Türkommunikation von Mehrfamilienhäusern

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Bild: Legrand GmbH

Bei modernen Mehrfamilienhäusern sind Videogegensprechanlagen längst Stand der Technik. Darüber hinaus ermöglichen immer mehr Lösungen, per Smartphone und abgesicherter Internetverbindung aus der Ferne mit einem Besucher zu kommunizieren. Je nach Konfiguration und Lösung können sie auch den Schließmechanismus der Eingangstüre betätigen. Neuer ist, dass Bewohner oder gewerbliche Mieter sogar Nachrichten für ihre Besucher, Patienten, Klienten oder Boten hinterlegen können. Darüber hinaus ermöglichen es Lösungen wie z.B. die Türstation Linea 5000 with Netatmo von Bticino, einer Marke von Legrand, dass die Hausverwaltung Nachrichten für alle Bewohner und Mieter über die Türstation hinterlassen kann, etwa um Wartungstermine anzukündigen. Wichtig ist dabei ein einfach und flexibel zu handhabendes Adressmanagement in der Türstation. Vor allem in größeren Städten wechseln Bewohner häufig. Deshalb sollten diese neben der Hausverwaltung die Möglichkeit haben, die zu ihrer Wohneinheit gehörigen Namensangaben in der Adressliste zu ändern. Die Hausverwaltung muss aber ein Auge darauf haben können, um den Überblick zu behalten. Mit digitalen Benachrichtigungsmöglichkeiten und einer digitalen Adressverwaltung entfallen die handgeschriebenen Namensaufkleber und Infozettel, die das Erscheinungsbild des Eingangsbereiches beeinträchtigen.

Barrieren reduzieren

Darüber hinaus ermöglichen moderne Türstationen mehr Barrierefreiheit als bisher. Wenn RFID-Badges zur Entriegelung der Tür genutzt werden, geschieht dies berührungslos. Das erleichtert bei Eingangstüren mit Öffnungsautomatik den Zugang für Rollstuhlfahrer oder gebehinderte Bewohner zusätzlich. Außerdem lassen sich manche Displays so konfigurieren, dass die Schriftzeichen für sehbehinderte Bewohner groß und mit erhöhtem Kontrast dargestellt werden. Auch Zusatzmodule mit Induktionsschleife bieten Entwickler wie Legrand an, die Hörgeräteträgern ermöglichen, Audio-Kommunikation direkt und ohne Hintergrundgeräusche zu empfangen.

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Eine moderne Türstation sollte zu mehr Barrierefreiheit beitragen und z.B. für Hörgeräteträger mit einem Zusatzmodul eine Kommunikation ohne Nebengeräusche ermöglichen. – Bild: Legrand GmbH

Individuelle Anpassungsmöglichkeiten

Insbesondere bei Architektenhäusern ist es wichtig, dass sich das Design der Außenstation in die Gestaltung des Eingangsbereichs möglichst nahtlos integriert. Das heißt, die Türstation muss in mehreren trendigen, dezenten Designs erhältlich sein. Die Hausnummer oder Firmenlogos müssen darauf gut sichtbar angebracht werden können. Ferner muss sich eine Türstation für verschiedene Zugangstechnologien konfigurieren lassen. Mal bevorzugen Hausverwaltungen einen smarten Zugang per RFID-Transponder oder via App, Bluetooth und Smartphone. Alternativ können den Wohnungen mehrere Zugangscodes zugeordnet werden. Die zugehörige Tastatur wird in der Regel über den Touchscreen abgebildet. Alternativ sollte es aber auch möglich sein, die Türstation mit einer separaten Tastatur auszustatten. Damit Besucher bei der richtigen Wohnung klingeln, kann der Bildschirm wie ein klassisches Klingelschild die einzelnen Namen der Bewohner auf dem Touchscreen anzeigen. Bei zahlreichen Bewohnern ist es sinnvoller, dass sie die gesuchten Bewohner über eine alphabetische Adressliste finden können. Es gibt auch Häuser, bei denen gewünscht ist, dass Besucher die Wohnungsnummer wissen und eingeben müssen, damit die Bewohner anonym bleiben. Für Firmen und Arztpraxen ist es dagegen wichtig, dass Geschäftspartner, Klienten und Patienten bei ihnen ohne langes Suchen anklingeln können. Deshalb sollten gewerbliche Mieter, Praxen und Kanzleien mit ihren Logos sofort ersichtlich, z.B. an oberster Stelle erscheinen. Darüber hinaus muss es möglich sein, dass Arztpraxen eine Arztschaltung aktivieren können.

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Die digitalen Funktionen der Türstation können durch vernetzte Videoinnenstellen, wie die Classe 100 X16E von Legrand, erweitert werden. – Bild: Legrand GmbH

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Beim Design moderner Produkte liegt der Fokus auch auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Legrand stellt z.B. für einen Großteil seiner Produkte eine Umweltdeklaration, ein sogenanntes Product Environmental Profile zur Verfügung, das der EN50693 :2019 entspricht. Solche Zertifikate geben Auskunft über die Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. Darin ist z.B. angeben, ob und in welchem Maße recyceltes Material verwendet wurde, wie energieeffizient das Produkt arbeitet, wie gut es nach der Nutzungsdauer zerlegbar ist und welche Materialien davon wie in den Kreislauf zurückgeführt oder entsorgt werden müssen. Die Öffentliche Hand, aber auch immer mehr Unternehmen legen Wert auf solche Umweltzertifikate. Die digitale Türstation Linea 5000 verfügt über dieses Umweltzertifikat und ist auf Effizienz ausgelegt. So wird der Bildschirm nur bei Bedarf eingeschaltet, wenn der integrierte Näherungssensor eine herannahende Person erkennt. Helligkeitssensoren passen die Helligkeit des Bildschirms an aktuelle Lichtverhältnisse an, was Energie einspart, ohne den Komfort zu schmälern. Darüber hinaus besteht der Abdeckrahmen zu 60 Prozent aus recyceltem Aluminium und alle Komponenten lassen sich für das Recycling oder für Reparaturen leicht trennen.

Für Eigentumswohnanlagen bieten sich auch Videoinnenstellen an, mit denen Bewohner die Sprechanlage sowie die Hausautomation am Gerät oder per Smartphone bedienen können.
Für Eigentumswohnanlagen bieten sich auch Videoinnenstellen an, mit denen Bewohner die Sprechanlage sowie die Hausautomation am Gerät oder per Smartphone bedienen können.Bild: Legrand GmbH

Einfache, effiziente Installation

In der Regel basieren Gegensprechanlagen auf Zweidrahtleitungen. Deshalb sollte auch eine Hightech-Türstation über eine Zweidraht-Busverbindung mit den Innenstationen der Wohn-, Praxis- oder Büroeinheiten des Gebäudes verbunden sein. Das erleichtert die Installation bei vorhandener Verdrahtung. Damit die Videosignale der hochauflösenden Kamera der Außenstation sauber an die angeforderte Innenstelle übertragen werden, sind zusätzlich auf jeder Etage Videoverteiler notwendig. Parallel dazu können intelligente Türstationen z.B. per WLAN oder LAN (RJ45-Anschluss) mit dem Internet verbunden werden. So haben die Nutzer die Möglichkeit, per abgesicherter App übers Internet auf die Türstation zuzugreifen. Installateure erhalten eine separate App zur Konfiguration des Systems. Über sie können z.B. Adresslisten konfiguriert und den Wohneinheiten zugeordnet werden. Außerdem lassen sich Funktionen aktivieren und deaktivieren, um z.B. festzulegen, welche Zugangstechnik genutzt werden soll. Wer die einzelnen Wohneinheiten lieber auf klassische Weise zuordnen möchte, kann dies über Widerstände an den Innenstationen bewerkstelligen. Einige Hersteller arbeiten hier mit Dip-Schaltern, Software oder Vorort-Programmierung mittels Tastendrucks. Legrand verwendet dafür steckbare Präzisionswiderstände. Die kann der Installateur vorab in seiner Werkstatt in die Innenstationen einstecken. Nachdem er die Innenstationen vor Ort installiert hat, kann er an der Türstation den einzelnen Wohnungen bestimmte Namen, Codes oder Badges zuordnen.

Die passenden Innenstellen

Alle 2-Draht-Innenstellen sind mit der Türstation kompatibel und es kann zwischen Audio- oder Videoversionen gewählt werden. Manche Video-Innenstellen lassen sich per WLAN mit dem Internet, der zugehörigen App und dem Smartphone verbinden. Dann ist es möglich, dass Anwender aus der Ferne per Smartphone und sicherer App die Haustür öffnen, die Kamera der Türstation aktivieren und Gespräche mit Besuchern am Eingang führen können. Die Innenstation sollte ein zeitgemäßes Design besitzen. Außerdem erleichtern ergonomisch angeordnete Tasten und eine intuitive Menüführung die Handhabung. Eine passende Videoinnenstelle für die Linea 5000 ist die Classe 100 X16E von Legrand. Mit der Home + Security App ist es möglich, neben den Funktionen der Videosprechanlage auch die Security-Produkte der Netatmo-Familie wie Sicherheitskameras im Innen- und Außenbereich oder Rauchmelder in ein einfaches und schnelles Smart-Security-System einzubinden. Für moderne Eigentumswohnanlagen ist es sinnvoll, den Eigentümern alternativ zur reinen Videoinnenstation eine Innenstelle zur Auswahl anzubieten, mit der sie zudem die Hausautomation ihrer Wohneinheit steuern können. Die Videoinnenstelle Classe 300EOS with Netatmo integriert z.B. einen MyHome-Hausautomationsserver sowie den Alexa-Sprachassistenten von Amazon. So können die Bewohner über die App Home + Control oder Alexa die Beleuchtung, Rollläden sowie Szenarien abrufen und die Temperatur in den Räumen regeln. Auch das Soundmanagementsystem von Sonos lässt sich einbinden. Da unterschiedliche Apps verwendet werden, sind die Sprechanlagen- und Smart-Security-Funktionen von den Komfortfunktionen der Hausautomation getrennt. Sie lassen sich aber alle mit einem Smartphone oder über die Videoinnenstelle bedienen. Damit erstreckt sich die Digitalisierung vom allgemein zugänglichen Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses je nach Anspruch bis in die einzelnen Wohnungen und verbessert dort Sicherheit und Komfort.