Energieeffizient und KNX-vernetzt
Automatisierte natürliche Lüftung
Ein gutes Raumklima ist für Konzentrationsfähigkeit und die Gesundheit der Raumnutzer unerlässlich. In modernen Gebäuden wird hierfür der natürlichen Lüftung und somit den Fenstern zunehmend eine Schlüsselrolle zuteil: Sie lassen frische Luft herein, verbrauchte hinaus und tragen zur Energieeffizienz bei. Um auch in Gebäuden mit großen Fensterflächen die natürliche Lüftung nutzen zu können, hat Geze den Antrieb F 1200+ entwickelt. Er ist für Dreh-Kipp-Fenster bis 200kg Flügelgewicht ausgelegt und lässt sich einfach über die IQ Box KNX des Herstellers in automatisierte Steuerungskonzepte integrieren.
Mit dem F 1200+ bringt Geze den ersten Antrieb für große und schwere Fenster auf den Markt, der diese sowohl drehen als auch kippen kann.
Mit dem F 1200+ bringt Geze den ersten Antrieb für große und schwere Fenster auf den Markt, der diese sowohl drehen als auch kippen kann.Bild: Exorbitart / Geze GmbH

Die einfachste und kostengünstigste Methode, um frische Luft in ein Gebäude zu bringen, ist die sogenannte natürliche oder freie Lüftung, also die Belüftung über die Fenster. Sie funktioniert über einen natürlichen Luftaustausch, der allein durch Temperatur- und Druckunterschiede zwischen Innen- und Außenluft sowie durch den natürlichen Wind entsteht. Die natürliche Lüftung kann entweder rein manuell erfolgen oder automatisiert. Dann sorgen kraftbetätigte Fensterantriebe – einzeln oder eingebunden in die Gebäudeautomation – für das Öffnen und Schließen der Fenster, in der Regel nach voreingestellten Zeitplänen oder ausgelöst durch Sensoren.

Dank der KNX-Kompatibilität des F 1200+ können in der Gebäudeautomation verschiedene Lüftungsszenarien hinterlegt werden.
Dank der KNX-Kompatibilität des F 1200+ können in der Gebäudeautomation verschiedene Lüftungsszenarien hinterlegt werden.Bild: Geze GmbH

Energieeffizient und sicher lüften

„Es gibt viele gute Gründe für eine automatisierte natürliche Lüftung. Unter anderem ist sie eine kostengünstige, energetisch sinnvolle und einfach umzusetzende Art, ein Gebäude zu belüften“, erklärt Dr. Dominik Landerer, Produktmanager Fenster bei Gez. „In jedem Gebäude gibt es einen gewissen Wärmeeintrag durch die Fenster. Vor allem aber entstehen durch die Nutzer thermische Lasten: Jeder Mensch strahlt Wärme ab, ebenso Computer, Drucker, Beamer etc. Diese thermische Last muss regelmäßig aus dem Gebäude abgeführt werden.“ Schulen seien ein gutes Beispiel: „In einem Klassenzimmer sitzen rund 30 Menschen für mindestens eine Dreiviertelstunde in einem relativ kleinen Raum. Allein durchs Atmen und ihre Körpertemperatur steigen Raumtemperatur, CO2-Gehalt und Luftfeuchtigkeit in dieser Zeit so stark an, dass in den Pausen dringend gelüftet werden muss – und das nicht erst seit Corona“, so Landerer weiter. Natürlich könnten die Fenster einfach vom Lehrer oder den Schülern manuell geöffnet werden. Wesentlich komfortabler und auch sinnvoller ist es allerdings, wenn das automatisiert abläuft. Denn die menschliche Wahrnehmung ist etwas Subjektives und hat, wenn es um die Qualität der Raumluft geht, erhebliche Schwächen. „Wir merken erst, dass die Luft schlecht ist, wenn es schon zu spät ist, wir unkonzentriert sind oder sogar Kopfschmerzen bekommen. Öffnen sich die Fenster dagegen nach Zeitplan oder wenn die Sensoren melden, dass der CO2-Gehalt zu hoch ist, findet rechtzeitig ein Luftaustausch statt – das ist auch für die Energieeffizienz sinnvoll.“ Damit dabei niemand zu Schaden kommt und sich z.B. in einem sich automatisch schließenden Fenster einklemmt, sichern diverse Sensoren sowie die IQ Box Safety Quetsch- und Scherkanten an den Fenstern ab.

Antrieb für schwere Dreh-Kipp-Fenster

Doch was braucht es eigentlich, um ein Fenster zu automatisieren? Dawina Lebsanft, Produktmanagerin bei Geze, erklärt: „Je nach Anforderung und Einbausituation braucht es neben dem Antrieb auch die entsprechende mechanische Komponente im Fensterprofil. Außerdem wird ein Stromanschluss benötigt.“ Mit dem neuen F 1200+ bringt das Unternehmen nun den ersten Antrieb für Dreh-Kippfenster auf den Markt. „Der F 1200+ ermöglicht die Kombination aus Spaltlüftung und Stoßlüftung. Fenster können über das integrierte Bedienfeld automatisch in die Kippstellung zum Spaltlüften gebracht werden. Das ist gerade bei kühlen Außentemperaturen eine effiziente Möglichkeit des Luftaustauschs. Alternativ können die Fenster manuell in Drehstellung zum Stoßlüften gebracht werden. Da beim Stoßlüften die gesamte Öffnungsfläche des Fensters genutzt wird, sorgt diese Lüftungsart für einen hohen Luftaustausch in nur kurzer Zeit,“ Der Antrieb gewährleistet damit vor allem in Gebäuden, in denen die Nutzer mit den Fenstern interagieren können, zwei effiziente Möglichkeiten zur Umsetzung einer natürlichen Lüftung.

Schwere Fenster per KNX bewegen

Gerade für nachhaltig gestaltete Neubauten ist der F 1200+ interessant. Denn Fassaden moderner Gebäude werden oft mit bodentiefen Fenstern versehen, was viel natürliches Licht in die Räume bringt und so für ein hohes Wohlbefinden in den Räumen sorgt. „Je größer die Fenster, desto größer der Mehrwert fürs Gebäude. Große Fenster bieten außerdem eine große Lüftungsöffnung und sorgen so schnell für den gewünschten Luftaustausch. Für die natürliche Lüftungslösung bedeutet das allerdings auch, dass schwere Fenster bewegt werden müssen. Mit unserem neuen F 1200+ haben wir ein Produkt entwickelt, das sehr komfortabel auch sehr große und schwere Fenster bis zu einer Höhe von 3,5 Metern und einem Flügelgewicht von 200kg bewegen kann“, so Lebsanft weiter. Dank der KNX-Kompatibilität des Antriebs können die Fenster intelligent in die Gebäudeautomation eingebunden und Lüftungsszenarien hinterlegt werden, z.B. die Nachtauskühlung, bei der nachts gelüftet wird, wenn das Gebäude nicht in Nutzung ist und die klimatischen Rahmenbedingungen ideal sind.

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Mit dem F 1200+ bringt Geze den ersten Antrieb für große und schwere Fenster auf den Markt, der diese sowohl drehen als auch kippen kann.
Mit dem F 1200+ bringt Geze den ersten Antrieb für große und schwere Fenster auf den Markt, der diese sowohl drehen als auch kippen kann.Bild: Exorbitart / Geze GmbH

Die einfachste und kostengünstigste Methode, um frische Luft in ein Gebäude zu bringen, ist die sogenannte natürliche oder freie Lüftung, also die Belüftung über die Fenster. Sie funktioniert über einen natürlichen Luftaustausch, der allein durch Temperatur- und Druckunterschiede zwischen Innen- und Außenluft sowie durch den natürlichen Wind entsteht. Die natürliche Lüftung kann entweder rein manuell erfolgen oder automatisiert. Dann sorgen kraftbetätigte Fensterantriebe – einzeln oder eingebunden in die Gebäudeautomation – für das Öffnen und Schließen der Fenster, in der Regel nach voreingestellten Zeitplänen oder ausgelöst durch Sensoren.

Dank der KNX-Kompatibilität des F 1200+ können in der Gebäudeautomation verschiedene Lüftungsszenarien hinterlegt werden.
Dank der KNX-Kompatibilität des F 1200+ können in der Gebäudeautomation verschiedene Lüftungsszenarien hinterlegt werden.Bild: Geze GmbH

Energieeffizient und sicher lüften

„Es gibt viele gute Gründe für eine automatisierte natürliche Lüftung. Unter anderem ist sie eine kostengünstige, energetisch sinnvolle und einfach umzusetzende Art, ein Gebäude zu belüften“, erklärt Dr. Dominik Landerer, Produktmanager Fenster bei Gez. „In jedem Gebäude gibt es einen gewissen Wärmeeintrag durch die Fenster. Vor allem aber entstehen durch die Nutzer thermische Lasten: Jeder Mensch strahlt Wärme ab, ebenso Computer, Drucker, Beamer etc. Diese thermische Last muss regelmäßig aus dem Gebäude abgeführt werden.“ Schulen seien ein gutes Beispiel: „In einem Klassenzimmer sitzen rund 30 Menschen für mindestens eine Dreiviertelstunde in einem relativ kleinen Raum. Allein durchs Atmen und ihre Körpertemperatur steigen Raumtemperatur, CO2-Gehalt und Luftfeuchtigkeit in dieser Zeit so stark an, dass in den Pausen dringend gelüftet werden muss – und das nicht erst seit Corona“, so Landerer weiter. Natürlich könnten die Fenster einfach vom Lehrer oder den Schülern manuell geöffnet werden. Wesentlich komfortabler und auch sinnvoller ist es allerdings, wenn das automatisiert abläuft. Denn die menschliche Wahrnehmung ist etwas Subjektives und hat, wenn es um die Qualität der Raumluft geht, erhebliche Schwächen. „Wir merken erst, dass die Luft schlecht ist, wenn es schon zu spät ist, wir unkonzentriert sind oder sogar Kopfschmerzen bekommen. Öffnen sich die Fenster dagegen nach Zeitplan oder wenn die Sensoren melden, dass der CO2-Gehalt zu hoch ist, findet rechtzeitig ein Luftaustausch statt – das ist auch für die Energieeffizienz sinnvoll.“ Damit dabei niemand zu Schaden kommt und sich z.B. in einem sich automatisch schließenden Fenster einklemmt, sichern diverse Sensoren sowie die IQ Box Safety Quetsch- und Scherkanten an den Fenstern ab.

Antrieb für schwere Dreh-Kipp-Fenster

Doch was braucht es eigentlich, um ein Fenster zu automatisieren? Dawina Lebsanft, Produktmanagerin bei Geze, erklärt: „Je nach Anforderung und Einbausituation braucht es neben dem Antrieb auch die entsprechende mechanische Komponente im Fensterprofil. Außerdem wird ein Stromanschluss benötigt.“ Mit dem neuen F 1200+ bringt das Unternehmen nun den ersten Antrieb für Dreh-Kippfenster auf den Markt. „Der F 1200+ ermöglicht die Kombination aus Spaltlüftung und Stoßlüftung. Fenster können über das integrierte Bedienfeld automatisch in die Kippstellung zum Spaltlüften gebracht werden. Das ist gerade bei kühlen Außentemperaturen eine effiziente Möglichkeit des Luftaustauschs. Alternativ können die Fenster manuell in Drehstellung zum Stoßlüften gebracht werden. Da beim Stoßlüften die gesamte Öffnungsfläche des Fensters genutzt wird, sorgt diese Lüftungsart für einen hohen Luftaustausch in nur kurzer Zeit,“ Der Antrieb gewährleistet damit vor allem in Gebäuden, in denen die Nutzer mit den Fenstern interagieren können, zwei effiziente Möglichkeiten zur Umsetzung einer natürlichen Lüftung.

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