Herstellerübergreifende Kommunikation

Herstellerübergreifende Kommunikation

Entwicklung des BACnet-Standards von 1987 bis heute

BACnet (Building Automation and Control Networks) wurde 1987 als offenes, hersteller- und geräteübergreifendes Kommunikationsprotokoll durch die ASHRAE (American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers) entworfen und seitdem konsequent weiterentwickelt. Folgender Beitrag beschreibt die Entwicklungsgeschichte von den Anfängen 1987 bis heute.
Wie H. Michael Newman (der erste Vorsitzende des BACnet-Komitees) und sein Schwager Peter Macdonald in der Zeichnung (siehe oben) skizziert haben, lag und liegt der Grundgedanke in der Interoperabilität von verschiedenen Geräten; auch und gerade von verschiedenen Herstellern. Angefangen vom Sensor oder Aktuator über Festapplikationsgeräte wie Frequenzumformer, Pumpen, Ventile, Antriebe, usw. bis hin zu frei programmierbaren Automationsstationen sowie Bedien- und Beobachtungseinrichtungen in der Managementebene lassen sich Geräte zusammenschalten. BACnet ist in der ISO 16484 Teil 5 (der Standard selbst) sowie ISO 16484 Teil 6 (Prüfvorschriften zur Konformitätsprüfung) international genormt und weltweit anerkannt. Wie bei jeder Kommunikation – übrigens auch der zwischenmenschlichen – müssen bestimmte Voraussetzungen für einen erfolgreichen Datenaustausch erfüllt sein. Zunächst muss das verwendete Netzwerk festgelegt werden, weiterhin müssen die Dateninhalte definiert und abschließend die Regeln für den Austausch der Informationen spezifiziert sein.

Netzwerke

BACnet erlaubt die Verwendung von insgesamt sieben verschiedenen Netzwerkstandards. Dazu zählen neben den älteren Standards wie Layer-2 Ethernet oder ARCnet auch LonTalk, RS232 (überwiegend für Modemverbindungen), RS485 (MS/TP=Master Slave Token Passing), das Internetprotokoll Version 4 sowie der Funkstandard Zigbee. Mit Routern lassen sich die verschiedenen Netzwerkmedien verbinden, sodass diese in der Anwendungsschicht zu einem homogenen Netzwerk zusammengeführt werden.

Objekte

Die erste offizielle Ausgabe des BACnet-Standards im Jahr 1995 kannte bereits 18 Objekte, überwiegend für die Bereiche Heizung, Lüftung und Klima. Inzwischen ist die Anzahl der Standardobjekte auf 54 gestiegen. So wurde BACnet z.B. für die Abbildung von Brand- und Einbruchmeldeanlagen oder Zutrittskontrollsysteme erweitert, aber auch weitere Objekte für die HLK- oder Elektrobranche kamen hinzu (Lastabwurf, Trendlog, Lichtobjekte).

Seiten: 1 2 3Auf einer Seite lesen

Thematik: Allgemein
Ausgabe:
MBS GmbH
www.mbs-software.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Herstellerübergreifende Kommunikation

Entwicklung des BACnet-Standards von 1987 bis heute

BACnet (Building Automation and Control Networks) wurde 1987 als offenes, hersteller- und geräteübergreifendes Kommunikationsprotokoll durch die ASHRAE (American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers) entworfen und seitdem konsequent weiterentwickelt. Folgender Beitrag beschreibt die Entwicklungsgeschichte von den Anfängen 1987 bis heute.
Wie H. Michael Newman (der erste Vorsitzende des BACnet-Komitees) und sein Schwager Peter Macdonald in der Zeichnung (siehe oben) skizziert haben, lag und liegt der Grundgedanke in der Interoperabilität von verschiedenen Geräten; auch und gerade von verschiedenen Herstellern. Angefangen vom Sensor oder Aktuator über Festapplikationsgeräte wie Frequenzumformer, Pumpen, Ventile, Antriebe, usw. bis hin zu frei programmierbaren Automationsstationen sowie Bedien- und Beobachtungseinrichtungen in der Managementebene lassen sich Geräte zusammenschalten. BACnet ist in der ISO 16484 Teil 5 (der Standard selbst) sowie ISO 16484 Teil 6 (Prüfvorschriften zur Konformitätsprüfung) international genormt und weltweit anerkannt. Wie bei jeder Kommunikation – übrigens auch der zwischenmenschlichen – müssen bestimmte Voraussetzungen für einen erfolgreichen Datenaustausch erfüllt sein. Zunächst muss das verwendete Netzwerk festgelegt werden, weiterhin müssen die Dateninhalte definiert und abschließend die Regeln für den Austausch der Informationen spezifiziert sein.

Netzwerke

BACnet erlaubt die Verwendung von insgesamt sieben verschiedenen Netzwerkstandards. Dazu zählen neben den älteren Standards wie Layer-2 Ethernet oder ARCnet auch LonTalk, RS232 (überwiegend für Modemverbindungen), RS485 (MS/TP=Master Slave Token Passing), das Internetprotokoll Version 4 sowie der Funkstandard Zigbee. Mit Routern lassen sich die verschiedenen Netzwerkmedien verbinden, sodass diese in der Anwendungsschicht zu einem homogenen Netzwerk zusammengeführt werden.

Objekte

Die erste offizielle Ausgabe des BACnet-Standards im Jahr 1995 kannte bereits 18 Objekte, überwiegend für die Bereiche Heizung, Lüftung und Klima. Inzwischen ist die Anzahl der Standardobjekte auf 54 gestiegen. So wurde BACnet z.B. für die Abbildung von Brand- und Einbruchmeldeanlagen oder Zutrittskontrollsysteme erweitert, aber auch weitere Objekte für die HLK- oder Elektrobranche kamen hinzu (Lastabwurf, Trendlog, Lichtobjekte).

Seiten: 1 2 3Auf einer Seite lesen

Bild: Fluke Deutschland GmbH
Bild: Fluke Deutschland GmbH
Messung der Netzqualität bei Solaranlagen

Messung der Netzqualität bei Solaranlagen

Der Markt für erneuerbare Energien wächst rasant und stellt neue Herausforderungen an qualifizierte Techniker, die die Solaranlagen und Windparks der Zukunft in Betrieb nehmen und warten sollen. Mark Bakker, Field Application Engineer bei Fluke, geht auf die Bedeutung der Netzqualitätsmessung für Solaranlagen näher ein und erklärt die Fallstricke und korrekten Herangehensweisen im Interview.

Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH
Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH
Premiere für Cylon

Premiere für Cylon

Bauer Elektroanlagen realisiert über alle elektrotechnischen Leistungsbereiche hinweg Anlagentechnik aus einer Hand. Das Unternehmen demonstriert an seiner Berliner Niederlassung, was mit moderner Gebäudeautomation heute alles möglich ist: Der Neubau auf dem Firmengelände im Stadtteil Adlershof ist energieautark konzipiert und speist überschüssigen Photovoltaikstrom automatisch in Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ein. Sämtliche Steuerungssysteme basieren auf offenen Standards zur intelligenten Gebäudevernetzung. Als technologisches Novum sorgen dabei erstmals Lösungen von ABB Cylon.

Bild: Gifas Electric GmbH
Bild: Gifas Electric GmbH
Beleuchteter LED-Handlauf für mehr Sicherheit

Beleuchteter LED-Handlauf für mehr Sicherheit

Für die Modernisierung einer Notfalltreppe im Außenbereich eines Gebäudes der Universität Trier wurde eine effiziente und redundante Lichtlösung gesucht, die alle Normen für Treppen im öffentlichen Bereich gemäß DIN EN12464-1 und DGUV Information 208-055 erfüllt. Die Wahl fiel auf das modulare Handlaufsystem LaneLED Inox48 von Gifas, das den Anforderungen an Lichtleistung, Design und Sicherheit gerecht wurde.

Bild: ©Blue Planet Studio/stock.adobe.com
Bild: ©Blue Planet Studio/stock.adobe.com
Long Range Wide Area Network für Smart Cities

Long Range Wide Area Network für Smart Cities

Ursprünglich für das Internet of Things (IoT) entwickelt, wird die Funktechnologie Lorawan – kurz für Long Range Wide Area Network – zunehmend auch von Städten, Kommunen, Liegenschaftsverwaltern und Energieversorgern vorangetrieben. Auch in Smart Cities spielt sie eine wichtige Rolle. Als Alternative zu anderen Funksystemen bietet sich Lorawan vor allem dort als leistungsstarke Lösung an, wo große Reichweiten und hohe Wirtschaftlichkeit wesentlich sind.

Bild: Softing IT Networks GmbH
Bild: Softing IT Networks GmbH
Durchblick im Taschenformat

Durchblick im Taschenformat

Nach der Zertifizierung ist vor der Inbetriebnahme: Moderne Highend-Verdrahtungstester erreichen heute ganz neue Möglichkeiten. Konnten frühere Geräte sich nur über Kupferanschlüsse mit einem aktiven Netzwerk verbinden, deckt die neueste Generation von Testern alle drei Medien (Kupfer-, Glasfaser und WLAN) zum Verbindungsaufbau und Testen der Konnektivität ab. Aber auch die PoE (Power-over-Ethernet)-Leistung einer Verbindung kann mit Geräten der neusten Generation getestet werden.

Bild: Faruk Pinjo
Bild: Faruk Pinjo
Effiziente Beleuchtung für mehr Sicherheit

Effiziente Beleuchtung für mehr Sicherheit

Mit einem zeitgemäßen Beleuchtungskonzept wirken Parkhäuser einladend und sicher. Darüber hinaus soll Beleuchtung bei möglichst geringem Stromverbrauch für komfortable Orientierung sorgen. Diese Aspekte hat Zumtobel im Rahmen eines Modernisierungsprojekts im Parkhaus des Gundeli-Parks in Basel vereint. Nachhaltigkeit war bei diesem Projekt das Credo – sowohl bei der Geschäftsbeziehung als auch bei der Installation.