Marktübersicht: Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV)

Marktübersicht:
Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV)

Kommt es zu Stromausfällen oder ist die Netzqualität schlecht, können empfindliche Geräte in ihrer Funktion beeinträchtigt oder beschädigt werden. Dies zu verhindern ist die Aufgabe von unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV). Die Geräte sind in der Lage lokale Schwankungen auszugleichen. Unsere Markübersicht soll Ihnen einen Überblick verschaffen, welche Geräte derzeit auf dem Markt sind.
Die Netzspannung und die Netzfrequenz werden ständig von den Energieunternehmen an den Einspeisepunkten ins Stromnetz geregelt. Damit erfolgt ein Ausgleich der Summe der Störungen. Die unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV) sind dagegen in der Lage, lokale Schwankungen auszugleichen. Dies geschieht durch Einspeisung der Geräte aus Akkumulatoren. Die USV können die angeschlossen Systeme vor Stromausfall, Über- und Unterspannung, Oberschwingungen sowie Frequenzänderungen schützen.

Ausstattung

Vor welchen der oben genannten Störungen die USV Schutz bietet, ist von dem Aufbau des Gerätes abhängig. Bestandteile sind Akkumulatoren, Stromrichter und eine elektronische Steuerung. Die Leistung richtet sich im Wesentlichen nach der Belastbarkeit der Stromrichter. Die maximale Überbrückungszeit ist ebenso ein wichtiges Merkmal einer USV. Sie hängt von der Kapazität der Akkumulatoren ab und kann je nach Anforderung wenige Sekunden oder Stunden dauern. Kommt es zum Stromausfall, werden Computer in Rechenzentren automatisch heruntergefahren, bevor die Überbrückungszeit abgelaufen ist. Geöffnete Dateien, zum Beispiel sensible Datenbanken, werden so kontrolliert geschlossen, um Datenverlust zu verhindern. Bei großem Bedarf an Leistung und Überbrückungszeit kommen auch Stromerzeugungsaggregate zum Nachladen der Akkumulatoren zum Einsatz. Zu den Grundfunktionen einer USV gehört ein regelmäßiger automatischer Belastungstest, bei dem die Akkumulatoren im laufenden Betrieb mit der angeschlossenen Last entladen werden. Nach drei bis vier Jahren, spätestens nach der vom Hersteller angegebenen Lebensdauer, sollten die Akkus jedoch in jedem Fall ersetzt werden. Die Kommunikation zwischen Server und USV findet deshalb standardmäßig über die Schnittstelle RS-232 statt, optional über Ethernet, inzwischen vereinzelt auch über USB. Das reichhaltige Kontingent von Stromversorgungen macht die Auswahl des geeigneten Gerätes schwer. Unsere Marktübersicht soll ihnen diese schwierige Entscheidung erleichtern. (hsc)

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