Unendliche Smartifizierung

Unendliche
Smartifizierung

Die Bezeichnung smart wird in vielerlei Zusammenhängen genutzt. Kaum ein Gerät wird heute auf den Markt gebracht, das nicht in irgendeiner Form smart ist. Das beschränkt sich nicht auf das Gebäude, sondern ist längst im anderweitigen Lifestyle- und Gadget-Bereich angekommen. Oft reicht eine entsprechende Integration in eine App-Umgebung, um hier den Anschein des Internet of Things zu erzeugen. Aber was ist nun wirklich smart?
Um es vorweg zu nehmen: Es ist nicht falsch, so ein Produkt mit eigener App-Umgebung als smart zu bezeichnen. Dahinter liegt die Idee, ein Gerät mit einer übergeordneten Ebene zu steuern, auszulesen oder zu vernetzen. Damit entsteht die Möglichkeit, das Gerät über seine grundsätzlichen Funktionen hinweg zu nutzen. Übertragen wir das Prinzip auf das Gebäude, sind wir bei smarten Komponenten angekommen: Die Steckdose, die den Stromverbrauch misst, die Beleuchtung, die per Befehl die passende Szene abspielt, das Schließsystem, das sich per App öffnen lässt usw.

Auf dem Weg zum Smart Home

Nun stellt sich wieder die zu Beginn formulierte Frage: Ab wann sprechen wir dann eigentlich vom Smart Home? Reicht die smarte Komponente für die Lichtsteuerung aus, um dem Gebäude Intelligenz zuzuschreiben? Ja und nein. Smarte Komponenten in ihren einzelnen Anwendungsbereichen sind zwar der erste Schritt, können getrennt voneinander eingesetzt aber nicht den Anspruch an eine intelligente Umgebung erfüllen. Erst wenn sich der Fokus von der reinen Geräteaufgabe entfernt und weitere Gewerke mit einbezogen werden, bewegt man sich auf diesem Weg in die richtige Richtung.

Vernetzbarkeit und Informationen

Am Ende ist es eben nicht die erweiterte Funktionalität des An- und Abschaltens einzelner Komponenten, sondern die Vernetzbarkeit der Komponenten zusammen mit den verschiedenen Informationen, die sie dem übergeordneten System liefern können. Übrigens ist genau das einer der Gründe, warum wir uns in der GEBÄUDEDIGITAL nie auf nur eines der Gewerke der Gebäudetechnik beschränken wollen. Denn nur aus dem Zusammenspiel aus Informationen, Vernetzbarkeit und den passenden Komponenten kann am Ende ein Gebäude entstehen, das ein Höchstmaß an Komfort und Bedienbarkeit verspricht.

Unendliche Smartifizierung

Der Hype der Smartifizierung der Komponenten spielt Anwendern übrigens in die Hände: Immer mehr Komponenten sind vernetzbar und können damit Informationslieferanten im Smart Home sein. Das wiederum bedeutet aber auch, dass es vorerst keine abschließende Antwort auf die Frage nach der Definition eines Smart Homes gibt. Sicher ist, dass wir uns auf einem guten Weg befinden und dass dieser Weg in absehbarer Zeit nicht enden wird. Vielleicht ist das dann auch doch schon die Antwort: Der Weg ist das Ziel!

Florian Streitenberger,

Redaktion GEBÄUDEDIGITAL

Thematik: Allgemein
Ausgabe:
TeDo Verlag GmbH
www.tedo-verlag.de

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Unendliche
Smartifizierung

Die Bezeichnung smart wird in vielerlei Zusammenhängen genutzt. Kaum ein Gerät wird heute auf den Markt gebracht, das nicht in irgendeiner Form smart ist. Das beschränkt sich nicht auf das Gebäude, sondern ist längst im anderweitigen Lifestyle- und Gadget-Bereich angekommen. Oft reicht eine entsprechende Integration in eine App-Umgebung, um hier den Anschein des Internet of Things zu erzeugen. Aber was ist nun wirklich smart?
Um es vorweg zu nehmen: Es ist nicht falsch, so ein Produkt mit eigener App-Umgebung als smart zu bezeichnen. Dahinter liegt die Idee, ein Gerät mit einer übergeordneten Ebene zu steuern, auszulesen oder zu vernetzen. Damit entsteht die Möglichkeit, das Gerät über seine grundsätzlichen Funktionen hinweg zu nutzen. Übertragen wir das Prinzip auf das Gebäude, sind wir bei smarten Komponenten angekommen: Die Steckdose, die den Stromverbrauch misst, die Beleuchtung, die per Befehl die passende Szene abspielt, das Schließsystem, das sich per App öffnen lässt usw.

Auf dem Weg zum Smart Home

Nun stellt sich wieder die zu Beginn formulierte Frage: Ab wann sprechen wir dann eigentlich vom Smart Home? Reicht die smarte Komponente für die Lichtsteuerung aus, um dem Gebäude Intelligenz zuzuschreiben? Ja und nein. Smarte Komponenten in ihren einzelnen Anwendungsbereichen sind zwar der erste Schritt, können getrennt voneinander eingesetzt aber nicht den Anspruch an eine intelligente Umgebung erfüllen. Erst wenn sich der Fokus von der reinen Geräteaufgabe entfernt und weitere Gewerke mit einbezogen werden, bewegt man sich auf diesem Weg in die richtige Richtung.

Vernetzbarkeit und Informationen

Am Ende ist es eben nicht die erweiterte Funktionalität des An- und Abschaltens einzelner Komponenten, sondern die Vernetzbarkeit der Komponenten zusammen mit den verschiedenen Informationen, die sie dem übergeordneten System liefern können. Übrigens ist genau das einer der Gründe, warum wir uns in der GEBÄUDEDIGITAL nie auf nur eines der Gewerke der Gebäudetechnik beschränken wollen. Denn nur aus dem Zusammenspiel aus Informationen, Vernetzbarkeit und den passenden Komponenten kann am Ende ein Gebäude entstehen, das ein Höchstmaß an Komfort und Bedienbarkeit verspricht.

Unendliche Smartifizierung

Der Hype der Smartifizierung der Komponenten spielt Anwendern übrigens in die Hände: Immer mehr Komponenten sind vernetzbar und können damit Informationslieferanten im Smart Home sein. Das wiederum bedeutet aber auch, dass es vorerst keine abschließende Antwort auf die Frage nach der Definition eines Smart Homes gibt. Sicher ist, dass wir uns auf einem guten Weg befinden und dass dieser Weg in absehbarer Zeit nicht enden wird. Vielleicht ist das dann auch doch schon die Antwort: Der Weg ist das Ziel!

Florian Streitenberger,

Redaktion GEBÄUDEDIGITAL

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