Umkonfiguration des Systems jederzeit möglich.

Webvisualisierung WebVue (Bild: Krankenhaus St. Joseph-Stift/Technik)

Webvisualisierung WebVue (Bild: Krankenhaus St. Joseph-Stift/Technik)

Vorteile für verschiedene Benutzerrollen

Zu den Nutzern des Systems gehören darüber hinaus aber auch medizinisches Personal und Verwaltungspersonal. Über webbasierte Thin-Clients auf 32″-Flachbildschirmen an Pforte und Notaufnahme haben die Mitarbeiter z.B. den Status des Gebäudeverschlusses jederzeit im Blick. Zu Randzeiten sind das medizinische Personal der Notaufnahme sowie die Mitarbeiter an der Rezeption berechtigt, bestimmte Alarmierungen selbstständig zu quittieren. Torsten Klotzsche, Leiter der Haustechnikabteilung, beschreibt die Anforderung an das System u.a. wie folgt: „Ziel ist es [?] den Fachabteilungen die tägliche Arbeit zu erleichtern“. Dies ließe sich vor allen Dingen durch eine Entlastung bestimmter Funktionsbereiche erreichen. Auch seine eigene Abteilung profitiert von den Funktionen des Systems. Dank der seit 2019 bestehenden 100%igen WLAN-Abdeckung des Gebäudekomplexes hat das technische Personal über Notebook und zukünftig Tablet überall und jederzeit Zugriff auf die Web-Visualisierung (WebVue), was für mobile Wartungsmitarbeiter einen entscheidenden Vorteil darstellt. Im Technikbereich steht ein weiterer Bildschirm bereit, welcher als Alarmmonitor für den Bereitschaftsdienst dient.

Einheitliche Architektur und umfangreiche Vernetzungsmöglichkeiten

Torsten Klotzsches Vision, „mit überschaubaren Investitionen eine intelligente Ansteuerung neuralgischer Informations- und Steuerungspunkte zu erreichen“, wird die Lösung insofern gerecht, als dass mit einer einfachen und doch flexiblen, zukunftssicheren Architektur die vier Hauptgebäude und vier Nebengebäude der Einrichtung verwaltet werden können. Das Leitsystem besteht aus einem PcVue-Leitrechner für bis zu 65.000 Datenpunkte, fünf Web-Clients und einer Entwicklungs- und Teststation. Alle Stationen sind untereinander vernetzt, wodurch neue Projektversionen jederzeit erstellt, bereitgestellt und verteilt werden können. Dies geschieht nahezu in Echtzeit, da Projekte vor der Bereitstellung nicht kompiliert werden müssen. Daten und Steuerungsbefehle werden aktuell über mehrere verschiedene Kommunikationsprotokolle ausgetauscht, darunter BACnet, OPC, Modbus, KNX und ICX. In die Weboberfläche des Projekts integriert ist auch der WebScheduler, die Lösung für PcVue-eigene und BACnet-basierende Zeitschaltprogramme. Mittlerweile zeigt PcVue auch Statusmeldungen der Intercom-Anlage durch die Verwendung des ICX-Protokolls an.

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Ausgabe:
PCVue GmbH
www.pcvue.de, www.geze.de

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