Zutrittsregelung und Videoüberwachung

Zutrittsregelung und Videoüberwachung

Unternehmen sehen sich durch steigende allgemeine Kriminalität, Wirtschaftsspionage, Sabotage u.ä. immer mehr der Gefahr ausgesetzt, Opfer eines entsprechenden Übergriffs zu werden. Hochwertige Produkte werden gestohlen, Computer mit sensiblen Firmendaten sind plötzlich verschwunden, streng geheime Entwicklungsdaten werden einfach kopiert und an die Konkurrenz verkauft usw. Im schlimmsten Fall kann daraus der wirtschaftliche Ruin eines Unternehmens resultieren. Als besonders wirkungsvoll zum Schutz der unternehmerischen Werte erweisen sich Zutrittskontroll- und Videoüberwachungsanlagen.
Zutrittskontrollanlagen steuern die Zutrittsberechtigung bestimmter Personen zu festgelegten Räumen bzw. Gebäuden und stellen so sicher, dass unberechtigte Personen keinen Zugang erhalten. Somit können z.B. Lieferanteneingänge, Verwaltungsräume, Entwicklungsbereiche u.ä. vor unberechtigtem Zutritt geschützt werden. Zugang bekommen nur jene Personen, die berechtigt sind und sich vorab zu erkennen gegeben haben, z.B. mit Karte, PIN-Code oder biometrischem Merkmal, z.B. Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. In Kombination mit anderen Sicherungssystemen, wie Einbruchmelde-, Brandmelde- oder Video-Überwachungstechniken, können komplexe Sicherungsaufgaben bewältigt werden. Aufgrund der umfangreichen Variations- bzw. Steuerungsmöglichkeiten können die Zutrittsrechte einzelner Personen oder Personengruppen zu den Sicherungsbereichen bzw. an jeder einzelnen Tür und zu allen gewünschten Zeiten vergeben und damit der Zutritt geregelt werden. So ist es z.B. möglich, dass eine bestimmte Person zu einem Lagerraum ein unbeschränktes Zutrittsrecht hat, einen zweiten Raum nur zusammen mit einer weiteren Person betreten darf und eine dritte Tür nur innerhalb bestimmter Zeitzonen, z.B. werktags oder während der Geschäftszeiten, betreten darf. Somit bietet sich durch ein Zutrittskontrollsystem die Möglichkeit, Lieferanten- und Personalmanipulationen zu verhindern bzw. zu erschweren. In Verbindung mit Video-Überwachungsanlagen lassen sich hiermit auch sehr erfolgreich ‚Austrittsüberwachungen‘ vornehmen. Ein möglicher Verlust einer Zutrittsberechtigungskarte bzw. eines ‚intelligenten‘ Schlüssels ist weniger problematisch als beim herkömmlichen Schlüsselsystem, da der verlorene Schlüssel durch Sperren im Zutrittssystem unbrauchbar – da nicht mehr zutrittsberechtigt – geworden ist. Zutrittskontrollanlagen kommen in der Praxis in unterschiedlichster Form vor, die Bandbreite reicht vom einfachen mechatronischen Schließsystem bis zum Hochsicherheitssystem. Darüber hinaus ist eine Anbindung an andere Gefahrenmeldeanlagen oder administrative Systeme wie Zeit- und Betriebsdatenerfassung problemlos möglich.

Videoüberwachung

Als Zusatznutzen zur Zutrittsregelung bietet die Videoüberwachung die Möglichkeit, Eingangsbereiche, Zufahrten sowie sensible und/oder schwer überschaubare Räume visuell zu kontrollieren. Der Vorteil der Videoüberwachung liegt darin, dass das konkrete Geschehen in einem oder mehreren Objekten gleichzeitig beobachtet werden kann. Durch diese kostengünstige Dauerüberwachung können bestimmte Ereignisse auch zur Beweissicherung festgehalten werden. Unter Einbeziehung von Videosensoren kann die Anlage selbstständig Alarme auslösen und dem Wachpersonal somit die Arbeit an den Überwachungsmonitoren durch die ereignisgesteuerte Anzeige der relevanten Bildszenen wesentlich erleichtern. Moderne Videoüberwachungssysteme verfügen über entsprechende Schnittstellen um Systeme anderer Sicherheitsgewerke (z.B. Zutrittskontrolle, Einbruchmeldetechnik usw.) intelligent und zuverlässig miteinander zu verknüpfen. Im einfachsten Fall besteht eine Video-Überwachungsanlage aus einer Kamera, einem Monitor sowie einer Leitung, die beide Teile miteinander verbindet. Natürlich lassen sich auch komplexe Anlagen mit mehreren Kameras und Monitoren, Zentralsteuerung, Bildaufzeichnung sowie einer Weiterleitung der Bildinformationen auch über größere Entfernungen, z.B. über Mobilfunk, Internet oder das Telefonnetz, zusammenstellen. Bei der Auswahl entsprechender Produkte ist eine qualifizierte Beratung und Betreuung durch Sicherheits-Fachfirmen unverzichtbar. Denn durch den Einsatz falscher Produkte bzw. durch falsche oder fehlende Planung von Sicherungsanlagen kommt es häufig zu Falschalarmen und/oder Fehlfunktionen des Systems, die dann oft zum Abschalten bzw. zur Nichtbenutzung der Anlage führen. Die im BHE organisierten Fachfirmen zeichnen sich durch Fachkenntnis und Flexibilität aus und stehen Interessenten gerne jederzeit mit ihrer Fachkompetenz zur Verfügung.

Ausgabe:
BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.
www.bhe.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Zutrittsregelung und Videoüberwachung

Unternehmen sehen sich durch steigende allgemeine Kriminalität, Wirtschaftsspionage, Sabotage u.ä. immer mehr der Gefahr ausgesetzt, Opfer eines entsprechenden Übergriffs zu werden. Hochwertige Produkte werden gestohlen, Computer mit sensiblen Firmendaten sind plötzlich verschwunden, streng geheime Entwicklungsdaten werden einfach kopiert und an die Konkurrenz verkauft usw. Im schlimmsten Fall kann daraus der wirtschaftliche Ruin eines Unternehmens resultieren. Als besonders wirkungsvoll zum Schutz der unternehmerischen Werte erweisen sich Zutrittskontroll- und Videoüberwachungsanlagen.
Zutrittskontrollanlagen steuern die Zutrittsberechtigung bestimmter Personen zu festgelegten Räumen bzw. Gebäuden und stellen so sicher, dass unberechtigte Personen keinen Zugang erhalten. Somit können z.B. Lieferanteneingänge, Verwaltungsräume, Entwicklungsbereiche u.ä. vor unberechtigtem Zutritt geschützt werden. Zugang bekommen nur jene Personen, die berechtigt sind und sich vorab zu erkennen gegeben haben, z.B. mit Karte, PIN-Code oder biometrischem Merkmal, z.B. Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. In Kombination mit anderen Sicherungssystemen, wie Einbruchmelde-, Brandmelde- oder Video-Überwachungstechniken, können komplexe Sicherungsaufgaben bewältigt werden. Aufgrund der umfangreichen Variations- bzw. Steuerungsmöglichkeiten können die Zutrittsrechte einzelner Personen oder Personengruppen zu den Sicherungsbereichen bzw. an jeder einzelnen Tür und zu allen gewünschten Zeiten vergeben und damit der Zutritt geregelt werden. So ist es z.B. möglich, dass eine bestimmte Person zu einem Lagerraum ein unbeschränktes Zutrittsrecht hat, einen zweiten Raum nur zusammen mit einer weiteren Person betreten darf und eine dritte Tür nur innerhalb bestimmter Zeitzonen, z.B. werktags oder während der Geschäftszeiten, betreten darf. Somit bietet sich durch ein Zutrittskontrollsystem die Möglichkeit, Lieferanten- und Personalmanipulationen zu verhindern bzw. zu erschweren. In Verbindung mit Video-Überwachungsanlagen lassen sich hiermit auch sehr erfolgreich ‚Austrittsüberwachungen‘ vornehmen. Ein möglicher Verlust einer Zutrittsberechtigungskarte bzw. eines ‚intelligenten‘ Schlüssels ist weniger problematisch als beim herkömmlichen Schlüsselsystem, da der verlorene Schlüssel durch Sperren im Zutrittssystem unbrauchbar – da nicht mehr zutrittsberechtigt – geworden ist. Zutrittskontrollanlagen kommen in der Praxis in unterschiedlichster Form vor, die Bandbreite reicht vom einfachen mechatronischen Schließsystem bis zum Hochsicherheitssystem. Darüber hinaus ist eine Anbindung an andere Gefahrenmeldeanlagen oder administrative Systeme wie Zeit- und Betriebsdatenerfassung problemlos möglich.

Videoüberwachung

Als Zusatznutzen zur Zutrittsregelung bietet die Videoüberwachung die Möglichkeit, Eingangsbereiche, Zufahrten sowie sensible und/oder schwer überschaubare Räume visuell zu kontrollieren. Der Vorteil der Videoüberwachung liegt darin, dass das konkrete Geschehen in einem oder mehreren Objekten gleichzeitig beobachtet werden kann. Durch diese kostengünstige Dauerüberwachung können bestimmte Ereignisse auch zur Beweissicherung festgehalten werden. Unter Einbeziehung von Videosensoren kann die Anlage selbstständig Alarme auslösen und dem Wachpersonal somit die Arbeit an den Überwachungsmonitoren durch die ereignisgesteuerte Anzeige der relevanten Bildszenen wesentlich erleichtern. Moderne Videoüberwachungssysteme verfügen über entsprechende Schnittstellen um Systeme anderer Sicherheitsgewerke (z.B. Zutrittskontrolle, Einbruchmeldetechnik usw.) intelligent und zuverlässig miteinander zu verknüpfen. Im einfachsten Fall besteht eine Video-Überwachungsanlage aus einer Kamera, einem Monitor sowie einer Leitung, die beide Teile miteinander verbindet. Natürlich lassen sich auch komplexe Anlagen mit mehreren Kameras und Monitoren, Zentralsteuerung, Bildaufzeichnung sowie einer Weiterleitung der Bildinformationen auch über größere Entfernungen, z.B. über Mobilfunk, Internet oder das Telefonnetz, zusammenstellen. Bei der Auswahl entsprechender Produkte ist eine qualifizierte Beratung und Betreuung durch Sicherheits-Fachfirmen unverzichtbar. Denn durch den Einsatz falscher Produkte bzw. durch falsche oder fehlende Planung von Sicherungsanlagen kommt es häufig zu Falschalarmen und/oder Fehlfunktionen des Systems, die dann oft zum Abschalten bzw. zur Nichtbenutzung der Anlage führen. Die im BHE organisierten Fachfirmen zeichnen sich durch Fachkenntnis und Flexibilität aus und stehen Interessenten gerne jederzeit mit ihrer Fachkompetenz zur Verfügung.

Bild: OBO Bettermann Vertrieb Deutschland
Bild: OBO Bettermann Vertrieb Deutschland
Auf der sicheren Seite

Auf der sicheren Seite

Eine steigende Zahl von Schadensfällen macht die Notwendigkeit von Überspannungsschutzmaßnahmen in Niederspannungsanlagen deutlich. Schäden durch Überspannungen entstehen nicht nur durch direkte Blitzeinschläge. Häufiger sind Schäden an elektronischen Geräten und Anlagen, die durch Überspannungen aufgrund von Blitzeinschlägen in einem Radius von bis zu zwei Kilometern Entfernung entstehen, die Ursache. Um Schäden durch Überspannungen vorzubeugen, ist gemäß VDE 0100-443 in allen neuen oder erweiterten Gebäuden sowie bei allen Elektroinstallationen seit 2016 Überspannungsschutz Pflicht.

Bild: Fluke Deutschland GmbH
Bild: Fluke Deutschland GmbH
Messung der Netzqualität bei Solaranlagen

Messung der Netzqualität bei Solaranlagen

Der Markt für erneuerbare Energien wächst rasant und stellt neue Herausforderungen an qualifizierte Techniker, die die Solaranlagen und Windparks der Zukunft in Betrieb nehmen und warten sollen. Mark Bakker, Field Application Engineer bei Fluke, geht auf die Bedeutung der Netzqualitätsmessung für Solaranlagen näher ein und erklärt die Fallstricke und korrekten Herangehensweisen im Interview.

Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH
Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH
Premiere für Cylon

Premiere für Cylon

Bauer Elektroanlagen realisiert über alle elektrotechnischen Leistungsbereiche hinweg Anlagentechnik aus einer Hand. Das Unternehmen demonstriert an seiner Berliner Niederlassung, was mit moderner Gebäudeautomation heute alles möglich ist: Der Neubau auf dem Firmengelände im Stadtteil Adlershof ist energieautark konzipiert und speist überschüssigen Photovoltaikstrom automatisch in Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ein. Sämtliche Steuerungssysteme basieren auf offenen Standards zur intelligenten Gebäudevernetzung. Als technologisches Novum sorgen dabei erstmals Lösungen von ABB Cylon.

Bild: Gifas Electric GmbH
Bild: Gifas Electric GmbH
Beleuchteter LED-Handlauf für mehr Sicherheit

Beleuchteter LED-Handlauf für mehr Sicherheit

Für die Modernisierung einer Notfalltreppe im Außenbereich eines Gebäudes der Universität Trier wurde eine effiziente und redundante Lichtlösung gesucht, die alle Normen für Treppen im öffentlichen Bereich gemäß DIN EN12464-1 und DGUV Information 208-055 erfüllt. Die Wahl fiel auf das modulare Handlaufsystem LaneLED Inox48 von Gifas, das den Anforderungen an Lichtleistung, Design und Sicherheit gerecht wurde.