Raumklima- und Luftgütesteuerung

Luftdruckkompensierter CO2-Messwert

Raumklima- und Luftgütesteuerung

Befinden sich viele Menschen auf engem Raum hat das automatisch Auswirkungen auf das Raumklima. Vor allem in Schulen, Krankenhäusern oder öffentlichen Einrichtungen wie Messen und Kinos ist „gute Luft“ Voraussetzung für Leistungsfähigkeit, Behaglichkeit und Gesundheit.
Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit am Arbeitsplatz, aber auch der Schutz der Gebäudesubstanz, können vor allem durch drei Faktoren beeinflusst werden, durch den CO2-Gehalt in der Luft, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur.

CO2-Gehalt in der Luft

Der maßgebliche Leitwert für die Luftqualität ist der CO2-Gehalt. Die CO2-Gaskonzentration ist vom Luftdruck abhängig. Dieser wird durch variierende Wetterlagen (Niedrig- und Hochdruck-Wetterlagen), Veränderungen in der Höhenlage des Messortes (Meter über NN) oder auch Luftströmungen bestimmt. Es ist daher nicht unerheblich, dass der Luftdruck bei der Konzentrationsmessung berücksichtigt wird. Wenn dies nicht erfolgt, beträgt der Messfehler bereits +/-15 Prozent und es ist klar, dass dies Auswirkungen auf die Luftgüte- und Raumklimasteuerung hat. Einige der am Markt befindlichen Systeme können bei der Installation auf den vorherrschenden Umgebungsdruck eingestellt werden. Nur wenige Systeme führen dagegen eine ständige Messung des Luftdrucks durch, die Luftdruckänderungen kompensiert und permanent bei der Konzentrationsermittlung berücksichtigt.

Temperatur

Zusätzlich zum CO2-Gehalt, hat auch die Temperatur Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen. Besonderen Einfluss auf die Raumtemperatur haben die Außentemperatur, die Sonneneinstrahlung, die Anzahl der anwesenden Personen und das Heizen eines Raumes. Jedoch ist die individuelle Wahrnehmung der Temperatur unterschiedlich, vor allem bei Männern und Frauen. Eine Studie des Biophysikers Boris Kingma und seines Kollegen Wouter van Marken Lichtenbelt der Uni Maastricht beschäftigte sich mit dem Thema ‚Energy consumption in buildings and female thermal demand‘. Die Studie ist im August 2015 in der Fachzeitschrift ‚Nature Climate Change‘ erschienen und bestätigt, dass die Wohlfühltemperatur von Frauen höher ist, sie liegt bei 25°C während die der Männer bei 22°C ist.

Luftfeuchtigkeit

Der dritte wichtige Faktor ist die Luftfeuchtigkeit, die je nach Nutzungsart des Raumes stark variieren kann. Sie wird in Prozent angegeben und steht für den Sättigungsgrad der Luft durch Feuchtigkeit. Für öffentliche Gebäude und Büroräume wird durch Experten häufig eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent ±10 empfohlen. Eindeutig kann kein Wert definiert werden, da er von der Natur her starken Schwankungen ausgesetzt ist. Er sollte jedoch dauerhaft nicht 30 Prozent unter- oder 70 Prozent übersteigen, so die Experten.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

|
Ausgabe:
Hugo Müller GmbH & Co. KG
www.hugo-mueller.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Luftdruckkompensierter CO2-Messwert

Raumklima- und Luftgütesteuerung

Befinden sich viele Menschen auf engem Raum hat das automatisch Auswirkungen auf das Raumklima. Vor allem in Schulen, Krankenhäusern oder öffentlichen Einrichtungen wie Messen und Kinos ist „gute Luft“ Voraussetzung für Leistungsfähigkeit, Behaglichkeit und Gesundheit.
Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit am Arbeitsplatz, aber auch der Schutz der Gebäudesubstanz, können vor allem durch drei Faktoren beeinflusst werden, durch den CO2-Gehalt in der Luft, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur.

CO2-Gehalt in der Luft

Der maßgebliche Leitwert für die Luftqualität ist der CO2-Gehalt. Die CO2-Gaskonzentration ist vom Luftdruck abhängig. Dieser wird durch variierende Wetterlagen (Niedrig- und Hochdruck-Wetterlagen), Veränderungen in der Höhenlage des Messortes (Meter über NN) oder auch Luftströmungen bestimmt. Es ist daher nicht unerheblich, dass der Luftdruck bei der Konzentrationsmessung berücksichtigt wird. Wenn dies nicht erfolgt, beträgt der Messfehler bereits +/-15 Prozent und es ist klar, dass dies Auswirkungen auf die Luftgüte- und Raumklimasteuerung hat. Einige der am Markt befindlichen Systeme können bei der Installation auf den vorherrschenden Umgebungsdruck eingestellt werden. Nur wenige Systeme führen dagegen eine ständige Messung des Luftdrucks durch, die Luftdruckänderungen kompensiert und permanent bei der Konzentrationsermittlung berücksichtigt.

Temperatur

Zusätzlich zum CO2-Gehalt, hat auch die Temperatur Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen. Besonderen Einfluss auf die Raumtemperatur haben die Außentemperatur, die Sonneneinstrahlung, die Anzahl der anwesenden Personen und das Heizen eines Raumes. Jedoch ist die individuelle Wahrnehmung der Temperatur unterschiedlich, vor allem bei Männern und Frauen. Eine Studie des Biophysikers Boris Kingma und seines Kollegen Wouter van Marken Lichtenbelt der Uni Maastricht beschäftigte sich mit dem Thema ‚Energy consumption in buildings and female thermal demand‘. Die Studie ist im August 2015 in der Fachzeitschrift ‚Nature Climate Change‘ erschienen und bestätigt, dass die Wohlfühltemperatur von Frauen höher ist, sie liegt bei 25°C während die der Männer bei 22°C ist.

Luftfeuchtigkeit

Der dritte wichtige Faktor ist die Luftfeuchtigkeit, die je nach Nutzungsart des Raumes stark variieren kann. Sie wird in Prozent angegeben und steht für den Sättigungsgrad der Luft durch Feuchtigkeit. Für öffentliche Gebäude und Büroräume wird durch Experten häufig eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent ±10 empfohlen. Eindeutig kann kein Wert definiert werden, da er von der Natur her starken Schwankungen ausgesetzt ist. Er sollte jedoch dauerhaft nicht 30 Prozent unter- oder 70 Prozent übersteigen, so die Experten.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Bild: OBO Bettermann Vertrieb Deutschland
Bild: OBO Bettermann Vertrieb Deutschland
Auf der sicheren Seite

Auf der sicheren Seite

Eine steigende Zahl von Schadensfällen macht die Notwendigkeit von Überspannungsschutzmaßnahmen in Niederspannungsanlagen deutlich. Schäden durch Überspannungen entstehen nicht nur durch direkte Blitzeinschläge. Häufiger sind Schäden an elektronischen Geräten und Anlagen, die durch Überspannungen aufgrund von Blitzeinschlägen in einem Radius von bis zu zwei Kilometern Entfernung entstehen, die Ursache. Um Schäden durch Überspannungen vorzubeugen, ist gemäß VDE 0100-443 in allen neuen oder erweiterten Gebäuden sowie bei allen Elektroinstallationen seit 2016 Überspannungsschutz Pflicht.

Bild: Fluke Deutschland GmbH
Bild: Fluke Deutschland GmbH
Messung der Netzqualität bei Solaranlagen

Messung der Netzqualität bei Solaranlagen

Der Markt für erneuerbare Energien wächst rasant und stellt neue Herausforderungen an qualifizierte Techniker, die die Solaranlagen und Windparks der Zukunft in Betrieb nehmen und warten sollen. Mark Bakker, Field Application Engineer bei Fluke, geht auf die Bedeutung der Netzqualitätsmessung für Solaranlagen näher ein und erklärt die Fallstricke und korrekten Herangehensweisen im Interview.

Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH
Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH
Premiere für Cylon

Premiere für Cylon

Bauer Elektroanlagen realisiert über alle elektrotechnischen Leistungsbereiche hinweg Anlagentechnik aus einer Hand. Das Unternehmen demonstriert an seiner Berliner Niederlassung, was mit moderner Gebäudeautomation heute alles möglich ist: Der Neubau auf dem Firmengelände im Stadtteil Adlershof ist energieautark konzipiert und speist überschüssigen Photovoltaikstrom automatisch in Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ein. Sämtliche Steuerungssysteme basieren auf offenen Standards zur intelligenten Gebäudevernetzung. Als technologisches Novum sorgen dabei erstmals Lösungen von ABB Cylon.