
Diese Situation kennen viele Betreiber: Bei Änderung der Ansprüche an das Gewerk eines jeglichen Gebäudes ist man auf der Suche nach deren bisherigen Engineering-Dokumentationen. Meist stehen diese in zu Baubeginn festgelegten Formaten (PDF, Word, Excel, DWG, RVT, XML, AML, etc.) zur Verfügung. Doch strukturiert, zentral zugreifbar und vor allem mit aktuellen Stand sind diese Dokumentationen zumeist leider nicht. Zum daraus resultierenden Überdruss gesellt sich nicht selten, dass die zu den Dokumentationen anhängige unüberschaubare Anzahl an verschiedenen Medien (wie Dokumente, Filme, Genehmigungspapiere) nicht auffindbar sind. Somit bleibt dem Gebäudebetreiber nichts anderes übrig, als eine Bestandserfassung durchzuführen, die zeitaufwendig, teuer und zumal unnötig ist, wenn man doch weiß, dass jegliche Information schon einmal innerhalb der Wertschöpfungskette bei einem am Projekt Beteiligten vorlag. Um zu einer für den Betrieb optimalen Dokumentation zu kommen, bedarf es doch augenscheinlich einer besseren Beschreibung der Anforderungen, einer Minimierung von Datenformaten sowie einer optimierten Datennutzung.
Der Dokumentation Struktur verleihen
Für eine optimale Inbetriebnahme und den anschließenden fortlaufenden Betrieb eines Gebäudes ist Eplan im Bereich Electrical Engineering durchgängige Datenbasis über die gesamte digitale Wertschöpfungskette. Dabei werden die elektrische Energieerzeugung, -verteilung und -speicherung im Gebäude sowie die Gebäudeautomation effizient und integrativ geplant. Somit beginnt die digitale Wertschöpfungskette bereits in den frühen Leistungsphasen: Während der Spezifikation aller Anforderungen werden Struktur und Kennzeichnungssysteme festgelegt. In weiteren Phasen folgen Anlagenkonzept, Mess- und Regelschemen, Funktionslisten und dazugehörige Stromlaufpläne. Dazu findet das Datenmanagement in einer durchgängigen Datenplattform statt, die über die gesamte Wertschöpfungskette immer weiter angereichert wird. Mittels standardisierten Schnittstellen kommuniziert die Eplan Plattform mit Systemen der vorhandenen IT-Infrastruktur beim Kunden. Projektinformationen mit externen Projektbeteiligten werden unter Beachtung von Benutzerrechten mittels Kollaborationstechnologie synchronisiert. Mit führenden Lösungen für Überstrom- und Überspannungsschutz erhöht Mersen die Betriebssicherheit in Industrie und Gebäuden. ‣ weiterlesen
WIR SCHÜTZEN IHRE ANLAGEN

3D-Modell schafft Planungssicherheit und -flexibilität
Schließlich wird auf der Basis der Planungsdaten und der Nutzung von Herstellerinformationen aus einem von Herstellern gepflegten Portal ein virtuelles 3D-Modell (der digitale Zwilling) des Schalt- oder Steuerungsschranks konstruiert. Anhand dieses digitalen Zwillings bespricht der Schaltschrankbauer gemeinsam mit dem Auftraggeber die Konstruktion. Das verbessert das Verständnis des Kunden bezüglich der Platzierung von Komponenten im Schaltschrank sowie der Verdrahtung und macht schnell etwaige mögliche Kollisionen sichtbar, wenn der Kunde kurzfristig umplanen möchte. Weiterhin verkürzt es deutlich die Prüf- und Freigabeprozesse. Der eigentliche Nutzen des 3D-Modells liegt aber darin, die mechanische Fertigung im Schalt- bzw. Steuerungsanlagenbau zu verbessern. Daten des 3D-Modells werden an Fertigungsmaschinen übergeben. Mit diesen Informationen wird die maschinelle Fertigung von maßgenauen Ausschnitten für Bauteile in Türen oder Seitenwänden der Schränke umgesetzt. Weiterhin dienen die Daten aus dem 3D-Modell dazu, um Montageplatten maschinell zu bohren oder zur Vorkonfektionierung von Kabeln für die Verdrahtung. Am Ende werden alle Daten aus dem Eplan Projekt, welches in der Spezifikation gestartet und über die gesamte Wertschöpfungskette mit Informationen immer weiter angereichert wurde, mit dem realen Schaltschrank verheiratet. So greifen Servicetechniker während der Inbetriebnahme oder bei der Wartung und Instandhaltung mittels eines am Schaltschrank oder an der Feldkomponente angebrachten QR-Codes auf aktuelle Daten aus der Planung und Konstruktion zu. Anpassungen und Änderungen werden während der Inbetriebnahme oder des Betriebs direkt vor Ort digital im Projekt dokumentiert und anschließend aktualisiert. Der schnelle Zugriff via QR-Code auf die stets aktuelle, elektronisch hinterlegte Dokumentation macht sich bei Störungen oder Systemausfällen bezahlt. Zudem werden Ausfallzeiten reduziert.
Transparenter Gebäude-Lifecycle
Das Zusammenspiel verschiedener Eplan Softwarelösungen und Serviceleistungen zur Unterstützung bei der Erstellung von Zulieferrichtlinien sowie dem Angebot von Schalt- bzw. Steuerungsschränken sowie Maschinen von Rittal sind die Grundlage der durchgängigen digitalen Wertschöpfungskette von der Spezifikation bis zur Wartung und Instandhaltung im Electrical Engineering. Zyklen für die Inbetriebnahme werden dadurch verkürzt und die Aktualität der Dokumentation nach Projektabschluss und während des laufenden Betriebs gewährleistet.
Planen, um zu betreiben
Das Unternehmen Eplan besitzt einen hohen Bekanntheitsgrad und seine Software wie digitalen Lösungen eine weitreichende Verbreitung im Bereich der industriellen Automatisierung. Bei zahlreichen Unternehmen wird dieses Eplan Portfolio als Werkzeug in den Zulieferrichtlinien verlangt bzw. vorgeschrieben. Im Jahr 2020 wurde bei Eplan das Vertical Market Management installiert. Hintergrund ist, dass die Lösungen von Eplan, nebst ihrem Einsatz in der industriellen Automation, in vielfältiger Form auch in anderen Branchen Verwendung finden. So wird das Portfolio über das Vertical Market Management u.a. auch entsprechend der Branche Gebäudetechnik kontinuierlich optimiert, um die Anforderungen derer Kunden noch besser in die Eplan Lösungen zu integrieren.















