Moderne Geräte bilden die ‚Tür‘ zum Smart Home

Türsprechanlagen: Wissen, was der Kunde wünscht

Moderne Geräte bilden die ‚Tür‘ zum Smart Home

Je nach Ausstattung können Türsprechanlagen Eigentümern und Mietern das Leben wesentlich einfacher und sicherer machen. Da sich viele Haus- und Wohnungsbesitzer aufgrund des unübersichtlichen Angebots auf den Rat des Experten verlassen, sollte jeder Installateur, dem guter Service wichtig ist, einen Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen haben. Der Artikel klärt darüber auf, was es bei der Anschaffung moderner Türkommunikationssysteme zu beachten gilt.
Die Zeiten, in denen Smart-Home-Komponenten wie intelligente Türsprechanlangen nur für einige Wenige erschwinglich waren, sind vorbei. Selbst im mittleren Preissegment findet man heutzutage Lösungen, die neben nützlichen Funktionen einige Annehmlichkeiten bieten. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich viele Haus- und Wohnungsbesitzer nicht mehr länger mit den Standard-Produkten zufrieden geben, die lange Zeit den Markt bestimmten, weil sie wie selbstverständlich von jedem Installateur empfohlen wurden. Bei einfachen Sprechanlagen, die aus Klingel, Mikrofon, Lautsprecher und Türöffner bestehen, fällt die Entscheidung häufig auf Basis des Preises, der Optik und der Einfachheit der Installation. Schwieriger wird die Entscheidung für das richtige Produkt, wenn zusätzliche Funktionen wie Bild- und -Videoübertragung, Nachtbetrieb, Funkverbindungen oder Fernzugriff gewünscht werden. Anlagen mit integrierter Videokamera im Außen- und Bildschirm im Innenteil haben den Vorteil, dass sich so überprüfen lässt, wer tatsächlich vor der Haustür steht. Der Nachteil ist, dass die Kamera nicht zwangsläufig den gesamten Eingangsbereich abdeckt. Anlagen, an die separate Kameras angeschlossen werden können, bilden hier eine sinnvolle Alternative, denn diese können genau so ausgerichtet werden, wie es die Umgebung verlangt. Ist der Eingangsbereich nicht beleuchtet, sollte gegebenenfalls über Kameras mit Nachtbetrieb nachgedacht werden. Der Großteil aller Türsprechanlagen besteht aus einem Außen- und einem oder mehreren Innenteilen. Zumeist sind die Komponenten über Kabel verbunden, was vor allem bei einer nachträglichen Installation mitunter viel Aufwand bedeuten kann. Alternativ gibt es auch Funk-basierte Lösungen. Hierbei gibt es zu bedenken, dass z.B. bei einer Übertragung per WLAN Störungen mit anderen Geräten nicht ausgeschlossen sind. Aus diesem Grund wird WLAN häufig nicht für die Kommunikation zwischen Außen- und Innenteil genutzt, sondern lediglich für die Verbindung zwischen Innenteil und zusätzlichen mobilen Komponenten. Letztere haben den Vorteil, dass man über die mobilen Endgeräte theoretisch von überall im Haus auf die Türklingel reagieren kann. Allerdings bedeutet das in der Praxis, dass man die Endgeräte stets so platzieren muss, dass sie auch in Griffweite sind. Eleganter sind hier Lösungen, bei denen ein Smartphone in das System integriert werden kann, das häufig eh griffbereit in der Nähe liegt. Noch effizienter sind Türsprechanlagen, die sich mit der vorhandenen Telefonanlage verbinden lassen. Die Kosten für die Anschaffung eines Innenteils entfallen in diesem Fall komplett. Zudem ist die Montage vergleichsweise einfach und erfordert wenig Aufwand. Vor allem aber machen schnurlose Telefone den Einsatz zusätzlicher mobiler Komponenten überflüssig – und sind nicht nur eindimensional nutzbar. Da der DECT-Frequenzbereich von Schnurlostelefonen geschützt ist, können zudem auch keine Interferenzen mit anderen Geräten im Haushalt auftreten. Der neue ULE-Standard, der auf DECT-Frequenzen basiert, ist besonders energiesparend. Die eigens gegründete ULE Alliance ist zurzeit in Kontakt mit mehreren Herstellern, um diese auf die Vorzüge von ULE aufmerksam zu machen. Dazu gehört auch, dass ULE als offener Standard herstellerübergreifend genutzt werden kann und somit Endkunden-freundlich ist. Bislang sind die meisten Lösungen nicht interoperabel mit Produkten anderer Hersteller, was von vielen Verbrauchern kritisiert wird. Zu guter Letzt sollte bei Türsprechanlagen auch auf die Tonqualität und gute Mikrofone geachtet werden. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn sich die Immobilie nicht in isolierter Lage befindet. Ansonsten droht schnell Streit mit den Nachbarn, wenn diese jede Konversion unfreiwillig mit verfolgen, weil der Besuch in das Außenteil brüllen muss, um verstanden zu werden. Sollen gleich mehrere Wohnungen ausgerüstet werden, empfehlen sich mehrparteienfähige Türsprechanlagen.

Drei Beispiel-Lösungen für moderne Türkommunikation Siedle

Siedle hat zahlreiche Lösungen im Sortiment wie das modulare System Siedle Vario. Die Grundfunktionen lassen sich etwa durch eine im Außenteil integrierte Farbkamera ergänzen. Innenteile gibt es ebenfalls in diversen Varianten. Optional lässt sich mit der Siedle DoorCom die Eingangstür mit dem Amtstelefon verbinden. Die DoorCom funktioniert mit allen Siedle-Produktreihen mit Ausnahme der Compact-Sets. In Kürze soll zudem Siedle Scope auf den Markt kommen. Mithilfe eines mobilen Kommunikationsgeräts, das auf DECT basiert und auch Videoübertragung ermöglicht, kann über die schnurlose Innenstation auch über das Festnetz telefoniert werden. Im Vergleich zu Systemen, die die vorhandene Telefonanlage nutzen, bietet Scope zusätzliche Funktionen, muss aber auch eigens angeschafft werden und ist somit teuer. Eine App für iPhones oder iPads soll Scope ergänzen.

Telegärtner Elektronik

Die multifunktionale DoorLine Pro von Telegärtner Elektronik lässt sich mit allen gängigen Telefonanlagen mit analogem Anschluss verbinden. Die Anschaffung eines Innenteils und zusätzlicher mobiler Komponenten entfallen so, was auch die Installation erleichtert. Wird die Türklingel betätigt, baut die DoorLine Pro einen Anruf zu den angeschlossenen Telefonen auf. Zu den weiteren zahlreichen Features gehören u.a. Rufweiterleitungen u.a. aufs Handy, eine Türöffner-Funktion, Zugangskontrolle, Bewegungsmelder und ein Outdoor-Touch-Display. Die DoorLine Pro ist individualisierbar, mehrparteienfähig (bis zu vier Einheiten über eine Switchbox) und setzt auf offene Standards, sodass auch Geräte anderer Hersteller eingesetzt werden können. Zukünftig sollen sich per Update auch Kameras integrieren und zeitabhängige Funktionen nutzen lassen. Alternativ gibt es die DoorLine classic, bei der u.a. das Touch-Display und der Bewegungsmelder fehlen.

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Thematik: Allgemein
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Ausgabe:
Telegärtner Elektronik GmbH
www.telegaertner-elektronik.de

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