Neues Energielabel ab März 2021

Neues Energielabel ab März 2021

Aus A+++ wird B, C, D oder E?!

Ab März 2021 ist es soweit: Die ersten Geräte mit dem neuen Energielabel sind im Handel erhältlich. Die auffälligste Neuerung ist die geänderte Effizienzklassen-Skala. Statt wie bisher meist von A+++ bis D reicht sie dann von A bis G. Die Initiative Hausgeräte+ erklärt die wichtigsten Änderungen.

(Bild: Initiativkreis Hausgeräte+)

(Bild: Initiativkreis Hausgeräte+)

Käufer von Haushaltsgroßgeräten wie Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschine und Waschtrockner müssen sich umstellen: „Waren bisher die sparsamsten Geräte in der Energieeffizienzklasse A+++ zu finden, kann das zukünftig auch B, C oder sogar D sein, je nach Gerätegruppe“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Dies kann vor allem in der Übergangszeit von November 2020 bis Ende Februar 2021 für Irritation sorgen, denn Gerätehersteller müssen in dieser Zeit neuen Geräten sowohl das alte als auch das neue Label beilegen. Messbedingungen und Berechnungsverfahren für die Einstufung in die Energieeffizienzklassen haben sich teilweise deutlich geändert, daher ist keine Eins-zu-Eins-Umrechnung von alten zu neuen Labelklassen möglich. Auch die angegebenen Energieverbrauchswerte sind nicht vergleichbar. „Die Geräte sind aber mindestens genauso energieeffizient wie vor der Umstellung“, so Oberascher. Die Europäische Kommission hat die Klassengrenzen zudem so streng definiert, dass die beste Klasse A zur Einführung voraussichtlich nicht oder nur in Einzelfällen erreicht wird, damit Raum bleibt für den technischen Fortschritt.

Programmdauer und weitere Neuerungen

Verbraucher sollten sich nicht täuschen lassen durch den deutlich niedrigeren Energieverbrauch von Waschmaschinen und Geschirrspülern auf dem neuen Label: Bisher ist ein Jahresenergieverbrauch auf Basis von 220 Waschgängen bzw. 280 Spülgängen angegeben, zukünftig wird von 100 Nutzungen ausgegangen. Neu ist auch die Angabe der Programmdauer in Stunden und Minuten. Außerdem wird der Geräuschwert nun ebenfalls klassifiziert, um dem Käufer die Einschätzung des dB-Wertes zu erleichtern.

(Bild: Initiativkreis Hausgeräte+)

(Bild: Initiativkreis Hausgeräte+)

Eine auffällige Neuerung ist der QR-Code oben rechts auf jedem Energielabel. Über ihn gelangt man zur Europäischen Produktdatenbank EPREL, wo zukünftig weitere Produkt-informationen erhältlich sein werden. Jede Bedienungsanleitung muss Hinweise zum effizienten Gebrauch der Geräte enthalten, bei vielen Markenherstellern ist das heute schon der Fall. Ebenfalls neu sind Vorgaben, dass wichtige Ersatzteile wie z.B. Motoren, Pumpen, Türscharniere oder -dichtungen bis zu zehn Jahre nach dem letzten Inverkehrbringen noch erhältlich sein müssen. Das soll Reparaturen erleichtern und damit die Nutzung der Geräte verlängern.

Wieso war die Umstellung nötig?

Ein niedriger Energie- und Wasserverbrauch und gute Gebrauchseigenschaften sind die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Hausgeräten. Genau hierüber informiert das europäische Energielabel seit 1996. Verbraucher sollen die sparsamsten Geräte anhand der Einstufung in Energieeffizienzklassen auf einen Blick erkennen und Geräte einfach vergleichen können. Die Klassen-Einstufung wird ausgedrückt durch Buchstaben und optisch verstärkt durch farbige Balken von grün bis rot.

Aufgrund des technischen Fortschritts wurde bei vielen Gerätegruppen die ursprüngliche Skala A bis G durch die Klassen A+, A++ und A+++ nach oben erweitert. Mittlerweile war auch dies ausgereizt: Waschmaschinen z.B. waren fast nur noch in der besten Klasse A+++ erhältlich. Daher hat die Europäische Union das Energielabel modernisiert und die Rückkehr zur einheitlichen Energieverbrauchsskala mit den sieben Klassen A bis G beschlossen. Alle bestehenden Label werden nach und nach umgestellt. Besonders schnell geht es bei Kühl- und Gefriergeräten, Weinkühlschränken, Geschirrspülern, Waschmaschinen, Waschtrockner, Fernsehern und Monitoren: Sie sind ab März 2021 mit dem neuen Energielabel und den Klassen A bis G im Handel erhältlich. Elektrische Lampen folgen ab September 2021. Spätestens bis 2030 sollen alle Produktgruppen, somit auch Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter, umgestellt sein.

Initiativkreis HAUSGERÄTE+
www.hausgeraete-plus.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Neues Energielabel ab März 2021

Aus A+++ wird B, C, D oder E?!

Ab März 2021 ist es soweit: Die ersten Geräte mit dem neuen Energielabel sind im Handel erhältlich. Die auffälligste Neuerung ist die geänderte Effizienzklassen-Skala. Statt wie bisher meist von A+++ bis D reicht sie dann von A bis G. Die Initiative Hausgeräte+ erklärt die wichtigsten Änderungen.

(Bild: Initiativkreis Hausgeräte+)

(Bild: Initiativkreis Hausgeräte+)

Käufer von Haushaltsgroßgeräten wie Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschine und Waschtrockner müssen sich umstellen: „Waren bisher die sparsamsten Geräte in der Energieeffizienzklasse A+++ zu finden, kann das zukünftig auch B, C oder sogar D sein, je nach Gerätegruppe“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Dies kann vor allem in der Übergangszeit von November 2020 bis Ende Februar 2021 für Irritation sorgen, denn Gerätehersteller müssen in dieser Zeit neuen Geräten sowohl das alte als auch das neue Label beilegen. Messbedingungen und Berechnungsverfahren für die Einstufung in die Energieeffizienzklassen haben sich teilweise deutlich geändert, daher ist keine Eins-zu-Eins-Umrechnung von alten zu neuen Labelklassen möglich. Auch die angegebenen Energieverbrauchswerte sind nicht vergleichbar. „Die Geräte sind aber mindestens genauso energieeffizient wie vor der Umstellung“, so Oberascher. Die Europäische Kommission hat die Klassengrenzen zudem so streng definiert, dass die beste Klasse A zur Einführung voraussichtlich nicht oder nur in Einzelfällen erreicht wird, damit Raum bleibt für den technischen Fortschritt.

Programmdauer und weitere Neuerungen

Verbraucher sollten sich nicht täuschen lassen durch den deutlich niedrigeren Energieverbrauch von Waschmaschinen und Geschirrspülern auf dem neuen Label: Bisher ist ein Jahresenergieverbrauch auf Basis von 220 Waschgängen bzw. 280 Spülgängen angegeben, zukünftig wird von 100 Nutzungen ausgegangen. Neu ist auch die Angabe der Programmdauer in Stunden und Minuten. Außerdem wird der Geräuschwert nun ebenfalls klassifiziert, um dem Käufer die Einschätzung des dB-Wertes zu erleichtern.

(Bild: Initiativkreis Hausgeräte+)

(Bild: Initiativkreis Hausgeräte+)

Eine auffällige Neuerung ist der QR-Code oben rechts auf jedem Energielabel. Über ihn gelangt man zur Europäischen Produktdatenbank EPREL, wo zukünftig weitere Produkt-informationen erhältlich sein werden. Jede Bedienungsanleitung muss Hinweise zum effizienten Gebrauch der Geräte enthalten, bei vielen Markenherstellern ist das heute schon der Fall. Ebenfalls neu sind Vorgaben, dass wichtige Ersatzteile wie z.B. Motoren, Pumpen, Türscharniere oder -dichtungen bis zu zehn Jahre nach dem letzten Inverkehrbringen noch erhältlich sein müssen. Das soll Reparaturen erleichtern und damit die Nutzung der Geräte verlängern.

Wieso war die Umstellung nötig?

Ein niedriger Energie- und Wasserverbrauch und gute Gebrauchseigenschaften sind die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Hausgeräten. Genau hierüber informiert das europäische Energielabel seit 1996. Verbraucher sollen die sparsamsten Geräte anhand der Einstufung in Energieeffizienzklassen auf einen Blick erkennen und Geräte einfach vergleichen können. Die Klassen-Einstufung wird ausgedrückt durch Buchstaben und optisch verstärkt durch farbige Balken von grün bis rot.

Aufgrund des technischen Fortschritts wurde bei vielen Gerätegruppen die ursprüngliche Skala A bis G durch die Klassen A+, A++ und A+++ nach oben erweitert. Mittlerweile war auch dies ausgereizt: Waschmaschinen z.B. waren fast nur noch in der besten Klasse A+++ erhältlich. Daher hat die Europäische Union das Energielabel modernisiert und die Rückkehr zur einheitlichen Energieverbrauchsskala mit den sieben Klassen A bis G beschlossen. Alle bestehenden Label werden nach und nach umgestellt. Besonders schnell geht es bei Kühl- und Gefriergeräten, Weinkühlschränken, Geschirrspülern, Waschmaschinen, Waschtrockner, Fernsehern und Monitoren: Sie sind ab März 2021 mit dem neuen Energielabel und den Klassen A bis G im Handel erhältlich. Elektrische Lampen folgen ab September 2021. Spätestens bis 2030 sollen alle Produktgruppen, somit auch Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter, umgestellt sein.

Bild: Axis Communications GmbH
Bild: Axis Communications GmbH
Tech-Trends, die 2023 die Sicherheitsbranche bewegen werden

Tech-Trends, die 2023 die Sicherheitsbranche bewegen werden

Die Sicherheitsbranche ist ein Sektor, der zunehmend auf smarte Technologien setzt, sensible Daten verarbeitet und wie kein anderer von geopolitischen Fragen und deren Auswirkungen betroffen ist. Vor diesem Hintergrund sieht Axis Communications, Experte im Bereich Netzwerk-Video, sechs große Trends, die die Branche im neuen Jahr maßgeblich beschäftigen werden. Philippe Kubbinga, Regional Director Middle Europe bei Axis Communications, hat die Trends analysiert:

Bild: S. Siedle & Söhne
Bild: S. Siedle & Söhne
Sprechanlagen aus brüniertem Messing

Sprechanlagen aus brüniertem Messing

Das Wohnbauensemble Erhardt 10 in München besticht neben der außergewöhnlichen Architektur und einer raffinierten Gestaltung auch durch eine passend darauf abgestimmte Sprechanlagen. Die Türstationen der Designlinie Siedle Classic sind aus massivem, brüniertem Messing gefertigt. Das Metall akzentuiert die Fassadengestaltung und präsentiert sich gleichzeitig wandelbar.

Bild: Elektro Welsing
Bild: Elektro Welsing
Elektroinstallation für geringen CO2-Fußabdruck

Elektroinstallation für geringen CO2-Fußabdruck

Der Naturkosthersteller Rapunzel baut in Legau im Allgäu ein Besucherzentrum, das Bio erlebbar machen möchte. Ökologische Kriterien ziehen sich durch alle Ebenen des Projekts: vom Rapunzel-Sortiment bis zur Architektur des Gebäudes. Der Bauherr setzte deshalb auf ressourcenschonende Materialien – darunter die ökobilanzierten Co2ntrol-Elektroinstallationsrohre von Fränkische.

Bild: VDS/VdZ
Bild: VDS/VdZ
SHK-Konjunkturbarometer weiterhin positiv

SHK-Konjunkturbarometer weiterhin positiv

Das Geschäftsklima in der Haus- und Gebäudetechnik liegt trotz großer Unsicherheiten im Marktumfeld auch im 4. Quartal 2022 mit +26 im positiven Bereich (Vgl.: Q3 2022: + 25). Nach einem Rückgang zu Jahresbeginn hat sich das Geschäftsklima im 4. Quartal 2022 wieder stabilisiert und liegt auf dem Niveau des Vorquartals.

Bild: Fischerwerke GmbH & Co. KG
Bild: Fischerwerke GmbH & Co. KG
Digitaler Helfer auf dem Bau

Digitaler Helfer auf dem Bau

Der neue Befestigungsroboter BauBot von Fischer kann Bauausführende bei täglichen Aufgaben auf der Baustelle unterstützen. So übernimmt er die Bohrlocherstellung und Installation der Befestigungslösungen des Unternehmens. In Kombination mit einem digitalen Bauplan steigert der Roboter auf Großbaustellen die Produktivität und Präzision, schont die Gesundheit der Anwender und bringt Sicherheit durch eine durchgängige digitale Dokumentation. Dabei kommt er in Boden-, Decken- und Wandanwendungen zum Einsatz.

Bild: Hekatron Vertriebs GmbH
Bild: Hekatron Vertriebs GmbH
Fernüberwachung von Brandmeldeanlagen wird leichter

Fernüberwachung von Brandmeldeanlagen wird leichter

Aufgrund rechtlicher Bedenken blickte manch ein Errichter oder Betreiber bisher skeptisch auf Lösungen wie die Fernüberwachung und -instandhaltung von Brandmeldeanlagen. Die neue Dienstleistungsnorm DIN EN 50710 ‚Anforderungen an die Bereitstellung von sicheren Ferndiensten für Brandsicherheitsanlagen und Sicherheitsanlagen‘ nimmt diese Sorge nun und lädt dazu ein, die Möglichkeiten des Fernzugriffs voll auszuschöpfen.

Bild: ZVEH
Bild: ZVEH
Fachkräftemangel weiter eine der größten Herausforderungen

Fachkräftemangel weiter eine der größten Herausforderungen

Mit dem Wechsel von Alexander Neuhäuser in die Position des ZVEH-Hauptgeschäftsführers setzt die elektrohandwerkliche Organisation auf Kontinuität. Ein wichtiger Schwerpunkt der Verbandsarbeit wird nach Ansicht Neuhäusers auch in den nächsten Jahren auf dem Thema Fachkräfte liegen. Denn der Fachkräftebedarf steigt im Zuge der Energiewende rasant: So fehlen in den E-Handwerken der aktuellen Fachkräftebedarf-Analyse des ZVEH zufolge 85.525 Fachkräfte. Daneben werden Effizienzgewinne durch Digitalisierung und die Weiterqualifizierung im klimarelevanten Technologie-Handwerk immer wichtiger.