Höhere Mobilfunkabdeckung für Gebäude

5-Band-Antennen-Combiner und -Verstärker

Höhere Mobilfunkabdeckung für Gebäude

SSB-Electronic hat einen neuen Antennen-Combiner entwickelt, der die Versorgung mit Mobilfunknetzen innerhalb von Gebäuden oder auch auf Schiffen ohne größeren technischen Aufwand ermöglicht. Die neueste Version des Combiners wurde mit einem Display versehen und ist so einfacher parametrierbar.

Bild: SSB-Electronic GmbH
(Bild: SSB-Electronic GmbH)


Der Mobilfunk-Antennen-Combiner und -Verstärker versorgt große Gebäude oder Schiffe mit mobilem Breitband. Das Modul zum Einbau in 19″-Racks eignet sich für alle Bereiche, in denen die Stärke der Mobilfunksignale (2G, 3G, 4G, 5G) nicht ausreicht oder nicht vorhanden ist. Für ein schlechtes Mobilfunk-Signal gibt es verschiedene Gründe:

  • Hindernisse wie Bäume oder andere Gebäude dämpfen das Signal oder es wird durch die Landschaft unterbrochen.
  • Die Betreiberantennen senden nicht in die entsprechende Richtung.
  • Das Gebäude hat eine gute Wärmedämmung und dämpft das Signal des Betreibers (der Empfang draußen ist gut, innen aber nicht).

Die Laufzeit und die Unverfälschtheit des Signals sind die bestimmenden Parameter, die den Handyempfang beeinflussen. Ist die Laufzeit oder das Prüfbit verfälscht, dann verwirft der Mobilfunksender oder das Handy das Telegramm. Sprachfetzen oder Gesprächsabbruch sind die Folge. Der Mobilfunk-Antennen-Combiner und -Verstärker kann Restsignalpegel verstärken oder die Dämpfung von Signalen (z.B. bei Stahlbetonbauten) durch gezielte Ausleuchtung von Problembereichen innerhalb der Gebäude reduzieren.

Bild: SSB-Electronic GmbH
Mobilfunk-Verstärker-System in einem Gebäude mit vier Innenantennen (Bild: SSB-Electronic GmbH)

Der Weg des Signals

Der Weg des Mobilfunksignals von der Betreiberantenne bis zum jeweiligen Standort kann wie folgt beschrieben werden: GSM-, 3G-, 4G- und 5G-Signale werden von Antennen der Betreiber ausgestrahlt. Entfernungen über einige Kilometer oder Hindernisse wie Hügel oder Gebäude dämpfen diese Signale. Gebäudewände schwächen dieses eingehende Signal noch zusätzlich, insbesondere in den unteren Stockwerken. In Gebäuden wird das verfügbare Signal von einer Außenantenne erfasst und via Koaxialkabel an den Mobilfunk-Antennen-Combiner und -Verstärker geleitet. Dieser filtert und verstärkt das Signal und liefert es an die Ausgangsanschlüsse, von denen aus das Signal via Koaxialkabel zu den einzelnen Innenantennen geleitet wird. Wenn eine größere Fläche oder eine größere Anzahl an Innenantennen mit mobilem Breitband versorgt werden müssen, können zusätzlich aktive Verteilverstärker bzw. passive Splitter angeschlossen werden. In einem solchen verteilten Antennensystem (DAS, Distributed Antenna System) spielt die Qualität und die Länge der Koaxialkabel sowie die Position der Antennen eine entscheidende Rolle für die einwandfreie Funktion der Anlage. Der Mobilfunk-Antennen-Combiner und -Verstärker eignet sich dabei für verschiedene Anwendungsgebiete an Land und auf See, vom Wohngebäude über Tiefgaragen, Tunnel und Aufzüge bis hin zu Krankenhäusern, Produktionsgebäuden und sogar Schiffe und Offshore-Anlagen.

 (Bild: SSB-Electronic GmbH)
Das neue Touch-Display des SSB MAC mit verschiedenen hilfreichen Informationen (Bild: SSB-Electronic GmbH)

Touch-Display für mehr Informationen

Der Mobilfunk-Antennen-Combiner und -Verstärker SSB MAC unterstützt alle typischen Frequenzbänder des Mobilfunks (800/900/1800/2100/2600MHz) bzw. alle Mobilfunkstandards und alle Mobilfunkanbieter. Die Anzahl gleichzeitiger Verbindungen bzw. Anrufe ist unbegrenzt. Die Reichweite beträgt ca. 35km und ist abhängig von der Laufzeit des Signals im GSM-Protokoll. Das laufzeitoptimierte Gerät ist technologieunabhängig und bietet eine komplett lineare Verstärkung. Die Verstärkung beträgt 60dB downlink und 50dB uplink auf jedem Frequenzband. In einem verteilten Antennensystem können mit Hilfe zusätzlicher aktiver Verteilverstärker bzw. passiver Splitter bis bis zu 256 Innenantennen mit Mobilfunksignal versorgt werden. Das neue Touch-Display des SSB MAC liefert dem Anwender zusätzlich hilfreiche Informationen. So kann z.B. die Signalstärke oder der Status der einzelnen Bänder direkt im Display abgelesen werden. Zudem ist der Anwender mit dem Touch-Display in der Lage, den SSB MAC einfacher einzustellen. Es besteht z.B. die Möglichkeit, die Frequenzbänder mit ungenügender Signalstärke auszuschalten oder die Frequenzbänder mit zu starkem Signal manuell zu dämpfen und dafür eine Warnung zu konfigurieren. Die Dämpfung kann pro Frequenzband in 3dB-Schritten eingestellt werden. Für die Schifffahrt können zusätzlich spezifische Einstellungen vorgenommen werden.

Mobilfunk-Verstärker-System auf einem Schiff mit acht bis zehn Innenantennen (Bild: SSB-Electronic GmbH)
Mobilfunk-Verstärker-System auf einem Schiff mit acht bis zehn Innenantennen (Bild: SSB-Electronic GmbH)

Sicherheit und Wartung

Der SSB MAC ist außerdem mit Sicherheitsmechanismen ausgestattet, die die Entstehung von Interferenzen verhindern und somit das Betreibernetzwerk effektiv schützen. Zudem kann das Gerät per Ethernet (RJ45) aus der Ferne überwacht, eingestellt und gewartet werden. Es eignet sich zur Wandmontage oder zur Installation im 19″-Rack. Der SSB MAC entspricht allen relevanten europäischen Normen. Es stehen nicht nur unterschiedliche Verstärker-Modelle zur Auswahl, sondern auch passende Innen- und Außenantennen, Vorverstärker für sehr schwache Signale, Verteilverstärker bzw. Splitter, flexible und dämpfungsarme Koaxialkabel, Koaxialverbinder aller Normen sowie Montagezubehör. Die für die jeweilige Applikation notwendigen Komponenten können kundenspezifisch zusammen gestellt werden.

www.ssb-electronic.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Fluke Networks
Bild: Fluke Networks
Tipps für die Fehlersuche an Solaranlagen

Tipps für die Fehlersuche an Solaranlagen

Fluke verbucht eine steigende Nachfrage nach hochpräzisen tragbaren Bausteinen für Messungen an Photovoltaik (PV)-Anlagen im Vereinigten Königreich. Deutschland betreibt laut Solar Power Europe mit einer Kapazität von einem 54.6GW im Jahr 2020 die meisten Solaranlagen in Europa. Nach Angaben von Reuters strebt die neue Koalitionsregierung an, dass erneuerbare Energien bis 2030 80% des Energiebedarfs des Landes decken; dazu will man 200GW an Solarinfrastruktur und 30GW an Offshore-Windkapazität installieren.

Bild: ©DEEP PIXEL/stock.adobe.com / Monacor International GmbH & Co. KG
Bild: ©DEEP PIXEL/stock.adobe.com / Monacor International GmbH & Co. KG
Flexibles Routing 
von Audiosignalen

Flexibles Routing von Audiosignalen

Weitverzweigtes wie flexibles Routing von Audiosignalen stellt in der Fachplanung von Festinstallationen in Gebäuden nicht nur aus sicherheitsrelevanter Perspektive einen wichtigen Bestandteil dar, sondern wird zusehends Teil einer sich rasant entwickelnden medialen Kommunikationsstruktur. Mit der servergestützten Signalmatrix MondeF kommt nun ein skalierbares System auf dem Markt, welches genau diese Faktoren in sich vereint und auf dem etablierten AoI-Protokollstandard Dante funktioniert.

Bild: Aduro Technologies Europe B.V.
Bild: Aduro Technologies Europe B.V.
Entwicklung von Beleuchtungskonzepten im Retail

Entwicklung von Beleuchtungskonzepten im Retail

Die Planungssoftware von Dialux gilt als anerkannter Branchenstandard für die Erstellung von Beleuchtungskonzepten. Die Vorteile der Software sind vielfältig: Auf der Grundlage von geprüften Daten lassen sich Lichtpläne erstellen, die die passende Lichtstärke und Anordnung der Leuchten für das jeweilige Projekt vorschlagen. Um in der Realität tatsächlich ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollten über die vom Programm erfassbaren Kriterien hinaus weitere Faktoren in der Planung berücksichtigt werden. Ein Planer, der über Lichtkompetenz verfügt, kann in der Kommunikation mit Kunden die beabsichtigte atmosphärische Wirkung des Lichts herauskristallisieren und in die Lichtplanung einfließen lassen.

Bild: Huf Haus
Bild: Huf Haus
Smart-Home-Bedienung im Musterhaus

Smart-Home-Bedienung im Musterhaus

Eine lichtdurchflutete Architektur in Verbindung mit der Natur im Innen- und Außenbereich, verschiedene Einrichtungsdetails sowie eine moderne Haus- und Heiztechnik verwandeln das Fachwerkmusterhaus Art 4 des Fertigbauherstellers Huf in Leipzig in ein modernes Gebäude mit Smart-Home-Funktionen. Dafür sorgt u.a. der Gebäudetechnikspezialist Gira mit einem KNX-System.

Anzeige

Anzeige

Anzeige