
Der Hersteller Siedle verfügt über langjährige Erfahrung in der IP-Türkommunikation: Mit dem System Siedle Access ist das Unternehmen seit mehr als zehn Jahren im Markt und hat zahlreiche internationale Projekte umgesetzt. Auch gibt es mit dem Smart Gateway seit Jahren eine Schnittstelle zu Netzwerk-Applikationen und mobilen Diensten mit der Siedle App. Gleichzeitig steht Siedle für seine klassische Zwei-Draht-Türstationen, die über Jahrzehnte hinweg im Einsatz sind. Die Entscheidung für IP als Basistechnologie für das neue System sei kein Bruch mit der Tradition der klassischen Türkommunikationssysteme, sondern ein Schritt in die Zukunft, erklärt das Unternehmen. Siedle IQ verbindet Technik mit nutzerfreundlichen Apps und einer cloudbasierten Plattform, die speziell auf die Anforderungen von Elektrofachbetrieben zugeschnitten ist. Kernstück des Systems ist die IQ Plattform. Dort sind Elektriker, Bewohner, Verwalter und Geräte miteinander vernetzt. Sie bildet den gesamten Projektablauf digital ab: Von der Planung und Vorkonfiguration bis zur Fernwartung im laufenden Betrieb. Elektroinstallateure verwalten ihre Projekte zentral, prüfen Gerätestatus, passen Konfigurationen an oder starten Anlagen neu.

Zukunftssichere Lösung auf Basis etablierter Technologie
IP-basierte Systeme bieten eine standardisierte und zukunftssichere Lösung auf Basis etablierter Netzwerktechnologie – ideal auch für IoT-Anwendungen. Dank strukturierter Gebäudeverkabelung nach Norm sind sie einfach zu installieren und erfordern keine Spezialkenntnisse. Die Systeme sind cloudfähig, skalierbar und ermöglichen zentrale Fernwartung sowie mobile Inbetriebnahme über das Smartphone. Nutzer profitieren von intuitiver Bedienung, hoher Audio-/Videoqualität sowie einem hohen Maß an Datenschutz und Energieeffizienz. Und nicht zuletzt ist da die über zehnjährige Erfahrung, die man mit IP-Lösungen hat. Dieter Michel, Leiter Produktmanagement bei Siedle, erläutert im Gespräch die Chancen und Herausforderungen der Technologie.

Was macht IP-Technologie für die Gebäudekommunikation so interessant?
Dieter Michel: IP ist heute die Basis für viele Anwendungen in der Gebäude- und Kommunikationstechnik. Die Technologie ist weltweit standardisiert, bewährt und bietet eine enorme Flexibilität: sowohl bei der Installation als auch im laufenden Betrieb. Für uns bei Siedle ist entscheidend, dass IP-Systeme sich direkt mit anderen Kommunikations- und Automationslösungen im Gebäude oder im Internet vernetzen lassen, ohne zusätzliche Hardware wie Gateways. Ein weiterer Vorteil liegt in der Infrastruktur: IP nutzt eine strukturierte Gebäudeverkabelung nach europäischer Norm, die unabhängig von einzelnen Herstellern funktioniert. Das erleichtert die Arbeit bei Planung und Installation auf der Baustelle und macht die Technik für viele Fachbetriebe zugänglich. Mit führenden Lösungen für Überstrom- und Überspannungsschutz erhöht Mersen die Betriebssicherheit in Industrie und Gebäuden. ‣ weiterlesen
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Welche Rolle spielt die Cloud in diesem Zusammenhang?
Dieter Michel: Die Cloud eröffnet neue Möglichkeiten, etwa bei der Fernwartung, bei Sicherheitsupdates oder bei der Erweiterung von Funktionen. Systeme wie Siedle IQ lassen sich dadurch nicht nur einfacher skalieren, sondern auch effizienter betreiben. Die Plattform ermöglicht den Re-motezugriff, die Statusüberwachung und Alarmmeldungen sowie die zentrale Verwaltung auch über große Distanzen hinweg. Das ist besonders interessant für Verwalter oder Betreiber mit mehreren Liegenschaften.
Gibt es auch Herausforderungen, die mit IP einhergehen?
Dieter Michel: IP bringt viele Vorteile, aber auch neue Anforderungen. Ein Beispiel ist die Energieeffizienz: IP-Systeme benötigen im Betrieb mehr Energie als klassische Analoglösungen. Ein großer Teil unserer Entwicklungsarbeit fließt daher in die Optimierung des Energieverbrauchs, damit wir nicht nur leistungsfähig, sondern auch nachhaltig bleiben. Auch die Sicherheit spielt eine zentrale Rolle. Die Systeme müssen den Vorgaben der EU zu Cyber Security und Datenschutz entsprechen. Das ist technisch anspruchsvoll und erfordert eine kontinuierliche Pflege. Und nicht zuletzt entstehen durch die Nutzung von Cloud-Diensten laufende Kosten, die zumindest teilweise an die Nutzer weitergegeben werden müssen. Hier braucht es transparente Modelle und eine gute Kommunikation.
Wie profitieren Handwerker und Endanwender konkret von IP?
Dieter Michel: Für das Handwerk bedeutet IP vor allem eines: Vereinfachung. Die Anschlusstechnik ist standardisiert, die Komponenten lassen sich mit vertrauten Werkzeugen installieren und die Inbetriebnahme gelingt auch über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets. Das spart Zeit und macht die Technik auch für Nachwuchskräfte in den Elektrounternehmen zugänglich. Endanwender profitieren von der intuitiven Bedienung, der flexiblen Steuerung und dem Komfort, den IP ermöglicht: Etwa durch mobile Gegensprechfunktionen oder die Integration in Smart-Home-Systeme. Und das alles auf Basis einer Infrastruktur, die sich leicht erweitern und anpassen lässt. Siedle ist bekannt für seine Zwei-Draht-Technik.
Wie passt IP in diese Tradition?
Dieter Michel: Wir sehen IP nicht als Gegensatz, sondern als Ergänzung oder besser konsequente Weiterentwicklung. Unser Zwei-Draht-System steht für Qualität, Langlebigkeit und Stabilität und es bleibt ein wichtiger Bestandteil unseres Portfolios. Mit Siedle IQ und der Erfahrung aus über zehn Jahren mit Siedle Access und Smart Gateway bringen wir nun ein neues IP-System auf den Markt, das diese Werte in die digitale Welt überträgt. Es ist einfach, sicher, praxisgerecht und ausgerichtet auf die Zukunft – genau wie unsere Kunden es erwarten.















