Sicher proben für den großen Auftritt

Der Neubau der Musikschule Lüdenscheid - mit Brandschutztechnik von Hertek.
Der Neubau der Musikschule Lüdenscheid – mit Brandschutztechnik von Hertek.Bild: Jungkurth

Jungkurth gewann die öffentliche Ausschreibung der Stadt Lüdenscheid für die Musikschule, und für Ivica Kegalj, den Projektleiter Sicherheitstechnik, stand fest: Auch bei diesem Projekt setzt er auf die Zusammenarbeit mit Hertek. Für den Bau der Musikschule war im Landesbaurecht, das für das jeweilige Bauvorhaben maßgeblich ist, eine Hausalarmierungsanlage vorgesehen. Das heißt, eine Aufschaltung zur Feuerwehr ist bei diesem Konzept nicht zwingend vorgeschrieben. In der Musikschule wurde dies allerdings schon vorgesehen. Alle Leitungen im Neubau wurden mit der örtlichen Feuerwehr für die Anbindung vorbereitet. Im Eingangsbereich befindet sich ein sogenanntes FIBS (Feuerwehr-Informations- und Bediensystem), in dem die Anzeigegeräte und Laufkarten deponiert sind. Auch dass die Brandmelderzentrale Penta über eine eigene Einhausung verfügt, erhöht das Sicherheitslevel.

Die Penta-Brandmelderzentrale ist durch eine Einhausung besonders vor Feuer geschützt.
Die Penta-Brandmelderzentrale ist durch eine Einhausung besonders vor Feuer geschützt. Bild: Jungkurth

Die passende Brandmelderzentrale

Als Herzstück der Brandmeldetechnik wurde hier die Penta 5445 installiert. Die Brandmelderzentrale ist besonders für mittelgroße Objekte mit zwei bis vier Loops geeignet. Sie verfügt über zwei 12V-Akkus mit 44Ah Leistung. Alle Penta-Brandmelderzentralen entsprechen der aktuellen Fassung der relevanten Normen der EN54-Reihe, die die Zulassung aller Komponenten im Feuerwehrumfeld beschreibt. Auch eine Zulassung vom VdS liegt für alle Komponenten vor. Für die bestmögliche Sicherheit sorgt auch die Five+ (Fire Verification)-Technologie von Hertek, die erheblich dazu beiträgt, falsche Alarme zu verhindern. Solche Täuschungsalarme stören nicht nur den Betrieb und sorgen für Unruhe, sondern sie verursachen auch erheblichen Aufwand und damit Kosten. Außerdem kann eine Anlage, die (zu) oft fälschlich alarmiert, das Vertrauen in die Sicherheitstechnik schmälern und wird schlimmstenfalls im echten Alarmfall nicht ausreichend ernst genommen.

Mit einem Feuerwehr-Informations- und Bediensystem (FIBS) im Eingangsbereich ist die Musikschule auf eventuelle Einsätze vorbereitet.
Mit einem Feuerwehr-Informations- und Bediensystem (FIBS) im Eingangsbereich ist die Musikschule auf eventuelle Einsätze vorbereitet. Bild: Hertek GmbH

Einfache Anbindung

Wichtig an der Brandmelderzentrale ist die besonders einfache Inbetriebnahme. Penta ist individuell kaskadierbar mit einer Auswahl verschiedener Grundgehäuse, optionalen Karten und Schnittstellen, z.B. für die Anbindung an Feuerwehr oder Gebäudeleittechnik. Um die Anzahl der Loops und damit den Installationsaufwand überschaubar zu halten, sind möglichst viele Komponenten auf einem Loop wünschenswert. Mit 500mA Loopstrom bietet die Brandmelderzentrale die Voraussetzung hierfür. Für die Anbindung an die Feuerwehrperipherie, wie sie in Lüdenscheid vorgesehen ist, sorgt eine optionale Feuerwehrperipheriekarte. Die Aufschaltung ist dann mit redundanter Ansteuerung und redundanten Anschlüssen sicher. Eine große Anzahl hinterlegter Logikverknüpfungen macht auch komplexe Steuerfunktionen möglich.

Mehr als 140 Melder sind im gesamten Gebäude verteilt und werden von der Penta-Brandmelderzentrale aus verwaltet.
Mehr als 140 Melder sind im gesamten Gebäude verteilt und werden von der Penta-Brandmelderzentrale aus verwaltet.Bild: Jungkurth

Die besten Signale

Als Melder wählte Projektleiter Kegalj die intelligenten Multisensormelder BIM 523 aus. Sie kombinieren die optische Raucherkennung mit einer Temperaturmessung. Ein Anstieg der Temperatur zusammen mit einer Rauchentwicklung deutet zuverlässiger auf Feuer hin als es die Messungen einzeln tun. Auch diese Sensorkombination trägt zur Reduzierung von Täuschungsalarmen bei. Im gesamten Gebäude sind über 140 der Melder installiert. Sie können auf fünf unterschiedliche Empfindlichkeiten und Betriebsarten eingestellt werden. Die LED-Zustandsanzeige ist rundum sichtbar. Die Melder entsprechen den Zulassungsnormen EN54-4 und EN54-7. Damit sind sie für die meisten Ausschreibungen geeignet. Für die Warntöne im Alarmierungsfall sorgen Sockelsirenen, die in die Loops eingebunden sind. Außerdem werden konventionelle Mehrtonsirenen verwendet.

Jederzeit gut betreut

Kegalj schätzt bei Hertek neben der Produktqualität auch den Kundenservice. Dort spricht er mit echten Menschen und bekommt auf seine Fragen eine Antwort, berichtet er. Benötigte Teile sind innerhalb von 48 Stunden bei ihm oder auf der Baustelle. Dort ist, dank vorkonfektionierter Auslieferung, auch die Montage schnell erledigt, und die einzelnen empfindlichen Komponenten werden nicht unnötig den Verschmutzungen einer Baustelle ausgesetzt. Auch Nachrüstungen oder Ergänzungen der Brandmeldesysteme in Bestandsbauten sind dank der kompletten Abwärtskompatibilität problemlos möglich. Neue Komponenten können ohne zusätzliche Hardware an bestehende Einrichtungen angeschlossen werden. Soll dann die gesamte Anlage z.B. auf eine neuere Generation der Brandmelderzentralen umgerüstet werden, machen bisher verbauten Melder und Geräte auch diesen Umzug ohne viel Aufwand mit.