Intelligente Beleuchtungssysteme helfen beim Sparen
Strahlende Stromsparer
Gut ein Drittel der Stromkosten von Städten und Kommunen hierzulande lassen sich auf die Beleuchtung zurückführen. Das ist nicht nur schlecht für die Kassen, sondern auch für das Klima, weil bei der Stromproduktion noch immer jede Menge CO2 entsteht. Mit Hilfe intelligenter vernetzter Beleuchtungssysteme können wir Kosten und CO2 sparen, ohne dabei Verzicht zu üben.
Bild: Steinel GmbH

In vielen Städten greift man zum sprichwörtlichen Holzhammer und schaltet schlicht die Lichter aus. Der Berliner Dom, die Marienkirche, das Alte Palais – seit August werden diese und viele weitere Berliner Bauten und Denkmäler nicht mehr beleuchtet. Auch das benachbarte Brandenburg zieht nach und knippst nach und nach das Licht aus. Die Stadt Neubrandenburg etwa wird ihre architektonischen Aushängeschilder nur noch eingeschränkt anstrahlen. So stehen z.B. die Stadttore und die Konzertkirche, abgesehen vom Wochenende, nachts im Dunkeln. Es muss Energie gespart werden, und Verzicht ist die einfachste Form, allerdings hat das mit Intelligenz nichts zu tun.

Die Sensoren der Connected-Lighting-Systeme erfassen jede Bewegung im Parkhaus und schalten die Leuchten vom energiesparenden Grundlicht auf volles Licht, wenn sich jemand darin aufhält.
Die Sensoren der Connected-Lighting-Systeme erfassen jede Bewegung im Parkhaus und schalten die Leuchten vom energiesparenden Grundlicht auf volles Licht, wenn sich jemand darin aufhält. Bild: photo@davidfranck.de

Energiesparen, ohne zu verzichten

Rund ein Drittel aller Stromkosten von Städten und Gemeinden fallen hierzulande für die Beleuchtung an. Und oft brennt das Licht, ohne dass Menschen anwesend sind. Diese Verschwendung verursacht hohe Kosten und ist schlecht fürs Klima. Das gilt nicht nur für beleuchtete Denkmäler, sondern vor allem auch für öffentliche und gewerbliche Immobilien. Unternehmen und Kommunen sind in der Pflicht, durch Investitionen in energieeffizientere Systeme, einen Beitrag zur nachhaltigen Zukunft von Gebäuden zu leisten. Und hierfür gibt es erprobte und einfach umsetzbare Lösungen: Wir müssen Licht viel intelligenter einsetzen. Dazu sind Sensoren und Vernetzung ein wichtiger Baustein. Systeme wie z.B. Connected Lighting von Steinel ermöglichen besseres Licht, Kosteneinsparungen und einen positiven Beitrag zum Klima. Hier werden hochmoderne LED-Leuchten via Bluetooth intelligent miteinander vernetzt und durch präzise Sensoren nur dann geschaltet, wenn Menschen sich in den entsprechenden Räumen befinden. Nehmen wir z.B. ein Parkhaus: Dort brennt sehr oft das Licht, ohne dass sich jemand darin aufhält. Die größten Klimasünder sind Leuchtstoffröhren und werden auch aus gutem Grund im kommenden Jahr verboten. Gegenüber Leuchten mit Leuchtstoffröhren sind wir in der Lage durch die Kombination von LED-Technologie, Sensorik und intelligenter Vernetzung den Stromverbrauch um mehr als 90 Prozent zu reduzieren. Das bedeutet eine Reduktion des CO2 Verbrauchs um den Faktor 20 und je Leuchte eine Stromersparnis von mehr als 130€. Wenn eine mittelgroße Stadt nur zehn Parkhäuser auf je 300 LED-Sensorleuchten umrüsten würde, könnte das allein rund 1125t CO2 pro Jahr sparen. Das entspricht in etwa einem CO2-Ausgleich von 43.269 Bäumen.

Ein System, viele Vorteile

Bild: photo@davidfranck.de

Die Installation von Connected Lighting ist einfach: Die Leuchten werden an die vorhandenen Kabel angeschlossen. Eine Neuverkabelung ist nicht erforderlich; ein zweiadriges Kabel reicht aus. Untereinander werden die Leuchten via Bluetooth Mesh verbunden, Gruppen zugewiesen und über eine App in Betrieb genommen. Das Netzwerk ist durch Passwörter geschützt und kommt ohne einen zentralen Server aus. Die präzisen Sensoren erfassen jede Bewegung im Raum und schalten die Leuchten an, wenn sich jemand darin aufhält. Ein Grundlicht ist genauso wählbar wie eine intelligente Schwarmfunktion mit vorausdenkendem Licht. Ein paar Fakten liefert eine Umsetzung aus einem Projekt in Zürich. Dort läuft das Beleuchtungssystem gerade einmal neun Prozent der Zeit unter Volllast. 45,4 Prozent der Zeit ist das Licht gedimmt und genauso lange sind die Leuchten im Standby-Modus. Durch die Umrüstung wurde dort der tatsächliche Energieverbrauch auf 1,1kWh pro Quadratmeter reduziert. Insgesamt spart die Tiefgarage so 92 Prozent Energie im Jahr.

Investieren, finanzieren, profitieren

Nicht nur Parkhäuser oder Tiefgaragen, auch Treppenhäuser lassen sich so umrüsten. Durch die Gruppierung der Leuchten begleitet das Licht die Bewohner auf ihrem Weg durch das Treppenhaus und die Flure. Dank des vorauslaufenden Lichts müssen sie keine dunklen Bereiche mehr betreten. Insgesamt macht das laut Hersteller eine Energieersparnis im Treppenhaus von ebenfalls rund 90 Prozent aus. Bei einer Umrüstung von konventioneller Lichttechnik habe sich in einem Objekt außerdem die Temperatur um fünf Grad abgekühlt, was gerade im Hochsommer einen willkommenen Nebeneffekt bietet. Und es zeigt, wie viel Energie häufig noch unnötig verschwendet wird. Durch die Stromersparnis und bei den aktuell steigenden Energiepreisen ist das Investment in diese intelligente Technik rechenbar. So amortisiert sich eine Beleuchtung mit Connected Lighting laut Hersteller in der Regel innerhalb von 24 Monaten. Aktuell gibt es zusätzlich staatliche Förderung. Mit 20 Prozent und bis zu maximal 33.000€ unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz derzeit das Umrüsten der Beleuchtungssysteme in Innenräumen von Nichtwohngebäuden. Auch so können Unternehmen und Kommunen Kosten sparen – ohne das Licht komplett ausschalten zu müssen.

Autor | Martin Frechen, Geschäftsführer, Steinel GmbH

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Bild: Steinel GmbH

In vielen Städten greift man zum sprichwörtlichen Holzhammer und schaltet schlicht die Lichter aus. Der Berliner Dom, die Marienkirche, das Alte Palais – seit August werden diese und viele weitere Berliner Bauten und Denkmäler nicht mehr beleuchtet. Auch das benachbarte Brandenburg zieht nach und knippst nach und nach das Licht aus. Die Stadt Neubrandenburg etwa wird ihre architektonischen Aushängeschilder nur noch eingeschränkt anstrahlen. So stehen z.B. die Stadttore und die Konzertkirche, abgesehen vom Wochenende, nachts im Dunkeln. Es muss Energie gespart werden, und Verzicht ist die einfachste Form, allerdings hat das mit Intelligenz nichts zu tun.

Die Sensoren der Connected-Lighting-Systeme erfassen jede Bewegung im Parkhaus und schalten die Leuchten vom energiesparenden Grundlicht auf volles Licht, wenn sich jemand darin aufhält.
Die Sensoren der Connected-Lighting-Systeme erfassen jede Bewegung im Parkhaus und schalten die Leuchten vom energiesparenden Grundlicht auf volles Licht, wenn sich jemand darin aufhält. Bild: photo@davidfranck.de

Energiesparen, ohne zu verzichten

Rund ein Drittel aller Stromkosten von Städten und Gemeinden fallen hierzulande für die Beleuchtung an. Und oft brennt das Licht, ohne dass Menschen anwesend sind. Diese Verschwendung verursacht hohe Kosten und ist schlecht fürs Klima. Das gilt nicht nur für beleuchtete Denkmäler, sondern vor allem auch für öffentliche und gewerbliche Immobilien. Unternehmen und Kommunen sind in der Pflicht, durch Investitionen in energieeffizientere Systeme, einen Beitrag zur nachhaltigen Zukunft von Gebäuden zu leisten. Und hierfür gibt es erprobte und einfach umsetzbare Lösungen: Wir müssen Licht viel intelligenter einsetzen. Dazu sind Sensoren und Vernetzung ein wichtiger Baustein. Systeme wie z.B. Connected Lighting von Steinel ermöglichen besseres Licht, Kosteneinsparungen und einen positiven Beitrag zum Klima. Hier werden hochmoderne LED-Leuchten via Bluetooth intelligent miteinander vernetzt und durch präzise Sensoren nur dann geschaltet, wenn Menschen sich in den entsprechenden Räumen befinden. Nehmen wir z.B. ein Parkhaus: Dort brennt sehr oft das Licht, ohne dass sich jemand darin aufhält. Die größten Klimasünder sind Leuchtstoffröhren und werden auch aus gutem Grund im kommenden Jahr verboten. Gegenüber Leuchten mit Leuchtstoffröhren sind wir in der Lage durch die Kombination von LED-Technologie, Sensorik und intelligenter Vernetzung den Stromverbrauch um mehr als 90 Prozent zu reduzieren. Das bedeutet eine Reduktion des CO2 Verbrauchs um den Faktor 20 und je Leuchte eine Stromersparnis von mehr als 130€. Wenn eine mittelgroße Stadt nur zehn Parkhäuser auf je 300 LED-Sensorleuchten umrüsten würde, könnte das allein rund 1125t CO2 pro Jahr sparen. Das entspricht in etwa einem CO2-Ausgleich von 43.269 Bäumen.

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Bild: photo@davidfranck.de

Die Installation von Connected Lighting ist einfach: Die Leuchten werden an die vorhandenen Kabel angeschlossen. Eine Neuverkabelung ist nicht erforderlich; ein zweiadriges Kabel reicht aus. Untereinander werden die Leuchten via Bluetooth Mesh verbunden, Gruppen zugewiesen und über eine App in Betrieb genommen. Das Netzwerk ist durch Passwörter geschützt und kommt ohne einen zentralen Server aus. Die präzisen Sensoren erfassen jede Bewegung im Raum und schalten die Leuchten an, wenn sich jemand darin aufhält. Ein Grundlicht ist genauso wählbar wie eine intelligente Schwarmfunktion mit vorausdenkendem Licht. Ein paar Fakten liefert eine Umsetzung aus einem Projekt in Zürich. Dort läuft das Beleuchtungssystem gerade einmal neun Prozent der Zeit unter Volllast. 45,4 Prozent der Zeit ist das Licht gedimmt und genauso lange sind die Leuchten im Standby-Modus. Durch die Umrüstung wurde dort der tatsächliche Energieverbrauch auf 1,1kWh pro Quadratmeter reduziert. Insgesamt spart die Tiefgarage so 92 Prozent Energie im Jahr.

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