Nachhaltiges Heizen mit Wärmepumpen

Nachhaltiges Heizen mit Wärmepumpen

Ökologische Wärmeerzeugung liegt voll im Trend

Auf dem Heizungsmarkt nimmt die Diversifikation der Techniken zur Wärmeerzeugung zu. Die Wärmepumpe ist eine dieser modernen Techniken und aufgrund ihrer fast ausschließlichen Nutzung erneuerbarer Energien besonders interessant. Auch in Deutschland wird die nachhaltige Technik zur Wärmeerzeugung immer beliebter.

Aufteilung der Jahresheizarbeit in Prozent (Bild: MHG Heiztechnik GmbH)

Aufteilung der Jahresheizarbeit in Prozent (Bild: MHG Heiztechnik GmbH)


In Schweden setzen bereits drei von vier Haushalten auf eine Wärmepumpe, aber auch in Deutschland wird die nachhaltige Technik zur Wärmeerzeugung immer populärer. So hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, dass bereits rund ein Viertel aller 2010 in Deutschland neu errichteten Wohnungen mit einer Wärmepumpe heizen. Aber auch bei Altbauten werden Wärmepumpen inzwischen öfters im monovalenten oder im bivalenten Betrieb zur Unterstützung eines Gas-, Öl- oder Feststoffkessels eingesetzt.
Bei der EcoStar Hybrid von MHG Heiztechnik sind auf kleinstem Raum eine hoch effiziente, modulierende Luft/Wasser-Wärmepumpe, ein besonders energiesparender Öl-Brennwertkessel und eine integrierte Systemregelung kombiniert. (Bild: MHG Heiztechnik GmbH)

Bei der EcoStar Hybrid von MHG Heiztechnik sind auf kleinstem Raum eine hoch effiziente, modulierende Luft/Wasser-Wärmepumpe, ein besonders energiesparender Öl-Brennwertkessel und eine integrierte Systemregelung kombiniert. (Bild: MHG Heiztechnik GmbH)

Wärmepumpe verringert Betriebskosten und CO2-Ausstoß

Der Grund für den vermehrten Einsatz von Wärmepumpen: Optimal eingesetzt verursachen sie deutlich geringere Verbrauchskosten als Öl- oder Gasheizungen. Daneben senken sie auch die Betriebskosten, da die Kosten für Wartung und Schornsteinfeger erheblich niedriger ausfallen oder gar ganz entfallen. Durch die Nutzung regenerativer Energien als Energiequelle machen sie zudem unabhängig von den stetig steigenden Preisen für fossile Energieträger und stellen damit eine zukunftssichere Heizlösung dar. Neben den Kostenfaktoren spielt aber auch der ökologische Aspekt der Wärmepumpe eine wichtige Rolle. Laut Studie des Instituts für Technische Gebäudeausrüstung Dresden (ITG) verursacht eine konventionelle Ölheizung ganze 7.575kg umweltschädliches CO2 in einem Jahr. Klimaschädliche Emissionen, die sich mit einer Wärmepumpe gänzlich vermeiden lassen. Denn durch die Nutzung der natürlichen Erdwärme oder der Außenluft fällt vor Ort keinerlei klimaschädliches CO2 an. Bezieht ein Hausbesitzer zudem noch regenerativ erzeugten Strom über einen einschlägigen Stromanbieter oder die hauseigene Photovoltaikanlage, läuft die Wärmepumpe auf vollständig ökologischer Basis.

 (Bild: MHG Heiztechnik GmbH)

(Bild: MHG Heiztechnik GmbH)

Arten von Wärmepumpen-Systemen

Grundlegend gibt es drei Wärmepumpen-typen: Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe, eine Sole/Wasser-Wärmepumpe und eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe sowie mehrere hybride Varianten. Die Luft/Wasser-Variante nutzt über ihre Außeneinheiten die Außenluft als Wärmequelle – nicht anders als ein Kühlschrank. Während aber ein Kühlschrank der Luft seines Innenraumes Wärme entzieht, steht der Luft/Wasser-Wärmepumpe die gesamte Umgebungsluft außerhalb des Gebäudes zur Verfügung. Im Unterschied dazu entzieht die Sole/Wasser-Wärmepumpe Heizenergie aus dem Erdreich, denn der Boden speichert Sonnen- und Erdwärme über lange Zeit in einer gleichmäßigen Temperatur. Wärmepumpen-Systeme können deshalb das ganze Jahr über mit guten Wirkungsgraden laufen. Im Gegensatz zur Luft/Wasser-Wärmepumpe sind bei dieser Anlage die Investitionskosten allerdings deutlich höher. Um nämlich Heizenergie aus dem Boden zu beziehen, muss der Fachhandwerker zunächst Erdwärmekollektoren im Boden installieren. Hier gibt es wiederum zwei unterschiedliche Varianten: Flächenkollektoren, die in ca. 1,5m Tiefe waagerecht über eine Fläche von rund 300m² (Einfamilienhaus) verlegt und Erdsonden, die vertikal in bis zu 100m Tiefe verlegt werden. Wärmepumpen-Experte Maik Zöhler vom traditionsreichen Heiztechnikunternehmen MHG aus Buchholz hält eine Tiefenbohrung generell für vorteilhafter: „Zwar ist die Bohrung sehr aufwendig, doch es rechnet sich mit höheren Energieerträgen.“ Denn aufgrund der konstanten und von den Jahreszeiten unbeeinflussten Temperatur im Erdboden arbeiten die Erdwärmesonden besonders effizient, so dass die Erdwärmepumpe ein Haus konstant über das komplette Jahr hinweg vollständig mit Wärme versorgen kann. Als dritten Typ gibt es noch eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe, die mittels einer im Boden befindlichen Förderpumpe das Grundwasser als Wärmequelle nutzt. Diese Wärmepumpe lohnt sich jedoch nur bei sehr großen Anlagen mit hohem Wärmebedarf.

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MHG Heiztechnik GmbH
www.mhg.de

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Bei der EcoStar Hybrid von MHG Heiztechnik sind auf kleinstem Raum eine hoch effiziente, modulierende Luft/Wasser-Wärmepumpe, ein besonders energiesparender Öl-Brennwertkessel und eine integrierte Systemregelung kombiniert. (Bild: MHG Heiztechnik GmbH)

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Grundlegend gibt es drei Wärmepumpen-typen: Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe, eine Sole/Wasser-Wärmepumpe und eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe sowie mehrere hybride Varianten. Die Luft/Wasser-Variante nutzt über ihre Außeneinheiten die Außenluft als Wärmequelle – nicht anders als ein Kühlschrank. Während aber ein Kühlschrank der Luft seines Innenraumes Wärme entzieht, steht der Luft/Wasser-Wärmepumpe die gesamte Umgebungsluft außerhalb des Gebäudes zur Verfügung. Im Unterschied dazu entzieht die Sole/Wasser-Wärmepumpe Heizenergie aus dem Erdreich, denn der Boden speichert Sonnen- und Erdwärme über lange Zeit in einer gleichmäßigen Temperatur. Wärmepumpen-Systeme können deshalb das ganze Jahr über mit guten Wirkungsgraden laufen. Im Gegensatz zur Luft/Wasser-Wärmepumpe sind bei dieser Anlage die Investitionskosten allerdings deutlich höher. Um nämlich Heizenergie aus dem Boden zu beziehen, muss der Fachhandwerker zunächst Erdwärmekollektoren im Boden installieren. Hier gibt es wiederum zwei unterschiedliche Varianten: Flächenkollektoren, die in ca. 1,5m Tiefe waagerecht über eine Fläche von rund 300m² (Einfamilienhaus) verlegt und Erdsonden, die vertikal in bis zu 100m Tiefe verlegt werden. Wärmepumpen-Experte Maik Zöhler vom traditionsreichen Heiztechnikunternehmen MHG aus Buchholz hält eine Tiefenbohrung generell für vorteilhafter: „Zwar ist die Bohrung sehr aufwendig, doch es rechnet sich mit höheren Energieerträgen.“ Denn aufgrund der konstanten und von den Jahreszeiten unbeeinflussten Temperatur im Erdboden arbeiten die Erdwärmesonden besonders effizient, so dass die Erdwärmepumpe ein Haus konstant über das komplette Jahr hinweg vollständig mit Wärme versorgen kann. Als dritten Typ gibt es noch eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe, die mittels einer im Boden befindlichen Förderpumpe das Grundwasser als Wärmequelle nutzt. Diese Wärmepumpe lohnt sich jedoch nur bei sehr großen Anlagen mit hohem Wärmebedarf.

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