Förderschule Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Barrierefreies Vorbild

Förderschule Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Barrierefreies Vorbild

Ein Gebäude muss sich an den Bedürfnissen der Nutzer ausrichten und nicht die Nutzer sich an den Grenzen, die ihnen das Gebäude setzt. Dieser Leitsatz gilt exemplarisch für den Neubau der Förderschule Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Mithilfe der LCN-Gebäudeleittechnik wurde hier ein Vorbild in Sachen Kombination von individuellen Anforderungen, Komfort und Energieeffizienz geschaffen. Ein Gebäude so individuell wie möglich und dabei trotzdem so effizient wie nötig.
An der privaten Förderschule Wittekindshof in Bad Oeynhausen werden seit über 120 Jahren Kinder und Jugendliche mit unterschiedlich schweren geistigen und körperlichen Behinderungen unterrichtet. Die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler und die pädagogischen Konzepte sind in der Vergangenheit oft an räumliche Grenzen gestoßen, weil die Gebäude nicht barrierefrei, zu klein und unflexibel waren. Mit dem im Sommer 2011 fertiggestellten Neubau mit integrierter LCN- Gebäudeleittechnik wurden diese Hürden nun ausgeräumt.

Farbige Akzente zur besseren Orientierung

Aufgrund der Hanglage des neuen Schulgrundstücks verfügt das viergeschossige Gebäude über Eingangsbereiche auf zwei verschiedenen Ebenen. Der Haupteingang befindet sich auf dem Niveau der 2. Etage, ein weiterer Eingang auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite auf dem Level des Erdgeschosses. Die Bereiche um die Fensterfronten herum wurden mit farbigen Akzenten versehen, die sich auch im Innenbereich wiederfinden. Die Farbgestaltung soll zusätzlich die Orientierung innerhalb des Schulgebäudes erleichtern.

347 LCN-Busmodule verbaut

Alle 15 Klassen- und Gruppenräume der neuen Förderschule wurden unterschiedlich gestaltet und ausgestattet und lassen sich individuell an die aktuellen Bedürfnisse der jeweiligen Lerngruppe anpassen. Um eine effiziente und effektive Nutzung des Gebäudes zu gewährleisten, wurden im Schulgebäude mit seinen 209 Räumen insgesamt 347 LCN-Busmodule verbaut. Über Taster lassen sich in allen Räumen Beleuchtung sowie Verschattung bedarfsbezogen steuern. Zusätzlich sorgen verbaute Sensoren für eine komfortable und energieeffiziente Nutzung. In allen Räumen wurde eine Belegungserkennung und Beleuchtungssteuerung mittels Bewegungsmelder LCN-BMI und LCN-GBL realisiert. In Räumen mit Außenlicht erfolgt die Beleuchtungssteuerung dank der Lichtsensoren LCN-LSH und LCN-GBL helligkeitsabhängig, bei geschalteter Beleuchtung wie in Fluren oder Treppenhäusern ist eine Freigabe mittels Schwellwert eingerichtet. In den Unterrichts- und Werkräumen erfolgt eine Betriebs- und Standby-Schaltung durch Schlüsseltaster. Dies betrifft Raumfunktionen wie beispielsweise Beleuchtung und Steckdosen. So wird gewährleistet, dass nur so viele Verbraucher eingeschaltet sind, wie auch gerade in dem spezifischen Raum benötigt werden.

Energieeffizienz und Sicherheit ohne Komfortverlust

Die Verschattung erfolgt im Wittekindshof über außenliegende Jalousien. Sie sind raumweise manuell bedienbar, aber zusätzlich einigen Sammelkommandos untergeordnet. So sorgt die LCN-Wetterstation bei hohen Windgeschwindigkeiten für ein automatisches Hochfahren der Jalousien, um diese vor möglichen Schäden zu schützen. Die über den Binärsensor angebundene Brandmeldeanlage kann im Notfall ebenfalls ein Hochfahren der Jalousien auslösen. Bei Nichtnutzung des Gebäudes während der Ferien, an Wochenenden oder Feiertagen hingegen werden alle Jalousien automatisch geschlossen, um ein Optimum an Energieeinsparung zu erzielen. Die Kombination aus diversen Zeitschaltuhr-Funktionen und einer manuellen Zentralsteuerung macht das LCN-System besonders bedarfsorientiert und benutzerfreundlich.

Visualisierung und Steuerung

Mithilfe der Visualisierungssoftware LCN-GVS kann das komplette Schulgebäude übersichtlich dargestellt und gesteuert werden – und das jederzeit und von überall. Dies betrifft sowohl den Status der elektronisch verriegelten Außentüren – diese wurden mittels Binärsensor LCN-B8L an das System gekoppelt – wie auch Meldungen von Untersystemen wie ELA, BMZ und SBA. Durch die Schnittstelle LCN-PCHK bzw. LCN-PCHKL ist jederzeit ein Fernwartungszugriff möglich. Ergänzend kann der Ereignismelder SMS an zuvor festgelegte Nummern senden.

Grenzenlos und zukunftssicher

Barrierefrei wie das neue Schulgebäude ist auch das LCN-Bussystem. Die Technik ist geradezu grenzenlos und kann jederzeit beliebig erweitert und an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Egal ob Benutzer- oder Zugangskontrolle, Einbindung von Transpondern, Lichtszenarien oder Heizungs- und Lüftungssteuerung – das System wächst mit seinen Anforderungen.

ISSENDORFF KG
www.lcn.de

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