EnOcean und KNX: Energieeinsparung durch drahtlose Erweiterung von KNX-Installationen

EnOcean und KNX: Energieeinsparung durch drahtlose Erweiterung von KNX-Installationen

Die Kombination von batterielosen EnOcean-Funksensoren mit dem KNX-System vereint die Flexibilität eines Funksystems mit der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit eines Bussystems. KNX-Installationen können auch nachträglich mit Funk erweitert werden. Die zusätzlichen Sensorwerte für das Gebäude ermöglichen eine deutliche Energieeinsparung ohne Komfortverlust.
Als Verbindung zwischen Funk und Bus dient ein Gateway, das nicht nur die Sensorwerte überträgt, sondern auch zusätzliche Energiesparfunktionen bereitstellt. Dies ermöglicht eine einfache Installation und Konfiguration. Das KNX ENO 622 der Weinzierl Engineering GmbH verfügt über 32 Sensorkanäle, die mit jeweils einer Funktion bzw. mit einem Sensor belegt werden können. Die Funktion jedes Kanals wird in der ETS Software ausgewählt. Abhängig von der eingestellten Funktion werden die EnOcean-Telegramme auf bis zu sechs Kommunikationsobjekte pro Kanal abgebildet. Nach dem Programmieren des Gerätes mit der ETS können die Funksensoren angelernt werden. Dazu befinden sich im Gerät zwei Taster und ein Display, das die Kanalnummern und die Belegung anzeigt. Die Energieeinsparung wird durch die integrierten Reglerfunktionen erreicht. Das KNX ENO 622 bietet sechs Reglerkanäle, die mit der ETS konfiguriert werden. Jeder dieser Kanäle kann sowohl für die Temperaturregelung als auch für die Lichtsteuerung eingesetzt werden. Die Reglerkanäle nutzen als Eingangswerte die empfangenen Daten der EnOcean-Sensoren und steuern die entsprechenden Aktoren über den KNX-Bus.

Anwendungsbeispiel Heizungsregelung

Das Bild auf der nächsten Seite oben zeigt das Beispiel einer Heizungsregelung. Sowohl die Ist-Temperatur als auch die Sollwert-Temperatur werden von einem Raumbediengerät per Funk gesendet. Der Regler im Gateway errechnet daraus die Stellgröße und sendet diese über den KNX-Bus zum Heizungsventil. Ist ein Präsenzmelder oder ein Fensterkontakt im System integriert, so können deren Werte von der Regelung für eine gute Energieeffizienz berücksichtigt werden.

Anwendungsbeispiel Lichtsteuerung

Ein weiteres Beispiel zur Energieeinsparung ist die Lichtsteuerung mit dem KNX ENO 622, wie im zweiten Bild oben zu sehen. Durch eine entsprechende Parametrierung des Gerätes lässt sich eine Energiesparfunktion realisieren, bei der der Nutzer das Licht bei Bedarf selbst einschaltet. Der Regler schaltet das Licht jedoch aus, wenn dieses offensichtlich vergessen wurde auszuschalten. Somit wird die Störung der Nutzer durch die Automatik minimiert und der Bewohner oder Mitarbeiter kann immer noch selbst entscheiden, wann er das Licht ein- oder ausschalten will. Ein automatisches Einschalten ist jedoch auch parametrierbar.

Ausgabe:
Weinzierl Engineering GmbH
www.weinzierl.de

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