Präsenzmelder steigern die Energieeffizienz
6.800 KNX-Komponenten für das Justizzentrum
Kaum ein anderes Großprojekt in Zürich hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie das Polizei- und Justizzentrum (PJZ). Für die effiziente Nutzung der Energie sorgt KNX in Verbindung mit über 2.800 Präsenzmeldern von Theben HTS.
Im Polizei- und Justizzentrum Zürich sorgen KNX und Präsenzmelder von Theben HTS für die energieeffiziente Gebäudesteuerung.
Im Polizei- und Justizzentrum Zürich sorgen KNX und Präsenzmelder von Theben HTS für die energieeffiziente Gebäudesteuerung. Bild: Stadt Zürich

„Um einmal das Gebäude zu umrunden, ist man zu Fuß eine gute Viertelstunde unterwegs. Und um sich in den Untergeschossen nicht zu verlaufen, braucht man einen Orientierungssinn wie ein Londoner Taxifahrer.“ So beschreibt der Projektdelegierte des PJZ, Hans-Rudolf Blöchlinger, in seinem Editorial der PJZnews Nr. 8 das Großprojekt in Zürich. 6.800 KNX-Komponenten wurden im Gebäude mitten in Zürich und nah am Bahnhof Zürich-Hardbrücke installiert und parametriert. Es besteht aus dem Verwaltungs- und dem Gefängnisteil, bietet über 2.030 Arbeitsplätze und ist ein spannendes Projekt, da es die Komplexität vieler Gebäude in sich vereint. Ende Januar 2022 nahm es den Betrieb offiziell auf. Das Gefängnis für vorläufig festgenommene Personen sowie für Untersuchungs- und Sicherheitshäftlinge kann seit April genutzt werden.

Im PJZ wurden 6.800 KNX-Komponenten mit 2.800 KNX-Präsenzmeldern von Theben HTS installiert.
Im PJZ wurden 6.800 KNX-Komponenten mit 2.800 KNX-Präsenzmeldern von Theben HTS installiert.Bild: Michael Donadel/mikadoformat.com

Keine alltägliche Arbeit für die Planer

Marco Andrist von Hefti Hess Martignoni, einer der Planer, erklärte die Komplexität auf einem Rundgang Anfang Januar 2022, kurz vor der Fertigstellung des PJZ, wie folgt: „Wir haben eine Turnhalle, eine Anlieferung, große Tiefgaragen, Küchen, Schulungs-, Sitzungs- und Garderobenräume, Büros und vieles mehr. Sogar einen Schießkeller gibt es. Die Vielfalt war für uns Elektroplaner spannend, aber zugleich eine große Herausforderung. So etwas zu planen, ist nicht alltäglich. Ein tolles Projekt.“ Klar, dass man angesichts dieser Dimensionen auch mal ins Schwärmen kommen kann. Und in der Tat, die Bauqualität kann sich sehen lassen. Wer in Zukunft ins Gebäude möchte, um sich einen Eindruck zu verschaffen, wird es nicht mehr so einfach haben. Entweder man arbeitet bei der Polizei oder Justiz, ist ein- oder vorgeladen oder wird auf die unschöne Art in seine temporäre Unterkunft im Gefängnis Zürich West begleitet.

Die Präsenzmelder sorgen im Zusammenspiel mit LED-Leuchten dafür, dass der Stromverbrauch für die Beleuchtung um rund 50% reduziert wird. – Bild: Michael Donadel/mikadoformat.com

Warum KNX?

Für den Generalunternehmer HRS Real Estate war es wichtig, dass qualitativ gute Komponenten zum Einsatz kommen. Tom Jakob, Projektleiter von HRS, macht eine einfache Rechnung: „Wir sind auch in Zukunft verantwortlich für den Unterhalt. Und wenn wir hier günstiges oder sogar billiges Material einsetzen, fällt das in den nächsten Jahren auf uns zurück. KNX ist bei HRS eine sehr etablierte Technik, und wir haben in der Vergangenheit und auch im PJZ sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Gerade die Herstellerunabhängigkeit, die Qualität und die große Auswahl an Produkten schätzen wir sehr.“ Das sind die positiven Eigenschaften, die der Generalunternehmer in der KNX-Technologie sieht. Natürlich ist für Tom Jakob auch der energieoptimierte Betrieb des Gebäudes ein wichtiges Kriterium, wozu KNX mit seinen Meldern einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Präsenzmelder steigern die Energieeffizienz

In keinem anderen Bereich kann so viel und so einfach Strom gespart werden wie bei der Beleuchtung. Dank effizienten LED-Leuchtmitteln, wirkungsvollen Sensoren und optimierter Tageslichtversorgung lässt sich der Stromverbrauch für Beleuchtung um mindestens 50 Prozent reduzieren – häufig mit einem zusätzlichen Gewinn an Qualität und Komfort. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass ohne weiteres sogar noch größere Einsparungen möglich sind. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich z.B. bei der Schweizerischen Lichttechnischen Gesellschaft SLG darüber schlau machen. Im PJZ sind rund 2.800 KNX-Präsenzmelder von Theben HTS installiert. Sie sind überall zu sehen, oder eben auch nicht. Denn für den Architekten spielte die Ästhetik der Melder eine große Rolle. Er wollte, dass alle Elemente an den Decken rund sind, also auch die Bewegungs- und Präsenzmelder. Sie sollten auch farblich passen. Theben hat deshalb viele der Melder speziell für dieses Projekt in der entsprechenden RAL-Farbe produziert. Für Robert Wolfrum, Systemintegrator von Burkhalter Technics, bieten die Melder von Theben HTS eine gute und einfach zu konfigurierende Konstantlichtregelung. Weil die gewählten Geräte trotz runder Form einen quadratischen Erfassungsbereich haben, brauchte es relativ wenige davon, was sich auch auf den in der Ausschreibung offerierten Preis ausgewirkt hat. In einem rund 60m langen Verbindungskorridor im Keller gibt es z.B. nur drei Melder, was für diese Fläche bescheiden ist.

Für eine ästhetische Innenraumgestaltung wurden viele der Präsenzmelder in RAL-Sonderfarben produziert. – Bild: Michael Donadel/mikadoformat.com

Der Preis spielt eine Rolle, aber nicht nur

Auch der Preis war für Wolfrum ein Kriterium beim Entscheid für die Melder, aber nicht nur: „Gründe für die Wahl waren für die Burkhalter Technics AG der Preis, die technischen Anforderungen in Bezug auf die Erfassungsbereiche und die Applikation. Aber natürlich spielten für uns auch die Lieferbereitschaft sowie die Erfahrung mit den Produkten in bereits realisierten Objekten eine Rolle. In den rund 20 Jahren, in denen ich nun schon als KNX-Integrator unterwegs bin, ist eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Burkhalter Technics AG und der Theben HTS AG entstanden, die auch auf gegenseitigem Vertrauen basiert.“ Der Kanton Zürich hat in dieses nachhaltige Projekt viel Geld investiert. Neben der effizienten Gebäudetechnik mit KNX wurde viel getan, um regenerative Energien nutzen zu können. So bietet eine Photovoltaikanlage auf dem Dach rund 350kW Peak-Leistung, und die Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums und der EDV-Räume sowie die Wärmerückgewinnung aus den Lüftungsanlagen tragen ebenfalls zum effizienten Betrieb des Minergie-Eco-zertifizierten Gebäudes bei.

Autor | René Senn, Raum Consulting (www.raumconsulting.ch); Unternehmen: Theben AG

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Im Polizei- und Justizzentrum Zürich sorgen KNX und Präsenzmelder von Theben HTS für die energieeffiziente Gebäudesteuerung. Bild: Stadt Zürich

„Um einmal das Gebäude zu umrunden, ist man zu Fuß eine gute Viertelstunde unterwegs. Und um sich in den Untergeschossen nicht zu verlaufen, braucht man einen Orientierungssinn wie ein Londoner Taxifahrer.“ So beschreibt der Projektdelegierte des PJZ, Hans-Rudolf Blöchlinger, in seinem Editorial der PJZnews Nr. 8 das Großprojekt in Zürich. 6.800 KNX-Komponenten wurden im Gebäude mitten in Zürich und nah am Bahnhof Zürich-Hardbrücke installiert und parametriert. Es besteht aus dem Verwaltungs- und dem Gefängnisteil, bietet über 2.030 Arbeitsplätze und ist ein spannendes Projekt, da es die Komplexität vieler Gebäude in sich vereint. Ende Januar 2022 nahm es den Betrieb offiziell auf. Das Gefängnis für vorläufig festgenommene Personen sowie für Untersuchungs- und Sicherheitshäftlinge kann seit April genutzt werden.

Im PJZ wurden 6.800 KNX-Komponenten mit 2.800 KNX-Präsenzmeldern von Theben HTS installiert.
Im PJZ wurden 6.800 KNX-Komponenten mit 2.800 KNX-Präsenzmeldern von Theben HTS installiert.Bild: Michael Donadel/mikadoformat.com

Keine alltägliche Arbeit für die Planer

Marco Andrist von Hefti Hess Martignoni, einer der Planer, erklärte die Komplexität auf einem Rundgang Anfang Januar 2022, kurz vor der Fertigstellung des PJZ, wie folgt: „Wir haben eine Turnhalle, eine Anlieferung, große Tiefgaragen, Küchen, Schulungs-, Sitzungs- und Garderobenräume, Büros und vieles mehr. Sogar einen Schießkeller gibt es. Die Vielfalt war für uns Elektroplaner spannend, aber zugleich eine große Herausforderung. So etwas zu planen, ist nicht alltäglich. Ein tolles Projekt.“ Klar, dass man angesichts dieser Dimensionen auch mal ins Schwärmen kommen kann. Und in der Tat, die Bauqualität kann sich sehen lassen. Wer in Zukunft ins Gebäude möchte, um sich einen Eindruck zu verschaffen, wird es nicht mehr so einfach haben. Entweder man arbeitet bei der Polizei oder Justiz, ist ein- oder vorgeladen oder wird auf die unschöne Art in seine temporäre Unterkunft im Gefängnis Zürich West begleitet.

Die Präsenzmelder sorgen im Zusammenspiel mit LED-Leuchten dafür, dass der Stromverbrauch für die Beleuchtung um rund 50% reduziert wird. – Bild: Michael Donadel/mikadoformat.com

Warum KNX?

Für den Generalunternehmer HRS Real Estate war es wichtig, dass qualitativ gute Komponenten zum Einsatz kommen. Tom Jakob, Projektleiter von HRS, macht eine einfache Rechnung: „Wir sind auch in Zukunft verantwortlich für den Unterhalt. Und wenn wir hier günstiges oder sogar billiges Material einsetzen, fällt das in den nächsten Jahren auf uns zurück. KNX ist bei HRS eine sehr etablierte Technik, und wir haben in der Vergangenheit und auch im PJZ sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Gerade die Herstellerunabhängigkeit, die Qualität und die große Auswahl an Produkten schätzen wir sehr.“ Das sind die positiven Eigenschaften, die der Generalunternehmer in der KNX-Technologie sieht. Natürlich ist für Tom Jakob auch der energieoptimierte Betrieb des Gebäudes ein wichtiges Kriterium, wozu KNX mit seinen Meldern einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Präsenzmelder steigern die Energieeffizienz

In keinem anderen Bereich kann so viel und so einfach Strom gespart werden wie bei der Beleuchtung. Dank effizienten LED-Leuchtmitteln, wirkungsvollen Sensoren und optimierter Tageslichtversorgung lässt sich der Stromverbrauch für Beleuchtung um mindestens 50 Prozent reduzieren – häufig mit einem zusätzlichen Gewinn an Qualität und Komfort. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass ohne weiteres sogar noch größere Einsparungen möglich sind. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich z.B. bei der Schweizerischen Lichttechnischen Gesellschaft SLG darüber schlau machen. Im PJZ sind rund 2.800 KNX-Präsenzmelder von Theben HTS installiert. Sie sind überall zu sehen, oder eben auch nicht. Denn für den Architekten spielte die Ästhetik der Melder eine große Rolle. Er wollte, dass alle Elemente an den Decken rund sind, also auch die Bewegungs- und Präsenzmelder. Sie sollten auch farblich passen. Theben hat deshalb viele der Melder speziell für dieses Projekt in der entsprechenden RAL-Farbe produziert. Für Robert Wolfrum, Systemintegrator von Burkhalter Technics, bieten die Melder von Theben HTS eine gute und einfach zu konfigurierende Konstantlichtregelung. Weil die gewählten Geräte trotz runder Form einen quadratischen Erfassungsbereich haben, brauchte es relativ wenige davon, was sich auch auf den in der Ausschreibung offerierten Preis ausgewirkt hat. In einem rund 60m langen Verbindungskorridor im Keller gibt es z.B. nur drei Melder, was für diese Fläche bescheiden ist.

Für eine ästhetische Innenraumgestaltung wurden viele der Präsenzmelder in RAL-Sonderfarben produziert. – Bild: Michael Donadel/mikadoformat.com

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