Freie Kühlung ganz sicher

Freie Kühlung ganz sicher

Brandschutz für das Rechenzentrum der noris network AG

Die 1993 gegründete noris network AG zählt zu den deutschen Pionieren auf dem Gebiet moderner IT-Dienstleistungen. Zum Angebot gehören maßgeschneiderte Informations- und Kommunikationstechnik-Lösungen (IKT) in den Bereichen IT-Outsourcing, Cloud Services sowie Network & Security.
Mit dem NBG6 hat die noris network AG, Nürnberg, eines der modernsten Rechenzentren Europas aufgebaut. Die rund zweijährige Konzeptionsphase bestand hauptsächlich darin, die jeweils beste Technik – angefangen von den Servern, der unterbrechungsfreien Stromversorgung, der Klimatisierung bis hin zur Sicherheits- und Brandschutztechnik zu finden. Entscheidend waren eine maximale Verfügbarkeit von Rechenleistung und Daten sowie eine hohe Energieeffizienz. Modernste Sicherheitssysteme, redundant betrieben, sollten für einen umfassenden physikalischen Schutz sorgen.

Neue Wege bei der Kühlung

Im Hinblick auf möglichst geringe Betriebskosten entschied sich noris network für eine indirekte Freie Kühlung mittels modular aufbaubarer KyotoCooling-Technik. Die riesigen Rotationswärmetauscher aus Aluminium mit einem Durchmesser von 6m nehmen die Wärmeenergie der IT-Raumluft auf und geben sie an die Außenluft ab. Dabei nutzt KyotoCooling aus, dass zu 95% des Jahres die Außenlufttemperatur geringer ist, als die Raumluft im IT-Zentrum. Als Kosten fallen nur die Antriebsenergie des Wärmetauscherrads und der Ventilatoren an. Als Ersatzsystem und für die wenigen Stunden im Jahr, in denen die Außenluft zu warm zur Kühlung ist, lassen sich Luft-Wasser-Wärmetauscher zuschalten.

Brandrisiken und Folgen

Die Abwärme der IT-Racks, die hohe Energiedichte der elektrischen Anlagen und damit verbundene technische Defekte betrachtete man als das größte Brandrisiko. Daher unterbricht man im Brandfall nach Möglichkeit schnellstens die Energiezufuhr, um dem Feuer die Stützenergie zu entziehen. Größer als die Angst vor einem Brandschaden war für den Betreiber jedoch die Vorstellung einer Unterbrechung der IT-Prozesse durch Stromlosschalten, denn den Kunden ist eine durchgängige Verfügbarkeit von Rechenkapazität und gespeicherten Daten vertraglich zugesichert. Ein Stromlosschalten kam daher nicht in Frage.

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Ausgabe:
Wagner Group GmbH
www.wagner.de

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Freie Kühlung ganz sicher

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Die 1993 gegründete noris network AG zählt zu den deutschen Pionieren auf dem Gebiet moderner IT-Dienstleistungen. Zum Angebot gehören maßgeschneiderte Informations- und Kommunikationstechnik-Lösungen (IKT) in den Bereichen IT-Outsourcing, Cloud Services sowie Network & Security.
Mit dem NBG6 hat die noris network AG, Nürnberg, eines der modernsten Rechenzentren Europas aufgebaut. Die rund zweijährige Konzeptionsphase bestand hauptsächlich darin, die jeweils beste Technik – angefangen von den Servern, der unterbrechungsfreien Stromversorgung, der Klimatisierung bis hin zur Sicherheits- und Brandschutztechnik zu finden. Entscheidend waren eine maximale Verfügbarkeit von Rechenleistung und Daten sowie eine hohe Energieeffizienz. Modernste Sicherheitssysteme, redundant betrieben, sollten für einen umfassenden physikalischen Schutz sorgen.

Neue Wege bei der Kühlung

Im Hinblick auf möglichst geringe Betriebskosten entschied sich noris network für eine indirekte Freie Kühlung mittels modular aufbaubarer KyotoCooling-Technik. Die riesigen Rotationswärmetauscher aus Aluminium mit einem Durchmesser von 6m nehmen die Wärmeenergie der IT-Raumluft auf und geben sie an die Außenluft ab. Dabei nutzt KyotoCooling aus, dass zu 95% des Jahres die Außenlufttemperatur geringer ist, als die Raumluft im IT-Zentrum. Als Kosten fallen nur die Antriebsenergie des Wärmetauscherrads und der Ventilatoren an. Als Ersatzsystem und für die wenigen Stunden im Jahr, in denen die Außenluft zu warm zur Kühlung ist, lassen sich Luft-Wasser-Wärmetauscher zuschalten.

Brandrisiken und Folgen

Die Abwärme der IT-Racks, die hohe Energiedichte der elektrischen Anlagen und damit verbundene technische Defekte betrachtete man als das größte Brandrisiko. Daher unterbricht man im Brandfall nach Möglichkeit schnellstens die Energiezufuhr, um dem Feuer die Stützenergie zu entziehen. Größer als die Angst vor einem Brandschaden war für den Betreiber jedoch die Vorstellung einer Unterbrechung der IT-Prozesse durch Stromlosschalten, denn den Kunden ist eine durchgängige Verfügbarkeit von Rechenkapazität und gespeicherten Daten vertraglich zugesichert. Ein Stromlosschalten kam daher nicht in Frage.

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