
Dass Lichtmanagement aufgrund der energetischen Einsparpotenziale sinnvoll ist, hat sich in der Industrie mittlerweile etabliert. Weniger klar dagegen ist häufig, ob die smarte Beleuchtung besser als drahtgebundene DALI-Lösung oder als funkbasiertes Bluetooth Low Energy System umgesetzt werden sollte. Für beides gibt es gute Gründe. Funkbasierte Lösungen werden in der Regel bei Sanierungsprojekten mit fehlenden DALI-Leitungen als kostengünstige Lösung präferiert. DALI-Lösungen dagegen punkten mit Funkstille, durch die es nicht zu Störungen mit anderen funkgesteuerten Maschinen und Geräten im Raum kommt. Häufig unterschätzt wird zudem die Tatsache, dass das Dimmen einer LED technisch komplex ist (Pulsweitenmodulation) und z.B. die Gefahr von Flicker und Farbverschiebungen mit sich bringt. Deshalb erfordern die Planung und Umsetzung eines zukunftsfähigen Lichtmanagementsystems für die Industrie nicht nur ein adäquates Lösungsportfolio, sondern auch eine hohe fachliche Expertise. „Mit unserem LiveLink Lichtmanagementsystem können Unternehmen zwischen funk- und kabelgebundenen Lösungen wählen. Zudem lässt sich auch der Grad der Smartness individuell festlegen, von einer einfachen Lichtsteuerung durch Sensoriken bis hin zu hochkomplexen Beleuchtungsnetzwerken mit IoT-Bausteinen, die mit der Gebäudeleittechnik interagieren“, erklärt Sebastian Ludwig, Leiter Competence Center Lichtmanagement bei Trilux.

Kosten senken, Sicherheit erhöhen – Möbelhersteller Bauwens
Für viele Unternehmen sind die Reduktion der Betriebskosten und die Verbesserung der Lichtqualität die entscheidenden Impulse zur Umrüstung auf moderne LED-Technologie. So auch beim belgischen Möbelhersteller Bauwens. Das Unternehmen suchte nach einer möglichst einfachen Lösung, um die alten Leuchtstoff- und Quecksilberdampflampen in insgesamt zwölf Produktionshallen mit einer Gesamtfläche von 70.000m² zu ersetzen. Die Entscheidung fiel auf das Lichtmanagementsystem LiveLink als DALI-Variante mit Bewegungs- und Tageslichtsensoren und eine Kombination aus Aragon Fit Hallenspiegelleuchten als IP66-Variante sowie über drei Kilometer des E-Line Lichtbandes. Durch die LED-Sanierung sinken die Energiekosten um 70 Prozent. Gleichzeitig steigt die Sicherheit: Dank der intelligenten Beleuchtungssteuerung schaltet sich das Licht nirgendwo abrupt aus. Wird der Bewegungsmelder fünf Minuten lang nicht aktiviert, dimmt das Licht im ersten Schritt auf 10 Prozent herunter, bevor es sich nach weiteren fünf Minuten vollständig abschaltet. So bleibt die Umgebung auch bei kurzen Arbeitspausen stets sicher ausgeleuchtet. Mit führenden Lösungen für Überstrom- und Überspannungsschutz erhöht Mersen die Betriebssicherheit in Industrie und Gebäuden. ‣ weiterlesen
WIR SCHÜTZEN IHRE ANLAGEN

Cloud-Anbindung und Monitoring – Online-Händler Snowleader
Der französische Online-Händler Snowleader setzte bei der Beleuchtungssanierung seines Logistik-Standorts in Versoud (FR) auf eine Kombination aus Mirona Fit Leuchten und dem Lichtmanagementsystem LiveLink Premium mit Tageslicht- und Präsenz-Sensoren. Durch die Sanierung sinkt der Energieverbrauch der Beleuchtung hier sogar um rund 84 Prozent im Vergleich zur veralteten Bestandsbeleuchtung. So amortisiert sich die neue Beleuchtung bereits nach 32 Monaten über Einsparungen bei den Betriebskosten. Zudem wurde die Beleuchtung über die LiveLink App an die Cloud angebunden und lässt sich so komfortabel online konfigurieren, steuern und überwachen. Besonders praktisch: Mit Trilux Light Monitoring werden die wichtigsten Betriebsparameter jedes einzelnen Lichtpunktes erfasst, u.a. Dimmniveau, Energieverbrauch und Schaltungshäufigkeit. Diese Daten nutzt Snowleader zur vorausschauenden Wartung. Detektiert das System einen Handlungsbedarf – etwa einen drohenden Leuchtenausfall oder zu hohe Energieverbräuche – wird die zuständige Servicestelle automatisch informiert. Diese bedarfsorientierte Wartung ist kostengünstiger als starre Wartungsintervalle und erhöht zudem die Betriebssicherheit.
IoT-Bausteine für mehr Transparenz – Logistik-Konzern Kühne+Nagel
Noch einen Schritt weiter ging der Logistik-Konzern Kühne+Nagel bei der Sanierung des Logistik-Standortes in Obergeorgswerder. Die gesamte Umrüstung erfolgte im laufenden Betrieb – ohne Beeinträchtigung der logistischen Prozesse. Auch hier kommt das Lichtmanagementsystem LiveLink Premium mit Sensoriken zur Tageslicht- und Präsenzerfassung zum Einsatz. Die vernetzte Beleuchtung (7,5km E-Line Lichtband) ist an die Cloud angebunden und wird kontinuierlich mit Predictive Maintenance überwacht. Darüber hinaus nutzt Kühne+Nagel das Beleuchtungsnetzwerk als Infrastruktur für IoT-Anwendungen. Die gewählten Leuchten verfügen über offene Zhaga-Schnittstellen, über die sich IoT-Module in das Netzwerk integrieren lassen. In Obergeorgswerder ermitteln 3D-Sensoriken die Laufwege von Personen und Fahrzeugen und stellen sie als Häufigkeitsverteilung (Heatmap) auf einem Gebäudegrundriss dar. Diese Informationen helfen dabei, eventuelle Gefahrenstellen zu erkennen und zu eliminieren. Ein Vorteil für zukünftige Anpassungen: Über freie Schnittstellen lassen sich nachträglich noch weitere IoT-Komponenten in das Beleuchtungsnetzwerk einbetten. Auch in den Außenbereichen setzt Kühne+Nagel auf LiveLink Outdoor. Durch die Lichtsteuerung sinken Energieverbrauch und CO2-Emissionen ebenso wie störende Lichtemissionen.
Wie smart soll es werden?
Viele Unternehmen nutzen eine LED-Sanierung mit Lichtmanagement primär, um ihre Energiekosten genau wie ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dabei gehen die Potenziale einer Beleuchtungssanierung weit darüber hinaus – angefangen bei der Cloud-Anbindung über Predictive Maintenance bis hin zur Integration von IoT-Komponenten. Deshalb sollten interessierte Unternehmen auf Beratung und Zusammenarbeit setzen und gemeinsam mit allen Projektbeteiligten nach der optimalen Lösung für das individuelle Projekt suchen.















