Bidirektionales Laden und Energiespeichersysteme

Autoregion IHK 2821
Sabine Busse, CEO Hager Group – Bild: Hager Group

Sabine Busse, CEO der Hager Group, hat im Rahmen einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Saarland in Saarbrücken die entscheidende Bedeutung von bidirektionalem Laden und stationären Energiespeichersystemen für das Energiesystem der Zukunft hervorgehoben. Bidirektionales Laden ermögliche nicht nur einen höheren Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix, sondern trägt auch zur Stabilisierung des Stromnetzes bei. Die Technologie erlaubt es, die Batterien von Elektrofahrzeugen aufzuladen und die gespeicherte Energie bei Bedarf wieder in das stationäre Speichersystem im Gebäude oder in das Netz zurück zu speisen.

V.l.n.r.: Armin Gehl, Geschäftsführer des autoregion e.V., Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, Sabine Busse, CEO Hager Group, Carsten Meier, Geschäftsführer IHK Saarland, Johanna Kardel, Elli / Volkswagen Group Charging  GmbH, Roman Fixemer, Geschäftsführer VSE Verteilnetz GmbH und Thomas Gebhart, CEO Stadtwerke Saarbrücken Netz AG diskutierten gemeinsam die Chancen der Technologie für die Versorgungsicherheit, Netzstabilität und effiziente Nutzung von erneuerbaren Energien.
V.l.n.r.: Armin Gehl, Geschäftsführer des autoregion e.V., Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, Sabine Busse, CEO Hager Group, Carsten Meier, Geschäftsführer IHK Saarland, Johanna Kardel, Elli / Volkswagen Group Charging GmbH, Roman Fixemer, Geschäftsführer VSE Verteilnetz GmbH und Thomas Gebhart, CEO Stadtwerke Saarbrücken Netz AG diskutierten gemeinsam die Chancen der Technologie für die Versorgungsicherheit, Netzstabilität und effiziente Nutzung von erneuerbaren Energien. Bild: Hager Group

„Elektroautos sind nicht mehr nur Verkehrsmittel – sie sind mobile Energiespeicher. Mit bidirektionalem Laden können wir mehr Strom aus erneuerbaren Energien nutzen, das Stromnetz stabil halten und damit einen wichtigen Beitrag für das Energiesystem der Zukunft leisten“, sagte Sabine Busse. Johannes Hauck, Corporate Affairs Direktor der Hager Group unterstreicht in diesem Kontext die Notwendigkeit, die regulatorischen Rahmenbedingungen zu vereinfachen, um die breite Einführung dieser Technologien voranzutreiben. „Mit niedrigschwelligen lokalen Flexibilitätsmärkten und einer Gleichstellung von mobilen und stationären Speichern wird bidirektionales Laden für Endverbraucher deutlich attraktiver“, so Hauck.

Die Hager Group entwickelt und vertreibt u.a. intelligente Lösungen, mit denen Elektrofahrzeuge als Speicher für überschüssige Solarenergie genutzt und diese Energie durch bidirektionales Laden bei Bedarf ins Haus oder in das öffentliche Netz zurück gespeist werden kann. Im Januar 2024 brachte die Hager Group Marke E3/DC gemeinsam mit Volkswagen eine zertifizierte Lösung für bidirektionales Laden auf den deutschsprachigen Markt. Darüber hinaus testet das Unternehmen diese Technologien in einem Feldversuch, um weitere Erkenntnisse zur optimalen Nutzung der Systeme zu gewinnen, die Autarkie zu steigern, die Batterielebensdauer lange aufrecht zu halten und die Nutzerfreundlichkeit noch intuitiver zu gestalten.

Die Forschung der Hager Group zum Thema Netzstabilität und Flexibilisierung konzentrieren sich aber nicht nur auf bidirektionales Laden. Weitere Projekte, die die Vorteile von intelligenten Energiemanagement für Gemeinden verdeutlichen, sind Projekte mit den Stadtwerken Saarbrücken und den Stadtwerken Saarlouis sowie die vom BMWK geförderten Verbundprojekte Resigent oder Flex Chain. Das Ziel ist es, die Netzstabilität bei einer zunehmenden Nutzung von großen Verbrauchern wie Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen durch eine intelligente Steuerung zu sichern. Zusätzlich sollen neue Erkenntnisse gewonnen werden, wie Gebäude und Netz besser zusammenarbeiten können, um Lastspitzen zu vermeiden und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.