Zukunftssichere Elektroinstallation: Mehr Energieeffizienz

Zukunftssichere Elektroinstallation: Mehr Energieeffizienz

Auf etwa 3% der Gesamtinvestitionen belaufen sich aktuell in einem neu gebauten Einfamilienhaus durchschnittlich die Aufwendungen für die Elektroinstallation. Aber es gibt gute Gründe für höhere Investitionen und damit eine bessere Ausstattung: Beispielsweise verändert sich die Anzahl der Elektrogeräte im Haushalt rasant, gerade im Bereich der Kommunikationstechnik wächst der Ausstattungsgrad Jahr für Jahr. Um hier eine sichere Infrastruktur zu gewährleisten, ist die Elektroinstallation entsprechend quantitativ und qualitativ zukunftssicher auszulegen.
Es gibt die Notwendigkeit von mehr Energieeffizienz. Gerade die Verknüpfung der klassischen Elektroinstallation mit Komponenten der Gebäudesystemtechnik schafft dafür neue Möglichkeiten und Perspektiven. Denn solche Maßnahmen können nur mit einer entsprechenden Elektroinstallation realisiert werden. Bereits mit geringem Mehraufwand lassen sich mittels Gebäudesystemtechnik Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Sonnenschutz und weitere Funktionen vernetzen. Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. hat daher folgerichtig diese Anforderungen in die vom RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung zertifizierte RAL-RG 678 einließen lassen. Die neue RAL-Richtlinie löst damit die Fassung aus dem Jahr 2004 ab.

Grundlage für die RAL-Kennzeichnung ist die DIN 18015, Teil 2

Diese legt die Mindestanforderungen für die Elektroinstallation in Wohngebäuden fest. Die Richtlinie RAL-RG 678 ‚Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Anforderungen‘ des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung beschrieb bisher aufbauend auf der DIN-Norm drei Ausstattungswerte, um dem Anwender auch höherwertige Alternativen aufzuzeigen. Mit der Richtlinie RAL-RG 678, Ausgabe November 2010, erarbeitete der HEA-Fachausschuss Elektroinstallation und Gebäudesystemtechnik nun einen weitergehenden Standard, der über die bisherigen Ausstattungswerte hinaus jetzt drei weitere Ausstattungswerte definiert: Neben den mit ein, zwei und drei Sternen gekennzeichneten Ausstattungswerten kommen noch drei weitere für die Ausstattung mit Gebäudesystemtechnik hinzu: von 1 plus, 2 plus bis 3 plus. Die RAL-Richtlinie fordert schon bei der 1 plus-Ausstattung Vorbereitungen für die Funktionsbereiche Schalten/Dimmen, schaltbare Steckdosen zum Energiemanagement, Sonnenschutz, Heizen, Kühlen, Lüften sowie Sicherheit durch vorbereitende Installationen von Bus-Technik. Alternativ sind zumindest Installationsrohre für die Nachrüstung vorzusehen. Neu ist ebenfalls, dass die einzelne Ausstattung auch raumweise vergeben und so noch praxisorientierter geplant werden kann. „Mit der neuen Richtlinie passen wir die Elektroinstallation an die technische Entwicklung und Ausstattung in Wohngebäuden an und geben Investoren, Planern, Handwerkern sowie der Wohnungswirtschaft Planungssicherheit. Damit ist die RAL ein großer Schritt in Richtung Verbraucherschutz und unterstützt direkt die europäischen Klimaschutzziele“, so Dr. Jan Witt, Geschäftsführer der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. (siehe auch Interview nächste Seite). Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist der Marktpartnerverbund der Energiewirtschaft. Mitglieder sind Energieversorger, Unternehmen der Elektroindustrie sowie die Spitzenverbände der Elektro- und Sanitärfachhandwerke. Schwerpunkt der Arbeit ist, über energieeffiziente Anwendungstechnik zu beraten und zu informieren. Unter ihrem Dach werden drei Marktinitiativen gebündelt: Elektro+, Wärme+ und Hausgeräte+.

Thematik: Allgemein
Ausgabe:
HEA e.V.

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Zukunftssichere Elektroinstallation: Mehr Energieeffizienz

Auf etwa 3% der Gesamtinvestitionen belaufen sich aktuell in einem neu gebauten Einfamilienhaus durchschnittlich die Aufwendungen für die Elektroinstallation. Aber es gibt gute Gründe für höhere Investitionen und damit eine bessere Ausstattung: Beispielsweise verändert sich die Anzahl der Elektrogeräte im Haushalt rasant, gerade im Bereich der Kommunikationstechnik wächst der Ausstattungsgrad Jahr für Jahr. Um hier eine sichere Infrastruktur zu gewährleisten, ist die Elektroinstallation entsprechend quantitativ und qualitativ zukunftssicher auszulegen.
Es gibt die Notwendigkeit von mehr Energieeffizienz. Gerade die Verknüpfung der klassischen Elektroinstallation mit Komponenten der Gebäudesystemtechnik schafft dafür neue Möglichkeiten und Perspektiven. Denn solche Maßnahmen können nur mit einer entsprechenden Elektroinstallation realisiert werden. Bereits mit geringem Mehraufwand lassen sich mittels Gebäudesystemtechnik Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Sonnenschutz und weitere Funktionen vernetzen. Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. hat daher folgerichtig diese Anforderungen in die vom RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung zertifizierte RAL-RG 678 einließen lassen. Die neue RAL-Richtlinie löst damit die Fassung aus dem Jahr 2004 ab.

Grundlage für die RAL-Kennzeichnung ist die DIN 18015, Teil 2

Diese legt die Mindestanforderungen für die Elektroinstallation in Wohngebäuden fest. Die Richtlinie RAL-RG 678 ‚Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Anforderungen‘ des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung beschrieb bisher aufbauend auf der DIN-Norm drei Ausstattungswerte, um dem Anwender auch höherwertige Alternativen aufzuzeigen. Mit der Richtlinie RAL-RG 678, Ausgabe November 2010, erarbeitete der HEA-Fachausschuss Elektroinstallation und Gebäudesystemtechnik nun einen weitergehenden Standard, der über die bisherigen Ausstattungswerte hinaus jetzt drei weitere Ausstattungswerte definiert: Neben den mit ein, zwei und drei Sternen gekennzeichneten Ausstattungswerten kommen noch drei weitere für die Ausstattung mit Gebäudesystemtechnik hinzu: von 1 plus, 2 plus bis 3 plus. Die RAL-Richtlinie fordert schon bei der 1 plus-Ausstattung Vorbereitungen für die Funktionsbereiche Schalten/Dimmen, schaltbare Steckdosen zum Energiemanagement, Sonnenschutz, Heizen, Kühlen, Lüften sowie Sicherheit durch vorbereitende Installationen von Bus-Technik. Alternativ sind zumindest Installationsrohre für die Nachrüstung vorzusehen. Neu ist ebenfalls, dass die einzelne Ausstattung auch raumweise vergeben und so noch praxisorientierter geplant werden kann. „Mit der neuen Richtlinie passen wir die Elektroinstallation an die technische Entwicklung und Ausstattung in Wohngebäuden an und geben Investoren, Planern, Handwerkern sowie der Wohnungswirtschaft Planungssicherheit. Damit ist die RAL ein großer Schritt in Richtung Verbraucherschutz und unterstützt direkt die europäischen Klimaschutzziele“, so Dr. Jan Witt, Geschäftsführer der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. (siehe auch Interview nächste Seite). Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist der Marktpartnerverbund der Energiewirtschaft. Mitglieder sind Energieversorger, Unternehmen der Elektroindustrie sowie die Spitzenverbände der Elektro- und Sanitärfachhandwerke. Schwerpunkt der Arbeit ist, über energieeffiziente Anwendungstechnik zu beraten und zu informieren. Unter ihrem Dach werden drei Marktinitiativen gebündelt: Elektro+, Wärme+ und Hausgeräte+.

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