Smarter Messen

Handlich wie ein Smartphone passt die Infrarot-Wärmebildkamera TV 296 in jede Hosentasche.
Handlich wie ein Smartphone passt die Infrarot-Wärmebildkamera TV 296 in jede Hosentasche. Bild: Testboy GmbH

Was wissenschaftlich klingt bedeutet vereinfacht: Es handelt sich um eine Wärmebildkamera als Prüfhilfe zur Früherkennung von sich anbahnenden Schäden. Damals war dieses Gerät nicht für jeden Techniker erschwinglich. Das änderte sich im Laufe der Entwicklung. Heute gibt es Infrarotkameras, die preiswerter als ein Smartphone sind. Das Unternehmen Testboy aus dem niedersächsischen Vechta, Anbieter von Thermografie-Produkten, hat jetzt die Testboy TV 296 kreiert – eine kleine, einfach zu bedienende, Infrarot-Wärmebildkamera. Handlich wie ein Smartphone passt das Gerät in jede Hosentasche. Trotz kompakter Größe vereint die TV 296 alle Vorteile einer großen Wärmebildkamera. Sie hat einen variabel einstellbaren Emissionsgrad, verfügt über acht Farbpaletten und 3,5″ große Touch-Farb-LC-Display. Die Hosentaschenwärmebildkamera kann mit einer echten Auflösung von 199 × 144 Bildpunkte (=27.648), einer visuellen 8-Megapixel-Kamera und einer Sensordatenerfassung von 25Hz auftrumpfen. Hinzu kommen variabel einstellbarer Emissionsgrad und USB-Schnittstelle. Zudem kommuniziert die kabellos über Bluetooth und WiFi. So ist es möglich, die Kamera per App via Wifi-VPN-Anbindung über weite Strecken zu steuern. Eine Drohne kann die TV 296 aufnehmen und quasi im Rundflug eine komplette Photovoltaikanlage überprüfen.

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Der Solarpanelprüfer TV 510 kann den maximalen Leistungspunkt und die Leerlaufspannung testen. – Bild: Testboy GmbH

Immer zur Sonne schauen

Das Thema Photovoltaik ist heute in aller Munde. Ein wichtiger Parameter im Zusammenhang mit der Erzeugung von Solarenergie ist die Leerlaufspannung. Sie bezieht sich auf die maximale Spannung, die ein Solarmodul erzeugen kann, wenn kein Strom aus dem Modul entnommen wird. Genauso bedeutend ist der maximale Leistungspunkt einer Solarzelle. An diesem Punkt produziert die Solarzelle mit der maximalen Leistung und somit mit dem optimalen Wirkungsgrad. Diese Kriterien zu überprüfen sind sinnvoll – zweckmäßig ist ebenso eine Kontrolle, bevor die Panels verbaut worden sind. Genau dafür hat Testboy ein Präzisionsinstrument zur Überprüfung von Solarpanels und zur Messung der gelieferten Leistungsabgabe entwickelt. Der Solarpanelprüfer Testboy TV 510 kann den maximalen Leistungspunkt und die Leerlaufspannung testen. Das Gerät bietet Mehrfachschutz vor Überspannungen, Übertemperatur, Überstrom und Übernennleistung. Mit diesen Funktionen lassen sich die einzelnen Panels schnell und einfach überprüfen, auch bevor diese installiert wurden. Die Spannungsversorgung läuft über das Solarpanel. Die Präzisionsmessung ist auch unter starker Sonneneinstrahlung dank eines OLED-Displays möglich. Die automatische MPPT-Erkennung komplettiert die Neuheit.

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Eine Drohne kann die TV 296 aufnehmen und im Rundflug eine komplette Photovoltaikanlage überprüfen. – Bild: Testboy GmbH

70 Jahre Erfahrung

Das Unternehmen Testboy entwickelt seit 1953 robuste und professionelle Mess- und Prüfgeräte mit den Markenzeichen Testboy, Testavit und Schuki. Angefangen hat es mit der Erfindung des Elektroinstallateurmeisters Ludwig Mers, der zu Beginn der 1950er Jahre den Durchgangsprüfer erdachte, um die tägliche Arbeit des Elektrohandwerks zu vereinfachen. Mers nennt sein Gerät Testboy. Die gegenwärtige Produktpalette an präzisen Geräten, die die verschiedensten physikalischen Größen messen, kommen heute aus Vechta. Messmethoden von Testboy finden Einsatz bei der Messung von elektrischer Spannung (V) oder elektrischem Strom (A). Die Fachwelt findet im Hause außerdem Messtechnik für Temperatur, Beleuchtungsstärke (Lux), Feuchtigkeit in Holz oder anderen Werk- und Baustoffen sowie für Kfz-Werkstätten, Durchgangsprüfer, Magnetfeldtester, berührungslose Spannungstester, Steckdosenprüfgeräte, Leitungssucher, Infrarot-thermometer und Multimeter.

Aus der Praxis für die Praxis

Ausnahmslos alle Geräte durchlaufen in der firmeneigenen Fertigung in Vechta strengen Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen. Erst danach gelangen sie auf den Weg zur Kundschaft. Überdies sind viele Geräte TÜV-/GS-geprüft und zugelassen und erfüllen die Anforderungen der Sicherheitsstufe nach CAT. Mehrere Testboy-Produkte erfüllen außerdem die Ansprüche der höchsten Sicherheitsklassifizierung CAT IV. Geschäftsführerin Brigitte Reysen erklärt stolz, dass das Fachpersonal der Firma stets alles dafür tut, das Produktspektrum den aktuellen Anforderungen von Handwerk, Industrie und Forschung durch permanente Entwicklungsarbeit anzupassen. „Lösungen anzubieten, bevor ein Problem auftaucht, ist ein gelebtes Prinzip der Testboyfamilie“, fügt Mitgeschäftsführer André Siemer hinzu.