Smart Heating eröffnet Möglichkeiten

Evolution statt Revolution

Digitalisierung
der Immobilie

Der Spargel meldet dem Landwirt auf sein Smartphone, wenn es unter der Abdeckfolie zu warm wird. Austernzüchter nutzen das Internet, um ihren Ertrag zu steigern: Sensoren erfassen Salzgehalt, Temperatur sowie Luftdruck und optimieren die Ernteplanung. Wie diese Beispiele aus der Nahrungsmittelproduktion zeigen, durchdringt der Begriff Digitalisierung als das Thema der Zukunft alle Bereiche des Lebens. Was verstehen wir unter Digitalisierung in Bezug auf Anwendung sowie Nutzen in der Immobilienwirtschaft?

Die App ProWork wird über den Smart Service Key an den Heizkessel angeschlossen. Sie hilft dem Installateur sowohl während der Inbetriebnahme als auch bei Wartungsarbeiten (Bild: Buderus)

Die App ProWork wird über den Smart Service Key an den Heizkessel angeschlossen. Sie hilft dem Installateur sowohl während der Inbetriebnahme als auch bei Wartungsarbeiten (Bild: Buderus)

Die Digitalisierung ist als übergeordneter Begriff zu verstehen. Er bezieht Geschäftsprozesse, die z.B. über eine App oder eine Web-Plattform ablaufen, genauso mit ein wie die Vernetzung von Geräten und Maschinen und dem damit einhergehenden Datenaustausch. Deutlich spürbar und fast schon revolutionär verläuft die Vernetzung von elektronischen Geräten, etwa Heizungsanlagen und deren Regelungstechnik. Die Anlagen können über Schnittstellen mit anderen Geräten in einem Netzwerk (lokal oder über das Internet) kommunizieren und bilden damit die Voraussetzung für digitale Serviceangebote. Prägend ist der Begriff IoT. Er beschreibt die Vernetzung und Kommunikation verschiedener Dinge im Internet – bis hin zu Hausgeräten und Heiztechnikprodukten.

Die Heizungen werden über Router und Schnittstellen in die SmartHome-Infrastruktur eingebunden, die Datenübertragung erfolgt dabei ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen. (Bild: Buderus)

Die Heizungen werden über Router und Schnittstellen in die SmartHome-Infrastruktur eingebunden, die Datenübertragung erfolgt
dabei ausschlieߟlich über
verschlüsselte Verbindungen. (Bild: Buderus)

Smart Heating eröffnet Möglichkeiten

Angesichts dieser Entwicklung verwundert es nicht, dass der Trend zur Digitalisierung auch die Immobilienwirtschaft erfasst. Die Voraussetzungen zur Fernsteuerung und Fernüberwachung von Heizungsanlagen sind günstig. Der Ausbau von Breitbandanschlüssen, vernetzten PCs sowie die hohe Verbreitung von Smartphones und Tablets begünstigen dies ebenfalls. Hausbewohner sind speziell am Thema smarte Heizung interessiert, das Wohnkomfort, Energieverbrauch und die Heizkosten begünstigt. Im Deloitte Smart Home Survey 2015 rangiert das Thema auf Platz 2 nach intelligenten Alarmsystemen: 34 % der Deutschen sind an smarten Heizungen und Thermostaten interessiert oder äußern eine Kaufabsicht. Die Smart-Home-Technik bietet mehr Komfort, Nachhaltigkeit und Sicherheit, weil das System außer der Heizungsteuerung über Bewegungs- und Rauchmelder auch die persönliche Sicherheit deutlich erhöht. So wachsen bisher unabhängige Bereiche wie Wärme, Licht und Sicherheit zu einem übergreifenden System zusammen. Basis für die intelligente Haussteuerung sind untereinander vernetzte Geräte, die sich automatisch den wechselnden Gegebenheiten des Alltags anpassen. So meldet z.B. der Tür-/Fensterkontakt ein offenes Fenster über die zentrale Steuereinheit an den Heizkörper-Thermostat. Die Wärmezufuhr wird in diesem Raum reduziert und Energie eingespart. Smart-Home-Systeme lassen sich mittels intuitiv bedienbarer Smartphone-Apps auch von unterwegs einstellen und steuern. Generell kommt dem Heizsystem im Smart Home eine wichtige Rolle zu: Es muss sich dynamisch dem individuellen Wärmebedarf der Bewohner anpassen. Ein solches System kann z.B. die morgens genutzten Räume wie Bad und Küche selbständig auf die persönliche Wohlfühltemperatur aufwärmen.

Effizienter Service für Fachhandwerker

Heizungsfachfirmen optimieren durch den Fernzugriff auf Heizsysteme ihre Servicedienstleistungen. Nachdem z.B. der Hausbewohner oder die Wohnungsbaugesellschaft eingewilligt hat, können Installateure deren Anlagen bequem aus der Ferne im Blick zu behalten, Änderungen bei den Einstellungen vornehmen und Servicemeldungen abfragen. Auch unterwegs ist der Fachmann stets im Bilde, weil Meldungen auf dem Smartphone oder Tablet angezeigt werden. Via Internet lässt sich dabei eine große Zahl von Wärmeerzeugern kontrollieren. So ermöglicht die neue Technik dem Heizungsfachbetrieb die Bedienung, Fernüberwachung und den Service mehrerer Heizungsanlagen über eine Anwendung.

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Ausgabe:
Bosch Thermotechnik GmbH
www.bosch-thermotechnik.de

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der Immobilie

Der Spargel meldet dem Landwirt auf sein Smartphone, wenn es unter der Abdeckfolie zu warm wird. Austernzüchter nutzen das Internet, um ihren Ertrag zu steigern: Sensoren erfassen Salzgehalt, Temperatur sowie Luftdruck und optimieren die Ernteplanung. Wie diese Beispiele aus der Nahrungsmittelproduktion zeigen, durchdringt der Begriff Digitalisierung als das Thema der Zukunft alle Bereiche des Lebens. Was verstehen wir unter Digitalisierung in Bezug auf Anwendung sowie Nutzen in der Immobilienwirtschaft?

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Die Heizungen werden über Router und Schnittstellen in die SmartHome-Infrastruktur eingebunden, die Datenübertragung erfolgt dabei ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen. (Bild: Buderus)

Die Heizungen werden über Router und Schnittstellen in die SmartHome-Infrastruktur eingebunden, die Datenübertragung erfolgt
dabei ausschlieߟlich über
verschlüsselte Verbindungen. (Bild: Buderus)

Smart Heating eröffnet Möglichkeiten

Angesichts dieser Entwicklung verwundert es nicht, dass der Trend zur Digitalisierung auch die Immobilienwirtschaft erfasst. Die Voraussetzungen zur Fernsteuerung und Fernüberwachung von Heizungsanlagen sind günstig. Der Ausbau von Breitbandanschlüssen, vernetzten PCs sowie die hohe Verbreitung von Smartphones und Tablets begünstigen dies ebenfalls. Hausbewohner sind speziell am Thema smarte Heizung interessiert, das Wohnkomfort, Energieverbrauch und die Heizkosten begünstigt. Im Deloitte Smart Home Survey 2015 rangiert das Thema auf Platz 2 nach intelligenten Alarmsystemen: 34 % der Deutschen sind an smarten Heizungen und Thermostaten interessiert oder äußern eine Kaufabsicht. Die Smart-Home-Technik bietet mehr Komfort, Nachhaltigkeit und Sicherheit, weil das System außer der Heizungsteuerung über Bewegungs- und Rauchmelder auch die persönliche Sicherheit deutlich erhöht. So wachsen bisher unabhängige Bereiche wie Wärme, Licht und Sicherheit zu einem übergreifenden System zusammen. Basis für die intelligente Haussteuerung sind untereinander vernetzte Geräte, die sich automatisch den wechselnden Gegebenheiten des Alltags anpassen. So meldet z.B. der Tür-/Fensterkontakt ein offenes Fenster über die zentrale Steuereinheit an den Heizkörper-Thermostat. Die Wärmezufuhr wird in diesem Raum reduziert und Energie eingespart. Smart-Home-Systeme lassen sich mittels intuitiv bedienbarer Smartphone-Apps auch von unterwegs einstellen und steuern. Generell kommt dem Heizsystem im Smart Home eine wichtige Rolle zu: Es muss sich dynamisch dem individuellen Wärmebedarf der Bewohner anpassen. Ein solches System kann z.B. die morgens genutzten Räume wie Bad und Küche selbständig auf die persönliche Wohlfühltemperatur aufwärmen.

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