
Über die Oberfläche der LiveLink One App lassen sich Beleuchtungsnetzwerke einrichten, steuern und überwachen. Mit wenigen Klicks wird das Netzwerk mit der Cloud verbunden, sodass Nutzer jederzeit und ortsunabhängig den Überblick über das gesamte System behalten. Lichtpunkte können konfiguriert, gruppiert und ferngesteuert werden, was Flexibilität bietet. Darüber hinaus eröffnen cloudbasierte Systeme durch erweiterte Funktionen zahlreiche Möglichkeiten für Dienstleistungen – und schaffen so Geschäftsfelder für Elektroplaner und Installateure.
1. Lichtpunkte überwachen, Wartung optimieren
Eine praktische Cloud-Anwendung ist die sogenannte vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance). Beim Trilux Light Monitoring z.B. werden die Betriebsparameter jedes einzelnen Lichtpunktes online überwacht, darunter Energieverbrauch, Schaltzustand und Dimm-Niveau. Durch die kontinuierliche Analyse der Daten können auffällige Leuchten identifiziert werden, bevor es zu einem Ausfall kommt. Unter dem Strich ist die vorausschauende Wartung kostengünstiger als klassische starre Wartungszyklen. Sie reduziert auch die Gefahr eines unvorhergesehenen Leuchtenausfalls und senkt so das Risiko von Betriebsunterbrechungen. Das System arbeitet dabei weitgehend selbständig: Automatisierte Fehlermeldungen informieren Betreiber oder die zuständigen Service-Unternehmen – etwa Elektrobetriebe – per E-Mail, z.B. bei Leuchtenfehlern oder beim Erreichen einer bestimmten Betriebsdauer. Dank der präzisen Lokalisierung auf einem Gebäudeplan kann die Fehlerbehebung zielgerichtet erfolgen.

2 . Notlichtbeleuchtung – automatisierte Prüfroutinen, Dokumentation
Im Ernstfall spielt die Notbeleuchtung eine essenzielle Rolle, um Leben zu retten. Deshalb muss sie jederzeit funktionsbereit sein. Bislang waren die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung, Wartung und Überwachung der Systeme mit einem hohen zeitlichen und personellen Aufwand verbunden. Das hat sich durch die Digitalisierung grundlegend verändert. In der DIN EN 1838 (Anforderungen an die Notbeleuchtung), in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und in der Musterbauordnung (MBO) fordert der Gesetzgeber u.a. eine monatliche Funktionsprüfung der Notlichtbeleuchtung, sowie eine jährliche Betriebsprüfung der Beleuchtung unter Volllast. Zudem müssen alle Prüfungen rechtssicher dokumentiert werden. Insbesondere bei einzelbatteriebetriebenen Systemen sind die klassischen Prüfungen vor Ort und die manuelle Dokumentation zeitaufwändig und kostenintensiv. Deutlich einfacher geht es mit cloudbasierten Lösungen wie dem Emergency Light Monitoring (ELMo). Die Vernetzung und Cloud-Anbindung des Notlichtsystems erfolgen analog zur normalen Beleuchtung. Über die ELMo-Benutzeroberfläche können Nutzer anschließend online jeden Notlichtpunkt auf einem Flurplan auswählen und über ein Drop-Down-Menü die vorgeschriebenen Prüfabläufe und -zyklen konfigurieren. Einmal eingerichtet, werden die Prüfroutinen automatisch online in den gewünschten Intervallen durchgeführt, die Ergebnisse rechtssicher dokumentiert und in der Historie hinterlegt. Besteht Handlungsbedarf, informiert das System die zuständige Servicestelle. Da die Online-Prüfung der Notlichtbeleuchtung in der Regel einfacher und kostengünstiger ist als die herkömmliche analoge Methode, gewinnt sie im Markt an Bedeutung. Besonders wichtig: Notlichtsysteme sind ausschreibungsrelevant. Planer und Installateure mit dem entsprechenden Fachwissen können Interessenten fundiert beraten und die entsprechenden Dienstleistungen anbieten.

3. Intelligente Gebäudeverwaltung durch Sensordaten
Vorteile bietet die Cloud auch in Hinblick auf die Datenanalyse. Bereits die Daten aus den Bewegungsmeldern bieten wertvolle Einblicke in die Nutzung des Gebäudes. Dazu werden die Aktivitäten jedes einzelnen Sensors kumuliert und auf einem Gebäudeplan als Häufigkeitsverteilung (Heat Map) dargestellt. Diese so genannten Motion Sensor Bubbles helfen dabei, die Auslastung von Meeting-Räumen oder flexiblen Arbeitsplätzen (hot desks) in New-Work-Umgebungen zu optimieren. Weitere Möglichkeiten bieten Beleuchtungssysteme mit offenen IoT-Schnittstellen. Über sie lassen sich IoT-Bausteine in das Beleuchtungsnetzwerk integrieren, z.B. Sensoriken oder Kameras – und das auch nachträglich während des laufenden Betriebs.
Neue Technologien, neues Wissen, neue Geschäftsmodelle: Trilux unterstützt Anwender mit seinem Lösungs- und Leistungsportfolio bei der fortschreitenden Digitalisierung und trägt das erforderliche Fachwissen durch Kurse an der hauseigenen Akademie in den Markt. Aktuelle Angebote sind z.B. das E-Handwerker-Update 2024 mit Infos zur neuen DIN EN 1838 (Notbeleuchtung) und DIN EN 50127 zu Sicherheitsbeleuchtungsanlagen. Details, Termine und weitere Kurse unter: https://tedo.link/gmq3co

















